Tampilkan postingan dengan label Wanderkarten. Tampilkan semua postingan
Tampilkan postingan dengan label Wanderkarten. Tampilkan semua postingan

Sabtu, 30 Juli 2011

Optimale Wanderkarte für den Rennsteig


Wer den Rennsteig gerne (er)wandern möchte und noch keine geeignete Wanderkarte gefunden hat, dem kann ich die folgende nur wärmstens empfehlen. Ungemein praktisch, übersichtlich, reißfest und aufgrund einer Beschichtung wetterfest.


Die Leporello Wanderkarte umfasst den kompletten Rennsteig - von Hörschel bei Eisenach bis nach Blankenstein. Sie ist sehr detailliert und kennzeichnet jede Schutzhütte entlang des Wanderweges. Kurzinformationen, touristische Ziele und weitere nützliche Informationen sind leicht ersichtlich. Der Kartenmaßstab ist 1:25000. Die Rennsteigkarte hat eine interessante Faltung die es ermöglicht, immer nur einen entsprechenden Abschnitt vor sich zu haben und für die nächste Etappe einfach umzublättern. Das ist sehr praktisch und das Kartenchaos entfällt.



Senin, 11 Juli 2011

Nachbesprechung zur Tschechientour


In meinem Artikel zur Tourplanung hatte ich schon eingehend berichtet wie wir unsere Tschechientour gestalten wollen und wie wir sie vorher geplant haben. Natürlich weicht man immer etwas von seiner eigentlichen Planung ab und viele Dinge die man sich vorgenommen hat werden letztendlich nicht durchgeführt - auch im Hinblick auf die kurze Dauer der Wandertour. Im eigenen Interesse und auch aufgrund der Leserpost wollen wir in unserer Nachbesprechung auf unsere Planung zurückkommen und berichten was funktioniert hat, was eher schlecht war, welche Ausrüstung wir gebraucht oder nicht gebraucht haben.

Haben die Wanderkarten ihren Zweck erfüllt?

(Jaddar) Die Böhm-Wanderkarten haben mich sehr überzeugt. Sie sind extrem detailliert, zeigen so gut wie jeden noch so kleinen Wanderweg, haben ein kleines Packmaß und sind schön anzuschauen. Mit ihnen konnte ich sehr gut den Anfang und das Ende unserer Tour planen.

Sehr schöne und hilfreiche Wanderkarte

Warum passen die Streckenangabe nicht zu den Höhenprofilen?

(Jaddar) Mittels dem Programm MapSource lese ich die GPS Daten ein und lasse mir die Strecke dort anzeigen. Da wir nicht nur spektakulär auf und ab gewandert sind sondern auch mal einigermaßen gerade Strecken, passiert es das das Höhenprofil natürlich extrem langweilig aussieht (und MapSource es mir - warum auch immer - einfach nur als gerade Linie anzeigt). Somit habe ich den Ausschnitt vergrößert und dadurch wird natürlich nur ein bestimmter Abschnitt angezeigt und nicht die komplette Strecke.

Langweiliges Höhenprofil
Vergrößerter Ausschnitt der Strecke










Hat das GPS durchgehalten?

(Jaddar) Nach und während dieser Wanderung war ich sehr zufrieden mit meinem GPS Gerät. In erster Linie lag das nun an den neu gekauften Lithium Batterien mit dem das Gerät nun endlich die vom Hersteller versprochene Zeit durchhält. Die Batterien hielten von Samstag bis Mittwoch, wobei ich das Gerät an manchen Tagen oft benutzt habe. Bei längeren Pausen und in der Nacht wurde es natürlich ausgeschaltet. Für die Streckennachbereitung, Tourstatistiken und Wegfindung unterwegs hat es wiedereinmal sehr gute Dienste geleistet. Als Karte habe ich die frei verfügbare Reit- und Wanderkarte genutzt. Zwar habe ich festgestellt das einige Wege noch nicht verzeichnet sind, aber das kann ich selbst nachholen da an der Karte mitgearbeitet werden kann.


Wie hat sich die Ausrüstung bewährt?

Rucksack

(Jaddar) Ich war mit den Dingen die ich mitgenommen habe sehr zufrieden. Mein Rucksack Exped Mountain Pro 50 hat sehr gute Dienste geleistet. Auch wenn er keine Außentaschen hat, ist es durch die angebrachten Schlaufen und Schnallen optimal um dort Gegenstände zu befestigen. Das sieht zwar abenteuerlich aus, ist aber ziemlich praktisch.


Isomatte, Biwak- & Schlafsack

(Jaddar) Anders als in der Ausrüstungsliste zur Vorbereitung aufgelistet, habe ich doch noch meinen Biwaksack mitgenommen. Ich musste ihn einfach mal ausprobieren, insbesondere in Kombination mit dem Tarp ist er sehr hilfreich. Aufgrund der Temperaturen habe ich meinen Schlafsack kaum gebraucht und der Biwaksack ist fast immer völlig ausreichend gewesen (zur Not zieht man noch ein Fleece an) - die Ausrüstungsliste kann man für warme Jahreszeiten hier noch gut optimieren. Meine NeoAir Isomatte machte keine Probleme aber sie ist mir auf Dauer nicht zu kurz! sondern eher zu schmal und zu hoch. Hier werde ich mich doch nach einer neuen umsehen.

Schlafsack

(Kurt) Mein Schlafsack (Sommervariante) war viel zu warm. Die ersten zwei Nächte ging es gar nicht und ich war ständig wach. Da es die folgenden Nächte etwas kühler war verbesserte sich die Lage. Im Ganzen muss ich sagen, hätte es eine leichte Decke und ein Biwaksack auch getan. Vom Packmaß her geht es aber nicht kleiner. Es sei denn man schläft in Kleidung und Biwaksack. Aber dazu später mehr.

Tarp

(Jaddar) Die Tarps lassen sich problemlos zusammenknüpfen. Hier hatten wir nur einmal das Problem mit dem Regen an einer undichten Nahtstelle. Woran es jedoch ganz genau lag und warum das zweite Tarp dicht ist, konnten wir zu dem Zeitpunkt nicht feststellen. Der Bivy-Poncho ist ja mit aufquellendem Baumwoll- und Polyesterfaden genäht und sollte prinzipiell auch gestrafft die Nahtlöcher nicht öffnen - soweit zur Theorie.

Die undichte Stelle am Tarp

Regenjacke & -hose, Softshell, Isolation

(Jaddar) Meine Regenjacke und -hose habe ich nicht gebraucht. Ein einfaches Softshell reicht bei solch einem Wetter völlig aus - sofern man nicht im Regen weiterwandern will. Der Primaloftpullover ist unheimlich praktisch - kleines Packmaß und hält sehr warm in kühlen Nächten. Auch kann man diesen als einfaches Kopfkissen verwenden.

(Kurt) Zum Thema Kopfkissen: Es reicht wenn man ein Baumwollsäckchen (oder was sich angenehm anfühlt) mitnimmt. Dort die Kleidung des Tages verstaut und man hat ein sehr nützliches Kissen. Von der Nutzung des Kompressionssacks vom Schlafsack würde ich abraten. Die oft wasserdichten Beutel lassen keine Luft in (und aus dem) Ohr, was sich mitunter sehr unangenehm anfühlt.

(Jaddar)Anonsten kommt man bei einer Wanderung mit sehr wenig Wäsche aus - sofern man unterwegs waschen kann und die Kleidung genug Zeit zum trocknen hat. Hier kann man sehr viel Gewicht und Packmaß einsparen. Das ist vielleicht nicht für jeden was, aber unterwegs riecht man sich selbst eh nicht.

Wie lief die Streckengestaltung ab?

(Jaddar) Mit den täglichen Streckenkilometern bin ich ganz zufrieden. Aufgrund der Hitze und der Durchquerung der sächsischen Schweiz muss man sich vor Augen führen, das hier nur ein langsames Vorankommen möglich war. Allein die täglichen Höhenmeter waren zeitweise ziemlich quälend. Was mir nicht so gut gefallen hat ist die Tatsache das in Tschechien soviele Wanderwege entlang von Straßen führen.


Wie habt ihr die Trinkwasserversorgung geregelt?

(Jaddar) Besonders bei diesem warmen Wetter und den relativ langen Strecken ist es extrem wichtig auf genügend Trinkwasser zu achten. Sobald es in die Berge geht - oder wie hier in die sächsische Schweiz - werden die Quellen meist sehr knapp und Trinkwasser muss mitgeführt werden. Hier muss man bedenken das nicht allein Wasser um den Durst zu stillen mitgeschleppt werden muss, sondern auch um am Abend eine Suppe zu machen oder um sich zu waschen. Rationierung ist also sehr wichtig.

(Kurt) Dazu empfehle ich die Mitnahme eines kleinen Outdoorhandtuches oder eines kleinen Waschlappens. So kann man sich mit wenig Wasser recht gut sauber halten. Den Lappen einfach in eine Tüte und bei nächster Gelegenheit auswaschen und trocknen. So übersteht man bis zu drei Tage, ohne ganz aus der Form zu geraten.

(Jaddar) Es kann also passieren, dass man - wie wir - drei bis vier Liter Wasser auf den Berg trägt. Dadurch wird der Rucksack natürlich nochmal sehr viel schwerer. Am besten ist es also die Tour schnell mit Wasserquellen zu verbinden. Hat man dies geschafft ist nur noch ein Wasserfilter notwendig. Ich habe den Frontier Pro-Wasserfilter der vor allem klein und handlich ist. Mit 57 g ist er vor allem sehr leicht und sowie ich das verstanden habe auch mit Aktivkohle bestückt. Wer der Sache nicht ganz traut, achtet zusätzlich darauf das die Quelle optisch sauber aussieht, fließend ist und benutzt Micropur oder kocht das Wasser zusätzlich ab.

Welcher Gegenstand war der überraschendste während der Tour?

(Jaddar) Der überraschendste Gegenstand während dieser Tour war mein Vargo Titanium Hexagon Wood Stove - Holzkocher. In der Ultraleichtszene werden ja meist Spirituskocher mit genau abgezählten Brennstoff verwendet. Ich wollte noch ein Stufe weitergehen - mit noch weniger Luxus - denn Brennstoff für den Holzkocher gibt es überall und Holz kann man problemlos unterwegs sammeln. Bedenken sollte man natürlich immer - was passiert wenn es regnet und alles nass ist?! Auch kann man nicht immer mit einem Holzkocher gut arbeiten, insbesondere dauert es etwas länger eh er an ist und auf die Waldbrandstufe ist auch zu achten. Nichtsdestotrotz hat er wunderbar funktioniert und ich bin sehr sehr zufrieden mit ihm. Einen Vorteil hat er außerdem in Bezug auf die meisten Hobo- und Bushbuddy-Kocher: Er lässt sich problemlos zusammenfalten und hat somit ein erstklassiges Packvolumen! Wer es also noch etwa mehr naturbelassener und eine Stufe vor dem richtigen Lagerfeuer haben möchte, dem kann ich einen Holzkocher nur empfehlen.


(Kurt) Leider ist mein überraschendster Gegenstand eine Enttäuschung gewesen - meine neue, zum ersten mal benutzte Nalgene 3 Liter Faltflasche. Am fünften Tag war sie hin. Sicher wurde sie geknickt und auch geknauscht, aber sicher nicht schlecht behandelt. Zum Glück hatte ich alles im Rucksack einzeln wasserdicht verpackt und eine kleine Aluflasche zusätzlich mit, sonst wäre meine Laune noch viel mieser gewesen. Ich werde nur noch mit Alu oder Edelstahlflaschen losziehen!

Welcher Gegenstand war der praktischste während der Tour?

(Jaddar) Das vom Kollegen Kurt gebaute Foto-Stativ fand ich am praktischsten. Es hat einfach wunderbar funktioniert und hätte im Notfall auch noch als Brennmaterial nutzen können.


(Kurt) Obwohl ich mein Hemd schon längere Zeit besitze und immer recht zufrieden war, muss ich im Nachhinein wirklich sagen, dass ich mehr als zufrieden bin. Es trocknet unglaublich schnell, hält dank seiner Ausrüstung Mücken fern und lässt sich in allen Varianten dem Wetter anpassen. Bei Hitze Ärmel hoch, bei Kälte Ärmel runter, in der Stadt zugeknöpft und zum trocknen am Rucksack fest gemacht. Hat wirklich überzeugt und riechen tut es auch nicht.

(Jaddar) Für den letzten Satz lege ich nicht meine Hand ins Feuer!


Welcher Gegenstand war der unwichtigste oder unpraktischste während der Tour?

(Jaddar) Meine Regenhose - ich habe sie einfach nicht gebraucht.

(Kurt) Bis jetzt haben mir meine Meindl Wanderstiefel immer gute Dienste geleistet - bis jetzt. Keine Frage: guter Halt, keine Blasen - aber die Wärme war unerträglich. Die Füße kochten und ich wünschte mir jeden Abend einen luftigeren Wanderschuh..... Das nächste Mal.

Gibt es einen Test zur Trekkingnahrung?

(Jaddar) Zur Trekkingnahrung die wir dabei hatten gibt es noch einen gesonderten Bericht. Ich kann nur soviel sagen das mir das selbstgemachte Essen und die Globetrotter Hausmarke am besten geschmeckt haben. Die andere Trekkingnahrung war vergleichsweise nochmal teurer und macht auch nur unzureichend satt.

Wie und wo habt ihr übernachtet?

(Jaddar) Im Nationalpark sollte man mit Übernachtungen und mit dem Feuermachen äußerst vorsichtig sein, denn sonst drohen empfindliche Geldstrafen. In der sächsischen Schweiz nutzten wir noch die Boofen, danach jedoch wurde es schon etwas eng mit dem biwakieren. Somit mussten wir notgedrungen auf eine Mischung von wild-campen, Zeltplatz und Bettenlager zurückgreifen.

Was gibt es sonst noch zu sagen?

(Jaddar) Das Reparaturset haben wir nicht benötigt. Erste Hilfe wurde durch eine fiese Zecke und einer Blase notwendig. Also nix aufregendes. Packbeutel finde ich immer wieder sehr praktisch. Zum einen sind sie wasserdicht und zum anderen ermöglichen sie eine einfache und übersichtliche Organisation im Rucksack und können als Kopfkissen dienen. Ansonsten brauche ich ein größeres Handtuch, meines war eindeutig zu klein. Badelatschen oder etwas ähnliches sind äußerst nützlich, wenn man nach einem langen Marsch vor seinen stinkenden Wanderschuhen fliehen möchte.



Selasa, 24 Mei 2011

Grundgedanken zur Tourplanung


Für unsere im Juni anstehende "große" Trottertour werden wir hier im Vorfeld berichten, wie wir uns vorbereiten und wie solch eine Planung für den ungeübten Trotter aussehen könnte. Nach der Tour werden wir natürlich über diese ausführlich berichten. Für uns ist das ganz neu die Tourplanungen vorher hier zu dokumentieren, da unsere Berichte immer erst nach der Wanderung geschrieben wurden - und somit erhöht sich natürlich auch der Aufwand für die Planungen - aber wir probieren es mal.


Da wir meistens keine vorgefertigten Wanderwege begehen sondern uns selbst eine Route zusammenschneidern, ist es anfangs natürlich erstmal wichtig zu wissen wo wir eigentlich hin wollen?! Fest steht, es soll nach Tschechien gehen. Das ist nicht allzu weit entfernt und relativ günstig - zwei Dinge, die bei dieser Tour für uns wichtig sind. Da ich bisher nicht nochmal dazu kam, die sächsische Schweiz zu besuchen, will ich dies gleich damit verknüpfen. Wir beginnen also im schönsten Klettergebiet Deutschlands und arbeiten uns bis nach Tschechien vor und sehen mal wie weit wir kommen. Wir haben neun Tage zur Verfügung, in denen wir viele Kilometer machen können. Da die sächsische Schweiz zu dieser Zeit sicherlich überlaufen sein wird und die strengen Naturschutzbestimmungen zusätzliche Einschränkungen enthalten, werden wir versuchen sie schnell hinter uns zu lassen und einsame tschechische Wälder zu erreichen (zu beachten ist die Waldbrandstufe und die Regeln der Boofen).


Als erstes heißt es Karten besorgen - für die sächsische und böhmische Schweiz sowie für Tschechien. Für den Anfang der Tour nutzen wir die Böhm-Wanderkarten. Diese sind sehr detailliert, günstig und sehen auch noch gut aus. Mal sehen wie sie während der Planung und der anschließende Wanderung abschneiden.












Neben den ausführlichen Wanderkarten soll mein GPS Gerät natürlich auch mit. Mit diesem werde ich die Tour vorher detailliert planen und am heimischen PC bearbeiten. Einzige Sorge macht mir im Moment die Laufzeit des Gerätes. Damit bin ich bisher völlig unzufrieden und schiebe es zur Zeit auf die Batterien. Ein paar neue Lithium Batterien werden dieses Problem hoffentlich beseitigen.
Mit dem Programm MapSource und einer geeigneten Wanderkarte lassen sich Touren problemlos vorplanen und anschließend auf ein GPS Gerät übertragen. Wie schon im GPS Bericht geschrieben, gibt es genug kostenlose Karten für unterschiedliche Bereiche (Rad-, Reit- und Wanderkarten), um nicht auf teure kommerziellen Karten zurückgreifen zu müssen.

Tourplanung mittels MapSource und detaillierten Wanderkarten

Zusätzlich ist eine genaue Auflistung der Ausrüstung während der Planungsphase äußerst hilfreich - und das nicht nur für Grammjäger, sondern auch für den normalen Trotter, der einfach nur mal sehen möchte was er denn da überhaupt mitschleppt. Und man glaubt gar nicht, wie gut das für die Organisation ist. Als tolles Hilfsmittel können wir hier nur den Beitrag über die Rucksackplaner Packlisten Tools empfehlen, ganz einfach zu bedienen und für sich individuell anpassbar.

Modifizierter Rucksackplaner von ausgeruestet.com

Um einen beispielhaften Überblick über meine Grundausstattung zu bekommen, ist dieser nachfolgend mit Gewichtsangabe und weiterführenden Links aufgelistet. Dabei sind drei Grundkategorien entscheidend: Schlafen, Klamotten/Schutz und Küche.

Rucksack Exped Mountain Pro 50 1250 g
Tarp + Heringe Bivy-Poncho Extreme 420 g












Schlafsack Exped Wallcreeper 900 g
Isomatte ThermaRest NeoAir 250 g
Isomatte/Unterlegmatte Evazote 100 g












Regenjacke Marmot Super Mica 233 g
Regenhose Jack Wolfskin 210 g
Fleecepullover Mammut 200 g
Primaloftpullover Patagonia Nano Puff 290 g





















Holzkocher Vargo Hexagon Wood Stove 125 g
Topf & Löffel MSR Titanium 125 g
Zunder & Feuerstahl - 100 g













Trotterhut - 200 g


Mit dieser ~4,5 kg wiegenden Grundausstattung ist der Trotter gut unterwegs. Die Liste ist natürlich nicht komplett - einiges kommt hinzu, vieles ist optimierbar und letztendlich muss alles in den Rucksack passen. Auch ist vieles Geschmackssache - wie zum Beispiel mein Holzkocher. Ein anderer hat lieber seinen Gaskocher dabei oder baut sich - wie Trotterkollege Kurt - seinen Holzkocher selbst. Hinzu kommen schließlich noch Essen und Trinken, da wir immer möglichst autark unterwegs sein wollen. Technische Spielereien (GPS, Fotoapparat) und Hilfsmittel (Wasserfilter, Messer) sind nicht in der Beispielrechnung enthalten. Ob die Liste nun gut oder schlecht ist, sei erst einmal dahin gestellt - für mich stellt sie bei dieser Wanderung die Grundausstattung dar.

Platypus Faltflasche mit Wasserfilter
Frontier Pro Wasserfilter







Helle Viking
GPSmap 62s















Jede Tour ihre Eigenheiten und die Ausrüstung muss daran angepasst werden. Eine clevere Planung kommt dem Trotter also sehr zu Gute - egal wohin die Wanderung geht!


Kamis, 02 Desember 2010

Openstreetmap


Wie schon im Trotten mit GPS - Beitrag erwähnt, existieren neben den exorbitant teuren digitalen Karten auch kostenlose wie die vom Openstreetmap-Projekt. Dieses Kartenmaterial stellt eine echte Konkurrenz für die kommerziellen Anbieter dar. Das Projekt lebt hauptsächlich durch die Community und wird seit einiger Zeit auch von Behörden und öffentlichen Einrichtungen gefördert. Ab jetzt unterstützt auch Microsoft das Projekt.

Logo von www.openstreetmap.org

Microsoft stellt dem Projekt hochauflösende Luftbilder zur Verfügung und will neue Software entwickeln die den Kartografen des Projekts das Leben erleichtern sollen. Hier sei auch nochmal darauf hingewiesen, dass am Projekt Mitwirkende keine Daten aus urheberrechtlich geschützten Quellen, wie zum Beispiel Google Maps, entnehmen dürfen. Das bedeutet man muss schon selbst losziehen und die Erde kartografieren. Das Kartografieren für Openstreetmap ist kinderleicht und für jeden Interessierten möglich. Am besten sammelt man geographische Daten mit einem GPS-Gerät und trägt diese mit Hilfe eines Editors in die Openstreetmap-Datenbank ein. Das funktioniert relativ einfach (Beginners Guide), indem der Trotterkartograf beispielsweise Knoten (bestimmte Orte), Linien (Wanderwege) oder Flächen (Wald) einzeichnet. Anschließend werden diesen Elementen Eigenschaften zugeordnet wie zum Beispiel für einen allgemeiner Weg oder Pfad (highway=path), für einen Fluss (waterway=river) oder für einen Wald (landuse=forest). Die Karte wird stündlich aktualisiert und die gemachten Änderungen sind dann sofort sichtbar.

Das Kartenmaterial wird von vielen Projekten genutzt um eigenen Karten zu erstellen (z.B. Wander- oder Radfahrerkarten) und ist in der Aktualität und Genauigkeit meist sehr viel besser als kommerzielle Karten. Die individuell angefertigten Karten werden zu unterschiedlichen Zeiten aktualisiert und mit Openstreetmap abgeglichen.


Jumat, 19 November 2010

Wanderkarten für die Sächsische Schweiz


Bisher war ich nur ein einziges Mal in der Sächsischen Schweiz wandern. Nach dieser tollen und eiskalten Trottertour war auch dieser Blog entstanden und ich habe die Faszination für diese herrliche Gegend bisher nicht verloren. Deshalb zieht es mich auch zur jährlichen Winterwanderung wieder dorthin! Durch den Blog von Mitohneworte bin ich auf ein paar wirklich gute Karten für dieses Gebiet gestoßen, die ich gut für die Planung verwenden kann. Ich habe zwar jetzt ein GPS, aber eine gute Wanderkarte sollte der umsichtige Trotter trotzdem stets dabei haben!


Die Karten von denen ich spreche werden von Rolf Böhm hergestellt der sich auf die Kartographierung der Sächsischen Schweiz spezialisiert hat.

Ausschnitt aus der Wanderkarte - Schrammsteine, Affensteine 1 : 10000

Alle Karten sind handgezeichnet, sehr detailliert und liebevoll gestaltet. Somit sind sie neben der praktischen Relevanz auch optisch schön anzusehen. Die Kartenpreise liegen zwischen 3 und 7 Euro - sind somit recht günstig für diese Art der Qualität - und können über die Webseite bezogen werden.
































Die Wanderkarten glänzen mit vielen Einzelheiten wie Höhlen, Grotten, Forstmarkierungen, Wanderwegen, Schutzhütten, Quellen, Klettergipfeln, Gaststätten, gefährliche Stellen und vielen mehr - jeweils mit einem individuell gestaltetem Symbol gekennzeichnet. In jeder Karte ist zusätzlich ein "Wandermädchen" versteckt - ein nettes Gimmick.

Die Karten-Legende überzeugt mit eindeutigen und schön gestalteten Symbolen

Um nun dieses Kartenmaterial auch teilweise digital nutzen zu können und die Genauigkeit zu bestätigen, mache ich einen einfachen Versuch mit meinem GPS Gerät. Ich nutze dazu die Custom Maps Funktion von Garmin.

Kartenausschnitt von Bad Schandau

Dazu nutze ich ein Foto vom Ausschnitt einer Karte Bad Schandaus. Dieses lade ich in Google Maps und georeferenziere es entsprechend - das kann relativ umständlich sein und benötigt etwas Feingefühl.

In Google Earth kann mittels Bild-Overlay-Funktion die Karte georeferenziert werden

Das fertig georeferenzierte Bild - mit einigen Ungenauigkeiten

Ist dies geschehen wird das Bild auf das GPS Gerät geladen und kann je nach Bedarf ein- oder ausgeschalten werden. Nun hat man, neben seiner Basiskarte oder seiner entsprechenden Wanderkarte, den beschriebenen Kartenausschnitt als Bild in seinem Gerät und kann über diesen Abschnitt auch digital navigieren - eine schöne Sache.

Jetzt muss nur noch der Winter kommen damit die Tour starten kann!


Kamis, 11 November 2010

Trotten mit GPS


Nach langen Überlegungen habe ich mir endlich ein GPS Gerät zugelegt - das GPSMap 62s von Garmin. Es hilft mir meine Touren besser zu planen, interessante Orte zu finden und zu markieren, sowie endlich Geocaching auszuprobieren. Kurz gesagt: das Gerät funktioniert gut und es macht riesen Spaß damit unterwegs zu sein.

GPSMap 62s von Garmin im Outdooreinsatz

Allgemeines zum GPSMap 62s

Das speziell für den Outdoorbereich entwickelte Navigationsgerät ist ziemlich klobig (6,1 x 16 x 3,6 cm und 260,1 g mit Batterien), wirkt robust und ist wasserdicht (laut Hersteller). Die Positionsermittlung nach dem Einschalten dauert für ungeduldige Menschen ziemlich lang. Danach ist der Empfang hervorragend und die Bedienung nach kurzer Eingewöhnungsphase problemlos.

Nach Abschaltung der künstlichen Un-
genauigkeit der Satelliten im Jahr 2000 beträgt
der Messfehler für die Positionsbestimmung
weniger als 10 m

Leider knarzt das Gerät des öfteren bei Tastendruck und in vielen kleinen Zwischenräumen kann sich Dreck und ähnliches ablagern. Zwei AA-Batterien werden für den Betrieb benötigt. Die Betriebsdauer beträgt laut Hersteller 20 Stunden (hierzu kann ich noch keine konkreten Angaben machen). Integriert ist ein 3-Achsen-Kompass mit Neigungskorrektur und ein barometrischer Höhenmesser. Außerdem ist das Gerät kartenfähig und hat einen Geocaching-Modus und natürlich weitere kleine Features, die ein GPS heutzutage haben sollte.

Die Bedienelemente des Outdoornavigationsgerätes

Das Gerät ist ausgestatttet mit Karabinerhaken und Gürtelclip

Das GPSMap 62s verfügt über einen integrierten elektronischen
3-Achsen-Kompass mit Neigungskorrektur, der die Richtung auch dann
angibt, wenn man still steht und den Kompass nicht waagerecht hält

Karten für das GPS Gerät

Vor dem Kauf hatte ich intensiv überlegt ob das GPS Gerät kartenfähig sein sollte oder nicht - auch, da die Karten von Garmin ziemlich teuer sind. Letztendlich weiss ich nun, dass es eine Menge an kostenlosen Karten für Navigationsgeräte gibt, mit dem Vorteil, dass diese meist sehr individuell gestaltet sind (in Bezug auf Aussehen und die Aktivität wie z.B. Wander-, Reit- und Fahrradkarten usw.). Zudem hat jeder die Möglichkeit, selbst Kartograf zu sein und die Karten zu erweitern und mitzugestalten. Diese Möglichkeit bietet das Projekt Openstreetmap. Für mein Gerät nutze ich zur Zeit die Karten von kleineisel.de, die, wie ich finde sehr gut aussehen und auch sehr gut funktionieren.

Das GPSMap 62s sowie die Karte sind routingfähig

Die Karten auf der Basis von Openstreetmap sind sehr detailliert
und individuell an die entsprechende Aktivität angepasst

Eine wirklich sehr geniale Möglichkeit, die Garmin anbietet, sind die sogenannten Custom Maps. Damit ist es möglich eine ganz bestimmte Karte - ob Luftaufnahme, selbst gemalt oder historische Karten - auf dem GPS-Gerät zu nutzen. Mit Custom Maps ist es möglich die Kartenabbildungen exakt zu georeferenzieren und optimal auf dem GPS Gerät darzustellen.

Bsp. für Custom Maps: Hier ein
Screenshotausschnitt von Google
Earth in die bestehende Karte in-
tegriert und georeferenziert
Individuell gestaltete OSM-
Wanderkarte - hier mit Höhen-
linien und eingezeichneten
Wander- bzw. Fußwegen

















Durch unzählige Einstellungsmöglichkeiten lässt sich das GPSMap 62s individuell an jeden Geschmack anpassen. Datenfelder bzw. Informationsboxen können eingerichtet werden, Karten können hinzu- oder abgeschaltet und für Fußgänger optimiert werden, Routen können geplant und Tracks aufgezeichnet und bearbeitet werden.

Karten lassen sich für Fußgänger
oder auch Autofahrer einrichten
Das GPSMap bietet eine Vielzahl
an Einstellungsmöglichkeiten
















Extras

Aufgrund des integrierten Speichers von 1,7 GB und der Möglichkeit eine microSD-Karte zu nutzen, sollte genug Speicherplatz für solche Vorhaben vorhanden sein. Karten, Tracks, Routen usw. sind problemlos über USB Kabel mit dem Rechner austauschbar. Der USB Anschluss sowie der Anschluss für eine externe Antenne befinden sich auf der Rückseite des Geräts unter einer Schutzklappe. Der Austausch der Batterien ist gleichermaßen einfach gestaltet und benötigt nur wenige Handgriffe.

USB und externer Antennenanschluss
mit entsprechender Schutzklappe
Unter dem Batteriefach ist das Einlegen
einer microSD-Karte möglich













Geocaching

Das GPS bietet nicht nur die Möglichkeit immer zu wissen wo man sich befindet, sondern auch die mittlerweile sehr beliebte Form der Schatzsuche. Drei Caches am vorletzten Wochenende und fünf am letzten - gesucht und gefunden. Das Laden der Koordinaten und der Cachebeschreibung vom PC auf das GPS Gerät ist ziemlich einfach und somit lässt sich schnell und papierlos eine Kurztour organisieren.

Stift, Zettel, leichtes Wandergepäck, Kamera
und GPS - dann kann es losgehen

Das GPS leitet den Schatzsucher zielgenau bis zum ersehnten Cache. Bei Bedarf ist es zusätzlich möglich, sich die Beschreibung und Hinweise des Erstellers und/oder die Logs der Besucher anzeigen zu lassen. Hat man den Cache gefunden, so kann man ihn auf seinem Gerät als "gefunden" markieren - die Icons ändern sich entsprechend und der gefundene Cache wird nicht mehr als nächster zu suchender Punkt angezeigt.

Anzeige eines heruntergeladenen Geocaches, der noch
nicht als gefunden markiert wurde

Durch die Ungenauigkeit des GPS kann es am zu suchenden Ort schon etwas dauern bis man den Cache gefunden hat. Hier kommt es ganz auf die Umgebung an wie lange man dafür braucht. Natürlich gibt es Verstecke die mehr schlecht als recht sind, aber jedoch auch wirklich verdammt geniale bei denen das Versteck allein die Suche wert war und der Inhalt des Caches kaum bis gar keine Rolle spielt - zumal der Inhalt meiner bisher gefundenen Caches das Herz der Überraschungseierindustrie höher schlagen lässt.

In übersichtlichen Gelände wie diesem, ist der versteckte
Cache schnell gefunden - Spaß macht die Sache allemal

Ein wie hier im Boden versteckter Cache
kann ohne Graben gehoben werden
Der Cache besteht meist aus
einem wasserdichten Behälter













Um die Caches vor Witterungseinflüssen zu schützen, bestehen diese meist aus wasserdichten Behältern in unterschiedlichen Größen und mit unterschiedlichen Inhalten. Immer ist ein Logbuch enthalten, indem sich die Finder verewigen können. Für den Geocacher besteht außerdem die Möglichkeit, Dinge des Caches zu tauschen und dies im Logbuch zu vermerken.

Erstklassige Verstecke wie dieses hier machen das Geocaching
besonders interessant

Neben den eher langweiligen Überraschungseier-Inhalten gibt es unter anderem noch die sogenannten Geocoins oder TravelBugs, deren aktuellen Besitzer man über das Internet verfolgen kann und die von Cache zu Cache reisen.

Einige Caches warten mit interessanten Möglichkeiten auf,
wie hier die eines Geocoins

Fazit zum GPSMap 62s

Ein GPS Gerät bietet ganz neue Möglichkeiten bei der Planung und Durchführung eigener Touren. Zusätzlich betritt man ganz neue Welten wie z.B. die des Geocachings oder die des kartographierens. Natürlich ist es nur ein Hilfsmittel und als dieses muss es auch betrachtet werden. Auf einer Tour sollte man sich nicht allein auf sein GPS verlassen, sondern ebenso seine eigenen Navigationskenntnisse anwenden und ausbauen. Aber wie auch immer - so ein GPS Gerät ist einfach geil!