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Rabu, 27 Juni 2012

Exel Trekkingstöcke


Es war an der Zeit meine alten Trekkingstöcke in den Ruhestand zu schicken. Diese hatten mich seit acht Jahren überall hin mitbegleitet. Was mich wirklich erstaunt, denn die Anschaffung war eher ein Notkauf aus dem Discounter und eigentlich für das Nordik Walking gedacht. Aber sie waren günstig (12 Euro) und relativ leicht.

Die alten Stöcke haben ausgedient

Im Grunde sind ähnliche Wander-, Trekking- oder Walkingstöcke durchaus geeignet um damit auf Tour zu gehen. Doch es gibt auf dem Markt ein großes Angebot mit unterschiedlichsten Funktionen und immensen Preisunterschieden. Meine alten Stöcke waren zweiteilig verstellbar und 1,30 m lang. Damit konnten sie zu Transportzwecken verkleinert (auf ca. 90 cm) werden und auch als Tarpstangen waren sie ausreichend lang. Leider besaßen sie keine besonders gehärtete Spitze, die sich völlig abgenutzt hat, was auch der Grund ist warum sie ausgedient haben.

Kriterien zur Neuanschaffung

Die Kriterien für die Neuanschaffung waren vor allem Länge, Gewicht und Preis. Zusätzlich entscheiden Material, Griffart, Schlaufen, und Verstellsystem über Anwendungsart und Preis. Mir sind manche Anbieter auf dem Markt schlicht zu teuer. Und bei manchen Funktionen frage ich mich ob diese wirklich sein müssen.

Einige Hersteller werben seit einiger Zeit mit neuen Schnellspann-Verschlüssen an den Stocksegmenten. Diese sollen weniger anfällig und vor allem sicherer sein. Sicher dadurch, dass auf einen Blick erkennbar ist ob der Stock fest fixiert ist oder nicht und beim aufstützen nicht plötzlich zusammenrutscht. Auf allen Touren ist mir das noch nie passiert, wobei die Begründung irgendwie plausibel klingt. Wichtiger finde ich da schon das Argument der Haltbarkeit. Ich kenne beide Seiten: den Stock für 130 Euro bei dem der Schraubkonus nach einer Tour kaputt war und Stöcke für 10 Euro bei denen alles gehalten hat. Fakt ist, dass die Klemmungen natürlich anfällig sind, vorallem bei Nässe oder hoher mechanischer Beanspruchung.

Was ich persönlich nicht leiden kann sind Dämpfungsysteme bei Trekkingstöcken. Diese geben mir irgendwie das Gefühl nicht richtig zu wissen ob mein Stock richtig fest steht. Vor allem im Gebirge habe ich das als sehr unangenehm empunden.

Exel Trekkingstöcke

Zu den Exel Trekkingstöcken:


Die Stöcke bestehen zu zwei Teilen (Bezug) aus Carbon und einem Teil (Kern) aus Aluminium. Der Hersteller verspricht dadurch optimale Haltbarkeit und geringes Gewicht. Zur Haltbarkeit lässt sich natürlich noch nichts sagen aber das Gewicht ist überzeugend - 380 g als Paar.

pro Stock kommen nur 190 g auf die Waage

Auch die Länge ist gut gelungen. Zusammengesteckt sind die Stöcke 60 cm lang und lassen sich so gut transportieren. Ausgezogen eignen sie sich mit 130 cm noch gut zum Abstützen eines Tarps.

klein zu transportieren

Die Griffe sind aus EVA-Schaum gefertigt. Dieser ist zwar nicht so haltbar wie fester Kunststoff, dafür aber leichter und temperierend. Schön finde ich die Griffverlängerung bis auf den Stock herunter. Ich fasse beim Laufen gern mal um und auch im Gebirge ist es gut mal etwas tiefer fassen zu können.

verlängerter Griff

Die Schlaufen fallen recht einfach aus. Nutzen kann man sie jedoch trotzdem. Komisch finde ich nur das bei mir die linke Schlaufe besser in der rechten Hand passt. Warum? Keine Ahnung, soll mich persönlich aber nicht stören.

Die Länge ist stufenlos einstellbar und mit der klassischen Schraubklemmung - ohne Dämfpung - versehen.


Geliefert wurden die Stöcke mit der üblichen Ausstattung: Schneeteller, Gummispitze und kleiner Trekkingteller. Die Spitzen sind leider nicht abschraubbar. Ich hoffe jedoch das diese auch mindestens acht Jahre halten.

Zubehör

Fazit zu den Exel Trekkingstöcken

Für 60 Euro konnte ich ein sehr leichtes (380 g Paar) und funktionales (60 cm verpackt, 130 cm ausgezogen) Paar Trekkingstöcke erwerben. Griffe und Befestigung entsprechen voll meinen Wünschen. Die Lieferung erfolgte prompt und die Qualität ist auf den ersten Blick voll in Ordnung. Ich bin sehr zufrieden. Mehr zur Praxis nach einer größeren Trottertour.

Euer Kurt

Nachtrag 01.10.12
Die Stöcke haben sich im schwedischen Fjäll bestens bewährt. Gewicht, Stabilität und Material sind wirklich super. Besonders angenehm waren die Schaumstoffgriffe, die mir trotz des nasskalten Wetters keine eisigen Hände verschafften. Ich kann sie wirklich nur jedem Wanderer empfehlen.


Minggu, 10 Juni 2012

TarpTent StratoSpire 2


Nach langen Überlegungen und Recherchen, habe ich es nun getan: das TarpTent StratoSpire 2 ist nun mein eigen! Und ich muss sagen - trotz aller Befürchtungen und heimlicher Ängste - das Zelt ist klasse!


Tarp oder Zelt

Okay, eigentlich ist das aus den USA stammende StratoSpire 2 eher ein Tarptent - also eine Mischung aus Tarp und Zelt. Das sieht man daran, das es kein geschlossenes Gebilde im üblichen Sinne ist. Es besteht im Prinzip aus einem "Innenzelt" bzw. Mückennetz und aus einem "Außenzelt" bzw. einer Außenplane. Das Mückennetz ist im Außenzelt eingehängt. Die Außenplane schließt dabei nicht ganz mit dem Boden ab, was die Luftzirkulation innerhalb des Tarptents fördert. Man hat sozusagen eine kleine Öffnung zwischen Boden und Außenplane. Beide Dinge können auch separat aufgestellt werden: ist nicht mit Regen zu rechnen sondern nur mit Mücken, wird nur das Mückennetz aufgestellt. Braucht man mehr Platz und kein Mückennetz, reicht das Außenzelt vollkommen aus und bietet eine Menge zusätzlichen Raum.

Frisch ausgepackt
Liegefläche des Innenzelts











Form und Inhalt

Die Form (Hexagon) des Tarptents ist etwas ungewöhnlich, bietet dadurch aber enorm viel Platz. Sitzen, knien, liegen - alles kein Problem. Zwei Trekkingstöcke werden zusätzlich zum Aufbau benötigt. 6 Ultraleichtheringe sind beim Kauf dabei. Mehr ist nicht nötig! Das Ganze wiegt nur 1.150 g, ist groß genug für 2 Personen plus Gepäck und ist so eine wirklich erstklassige Übernachtunsmöglichkeit für Weitwanderer. Das Tarptent besitzt so wenig Teile, dass ich gar nicht wüsste wie ich das auf zwei Personen aufteilen würde (so wie ich es bei einem schweren herkömmlichen Zelt machen würde). Was mich an dem Zelt zusätzlich begeistert sind die zwei Eingänge (also für jeden Trotter einen auf seiner Seite) und der seitliche Einstieg (also kein lästiges reinkrabbeln und verrenken wie bei einem herkömmlichen Zelt mit nur einem "Röhreneingang").






















Material

Das Außenmaterial ist 100% Nylon SI-beschichtet und ist strapazierfähiger als gedacht. Warum - vor allem für einen Preis von mehr als 300 € - die Nähte noch zusätzlich mit Nahtdichter abgedichtet werden müssen, kann ich überhaupt nicht verstehen. Sei es drum - es hat jedenfalls funktioniert und auch bei Regen war das Zelt dicht. Nur etwas Kondenswasser konnten wir einmal feststellen, was aber nicht weiter tragisch war und auch bei normalen Zelten bekannt sein dürfte. Alternativ kann beim StratoSpire 2 mit den seitlichen Eingängen für eine optimale Lüftung experimentiert werden. Steht das Zelt längere Zeit an einem festen Ort - wofür es eigentlich nicht gedacht ist - muss es immer mal nachgespannt werden um ordentlich straff zu bleiben.

6 Heringe reichen für das StratoSpire 2

Aufbau

Das StratoSpire 2 kann - mit ein wenig Übung - in gut 2 Minuten aufgebaut werden. Das Mückennetz ist dabei eingehängt. Zuerst befestigt man die Spitze eines Eingangs mit einem Hering am Boden. Beide Trekkingstöcke werden auf ca. 1,20 m Höhe eingestellt. Anschließend wird einer durch das Belüftungsloch an der befestigten Eingangsseite durchgesteckt und aufgestellt. Diese Seite kann nun komplett befestigt werden und das gleiche macht man nun auf der anderen Seite. Nun wird der Rest und das Zelt straff gespannt. Die Apsiden auf jeder Seite sind sehr geräumig und bieten viel Platz für Gepäck. Die zwei Trekkingstöcke stören nicht beim aus- und einsteigen. Durch die außergewöhnlichen Abspannvorrichtungen kann das Zelt so abgespannt werden, dass es keine extrem langen und nervigen Abspannleinen abstehen hat über die man stolpern könnte.

Interessante Abspannvorrichtung

Fazit zum StratoSpire 2

Beim ersten planlosen Aufbau des StratoSpire 2 ist uns gleich eine Schlaufe beim Innenzelt gerissen. Da dache ich schon: "Ohje, das fängt ja gut an". Das war aber nicht weiter schlimm und wurde schnell behoben. Beim Kauf des Ultraleichtzelts hatte ich anfangs große Bedenken. Halten die Materialien? Bleibt es trocken? Wie stark darf ich an der Leine ziehen ohne dass sie reißt? Alles Bedenken, die sich im nachhinein als grundlos herausstellten. Unser Langzeittest währte eine Woche, in der das Zelt Regen, starken Wind, Sonne und Vogelkacke ausgesetzt war. Heringe wurde umgesetzt, das Zelt öfter nachgespannt, die Seiteneingänge oft geöffnet und geschlossen. Es überstand alles unbeschadet und machte stets eine hervorragende Figur. Ich bin sehr zufrieden mit dem StratoSpire 2 und kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen.


Selasa, 20 Maret 2012

Ultraleichte Packbeutel selber gemacht!


Ich konnte mal wieder die Nadel nicht im Kissen lassen und herausgekommen ist ein wirklich guter und sehr günstiger Packbeutel für alles was trocken und zusammengehalten werden muss.

Gerade beim Ultraleichttrekking wird vor allem Gewicht durch das Optimieren, Ersetzen oder das Weglassen eingespart. Vorweg: ich bin kein Freund des Weglassens. Es macht Sinn seine Ausrüstung an die Tour anzupassen, um so auf unnötigen Ballast zu verzichten. Doch weglassen oder auf Biegen und Brechen auszutauschen ist mitunter nicht sinnvoll und kann - in der Praxis - gar große Probleme mit sich bringen (siehe dazu meine Faltflasche, die beim ersten Einsatz kaputt ging). Sinnvoll erscheint mir in erster Linie, schwere Gegenstände gegen leichtere Gegenstände auszutauschen, die das Gleiche können oder dieselbe Funktion erfüllen.

Aus diesem Grund habe ich zum Beispiel mein Rucksackinnenleben komplett auf ultraleichte "Bebeutelung" umgestellt. Seitdem fällt u.a. der schwere Schuhbeutel, das Kleidungsnetz und der Kleinteilebeutel wesentlich leichter aus. Auf dem Markt gibt es bereits seit einiger Zeit verschiedene Packbeutel mit sehr geringem Gewicht (z.B. Sea to Summit). Mich persönlich ärgert vor allem der hohe Preis dieser Teile. Also selber machen und wirklich Geld sparen ist angesagt.


Materialien

Alles was ihr benötigt ist wasserdichter, reißfester und sehr leichter Stoff. Besonders gut geeignet ist dazu silikonisiertes Ripstop Nylon z.B. 50D (Fadenstärke von 50 g pro 100 m Faden). Solche Stoffe bekommt man günstig im Internet vom Fachhändler. Der Anschaffungspreis lag hier bei 5 Euro für einen laufenden Meter. Ich habe 1,5 m² gekauft. Die Ware war als 2. Wahl ausgeschrieben. Bei Qualität und Dichtigkeit ist für mich keine Einschränkung zu erkennen. Lediglich Farbveränderungen waren zu beobachten. Doch bei dem Preis kann man ruhig etwas mehr Stoff bestellen und die fehlerhaften Stellen auslassen.

Immer die Webkanten abschneiden, da dort nicht beschichtet wurde

Um die Nähte wasserdicht zu bekommen kann man spezielles Quellgarn verwenden (ebenfalls im Internet zu erhalten) oder man behandelt sie nachträglich mit Silnet.

Aus dem 1,5 m² konnte ich 4 Beutel mit ca. 10 l nähen. Weiter brauchte ich etwas starkes Leder, 5 m Reepschnur mit 2 mm Dicke und natürlich meine Nähmaschine. Der Beutel besteht aus fünf Teilen: der Schnur, dem Schnurstopper, dem Boden, der Beutelwand und dem Tunnelzug.


Schritt für Schritt zum eigenen Packbeutel

1. Man schneidet die Teile zu. Bitte die Nahtzugabe nicht vergessen, sonst passt am Ende der Umfang des Bodens nicht zur Länge der Beutelwand. Wem das Rechnen und Rundnähen zu schwierig ist, der kann auch einfach einen klassischen flachen Beutel nähen.


2. Der Tunnel wird auf rechts an die Oberseite der Wand genäht. Diesen habe ich etwas länger zugeschnitten, da die Öffnungen eingesäumt werden müssen und etwas überlappen sollen. So schließt der Beutel später besser.

Mit Stopper und überlappendem Tunnelzug

Alle Nähte habe ich doppelt als Kappnaht vernäht. Das ist flacher, hält besser und sieht besser aus. Wer möchte kann auch alle Stoffränder versäubern, was aber hier nicht unbedingt nötig ist, da beschichteter Stoff kaum Fäden zieht.

Erst beide Teile zusammennähen

dann umfalten und ein zweites Mal übernähen

3. Am oberen Bereich der Seitennaht (oder besser noch direkt am Tunnel) habe ich ein kleines Stück Leder eingenäht. Dieses muss am Ende nach außen zeigen und mit einem kleinen Loch versehen werden. So kann man sich den Tanka (Stopper) sparen. Die Reibung reicht aus um den Beutel zu zu halten, ohne das etwas rosten oder zerbrechen kann.


4. Am Schluß den Beutel auf links drehen und den Boden einnähen. Am besten geht es wenn der Bodenteil oben aufliegt und die Wand Stück für Stück rundherum gelegt und vernäht wird. Es erfordert etwas Übung bis alles klappt. Alternativ einfach ein Viereck oder Sechseck als Boden nutzen, dann muss nur um die Ecken herumgenäht werden und das Volumen beibt dennoch nahezu erhalten.


Der abgebildete Beutel ist 35 cm hoch und hat einen Durchmesser von 19 cm. Das Volumen liegt also bei ca. 10 l. Auf die Waage bringt er nur 21 g.


Fazit

Mit etwas Übung gelingt es mit nur 8-10 Euro Materialpreis 4-5 Beutel herzustellen, die locker mit den auf dem Markt erhältlichen mithalten können. Und auch der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Von der Nylonwaschtasche bis zum leichteren Raincover ist alles möglich.

Viel Spaß beim nachmachen und traut euch zu fragen!

Euer Kurt


Jumat, 16 Maret 2012

Schritt für Schritt zum Leichtwandern


Es existieren eine Menge Ideen und Vorschläge zum Thema Leichtwandern und auch wir haben schon ein paar Artikel zu diesem Thema geschrieben. Hier folgt nun ein weiterer, um Ratschläge aus der Ultraleichtbewegung aufzunehmen und unsere Erfahrungen und Mittel einzubringen. Um eine Wanderung vollends genießen zu können und nicht alle paar Meter zu schimpfen wie schwer der eigene Rucksack eigentlich ist, sollte der Trotter auf ein geringes Rucksackgewicht hinarbeiten. Ohne gleich zum absoluten Ultraleichttrekker zu werden, folgen ein paar Ideen, welche Dinge uns bei den bisherigen Wanderungen aufgefallen sind und die man Schritt für Schritt verbessern könnte.


Ausrüstung wiegen

Eine gute Idee ist immer seine Ausrüstung zu wiegen. Das hört sich anfangs wirklich komisch an, aber man ist doch erstaunt was sich alles ansammelt und das Gewicht steigen lässt. Empfohlen wird eine einfache Küchenwaage, um auch kleine Gegenstände - mit einer niedrigen Grammanzahl - zu protokollieren. Außerdem ist es nützlich eine Kleiderwaage zur Hand zu haben um auch größere Ausrüstungsgegenstände oder letztendlich den Gesamtrucksack wiegen zu können. Die Ergebnisse können in dafür vorgesehene Rucksackplanertools eingetragen werden, die man herunterladen kann oder sich einfach selbst bastelt. Mit diesen Hilfsmittel lassen sich alle Werte auflisten und eine grafische Übersicht erstellen, an der man anschließend rumhantieren kann um für seine Tour ein Optimum zu finden.

Ausrüstung austauschen

Wer einen vollen Geldbeutet hat, kann nach seinem Empfinden die bisher genutzten "schweren" und konventionellen Gegenstände durch leichtere austauschen. Der Outdoormarkt ist bekanntermaßen nicht gerade günstig, aber preislich unterscheidet sich Leichtwanderausrüstung kaum von herkömmlicher Ausrüstung. Ein Umstieg sollte aber nicht ad-hoc stattfinden, denn es ist ein anderer Umgang mit der neuen Ausrüstung zu erlernen. Leichtwanderausrüstung ist oft nicht so robust wie konventionelle Ausrüstung und sollte als komplettes System verstanden werden. Somit nützt mir ein ultraleichtes Windshirt wenig, wenn der Rucksack dermaßen schwer ist, dass ich es mir aufgrund des "sensibleren" Materials kaputt mache.

Anfangen kann man mit den vier schwersten Dingen einer Wanderausrüstung. Diese sind Isomatte, Schlafsack, Zelt und der Rucksack selbst. Optimiert man an diesen Stellen kann man schnell Gewicht einsparen. Die Isomatte wird zu einer 3/4 Matte (oder eine schwere Luftmatraze zu einer leichteren Schaumstoffmatraze), auf der nur der Torso liegt und der Kopf bspw. auf einem Ersatzkopfkissen und die Füsse auf dem Rucksack. Beim Schlafsack steigt man am besten auf Daune um. Die sind zum einen leichter als Kunstfaserschlafsäcke und erhöhen unglaublich den Schlafkomfort. Die Nässeempfindlichkeit umgeht man indem man diesen ordentlich lüftet, wasserdicht verpackt und mit einem Biwaksack kombiniert oder in einem Zelt oder einer Hütte schläft. Wenn man die Klamotten anbehält, kann der Schlafsack dünner und leichter ausfallen. Das Zelt tauscht man am besten gegen ein leichteres aus - wenn der Geldbeutel mitmacht, nutzt ein Tarp oder einen Biwaksack - sofern das Wetter es zulässt.

Zwei leichte Tarp anstatt ein schweres Zelt

Ein Zelt kann man zudem auf die Mitwanderer noch aufteilen. Somit trägt jeder nur die Hälfte und der Schlafkomfort ist gegeben. Die Ausrüstung aufzuteilen bietet sich natürlich in der Gruppe immer an und kann je nach Erfahrung und Teamgeist enorme Entlastung ergeben. Hat man diese Dinge optimiert reicht auch ein leichterer Rucksack aus. Auf dem Markt gibt es viele Ultraleichtrucksäcke, die sich im Gewicht um 2-3 kg von herkömmlichen Rucksäcken mit gleicher Größe unterscheiden. Wie diese sich jedoch tragen lassen und ob sie robust genug für mich wären kann ich leider noch nicht sagen, da ich noch nicht mutig genug war solch einen teuren Rucksack zu kaufen nur um vielleicht später zu sehen dass er recht schnell kaputt geht. Außerdem versteh ich nicht, warum kaum ein Rucksack wasserdicht ist. Ich habe mir sagen lassen, dass z.B. alle amerikanischen Rucksäcke (die UL Rucksäcke sind ja auch amerikanisch inspiriert) keine Regenhüllen dabei haben, weil die Amerikaner alle Sachen in wasserdichte Beutel stecken. Das klingt erstmal ziemlich einleuchtend. Ist es aber nicht so, dass bei stunden-/tagelangem Regen sich im Rucksack Wasserpfützen bilden, dieser sich vollsaugt oder wenn ich ihn in einen Fluß schmeiße untergeht (obwohl ich gelesen habe, dass Rucksäcke wenn sie gepackt sind nie untergehen - das habe ich aber auch noch nicht probiert)!?

Kein Ultraleichtrucksack - dafür aber wasserdicht!

Zur Kür des Leichtwanderns gehört letztendlich, die Rucksackbänder soweit wie möglich zu kürzen. Beispielsweise die Träger soweit, dass man diese noch mit dicken Klamotten tragen kann.

Bei den Wanderschuhen kann auch Gewicht eingespart werden - insbesondere wenn das Rucksackgewicht verringert wurde - denn mit leichterem Gepäck benötigt man auch keine schweren Schuhe, die einen stabilisieren müssen. Jedoch sollte man auch hier beachten wohin es geht. In den Bergen kann es schon passieren, dass ungeübte Trotter leichter umknicken und sich den Fuß verstauchen (das liegt aber auch zum Teil an Erschöpfung aufgrund der schweren Ausrüstung). Hier ist also ein Schuh mit hohem Schaft zu empfehlen. Auch können die leichteren und weniger robusten Wanderschuhe im Gebirge stärker beansprucht werden und durch scharfe Felskanten zerschnitten werden und somit kaputt gehen. Ist man in nassen Gebieten oder im Sumpf (warum auch immer) unterwegs sind leichte und schnelltrocknende Schuhe natürlich ideal.

Natürlich stöbern wir auch unglaublich gerne in den vielen Outdoorshops und möchten uns so einiges gerne zulegen. Wendet man sich jedoch einmal der Leichtwanderphilosophie zu und hat einfach genug vom schweren Rucksack, erkennt man schnell, dass man den Großteil der angebotenen Ausrüstung überhaupt nicht braucht. Aber davon muss man als Konsument erst einmal wegkommen. Denn was nützt mir ein Kamerastativ, wenn ich es mir ganz einfach aus einem Ast selbst herstellen kann und dieses im Notfall sogar noch verfeuern kann?

Eine kleinere und leichtere Kopflampe macht auch Licht

Was nützt mir eine schöne Petroliumlaterne, wenn ich eh schon eine Kopflampe habe oder eine Fackel bauen könnte? Viele haben keinen vollen Geldbeutel um teure Ausrüstung zu kaufen und somit kommen wir zum nächsten Punkt, der meiner Meinung nach viel wichtiger ist: das Weglassen.

Ausrüstung weglassen

Das Weglassen von Ausrüstungsgegenständen fällt einem anfangs einfach nur verdammt schwer. Je mehr Tourerfahrung man hat, umso mehr kann man auch weglassen. Der aufmerksame Trotter weiß was er wie oft und wann benötigt und auch wie er sich selbst helfen kann. Hier spielt es eine verdammt große Rolle, wo und wann die Wanderung stattfindet. Ist man in einem einsamen Landstrich unterwegs, mit wenig Schutzmöglichkeiten, starken Winden und unbeständigen Wetter ist es eher hilfreich ein Zelt mitzuhaben als einen Biwaksack.

In manchen Gegenden freut man sich über die Mitnahme eines Zeltes

Ist die Wandergegend sehr wasserreich wird nur eine kleine Wasserflasche oder auch gar keine benötigt. In bewohnteren Gebieten ist es auch möglich ab und zu eine Unterkunft anzusteuern. Dadurch kann der Schlafsack leichter ausfallen, die Essensrationen verkleinert werden und nur ein leichtes Tarp oder ein Biwaksack mitgenommen werden. Bei solchen Wanderungen ist ein 20 kg Rucksack unnötig!

Ein leichter Topf ist ideal für unterwegs und eine Tasse ist somit eigentlich unnötig. Eine Pfanne ist zu überlegen, wenn man selbst kochen möchte und kann auch zur Essensvielfalt beitragen. Ein Wasserkessel ist unnötig, wenn ein Topf vorhanden ist. Bei Wintertouren könnte dies jedoch nochmal überlegt werden um bspw. ständig heißes Wasser vorrätig zu haben und während des Essens Schnee zu schmelzen.

Warum eine Tasse mitnehmen, wenn man einen Topf dabei hat?

Ein Kocher ist unnötig, wenn man weiß, dass man ein Lagerfeuer machen oder regelmäßig irgendwo etwas essen gehen kann. Ein Holzkocher ist insofern praktisch, da man hier das Gewicht von Benzin/Spiritus/Gas einsparen kann. Beachten sollte man allerdings, dass die Wanderung in holzreichen Gebieten stattfindet und das Wetter einigermaßen trocken bleibt. Ich persönlich finde es viel schöner bei offenem Feuer zu kochen. Hinzu kommt, dass ein Holzkocher in der Regel nicht als "Lagerfeuer" gesehen wird, welches meist verboten ist.

Bei der Anzahl der Klamotten kann auch gespart werden, insbesondere wenn man die Möglichkeit hat diese unterwegs zu waschen und diese schnell trocknet. Bedenken sollte man aber, dass man in der schlechtmöglichsten vorstellbaren Situation immer noch genügend trockene Sachen dabei haben sollte. Besonders eine Mütze hat sich prima bewährt, da man über den Kopf die meiste Wärme verliert. Ist einem in der Rastpause kalt, reicht oft schon eine Mütze (anstatt ein dicker Pullover) aus um wieder warm zu werden. Beim gehen sollte man weniger Sachen anhaben, um nicht zu schwitzen und nasse Kleidung zu produzieren (und somit auch Wechselwäsche). Auch sollte der Trotter daran denken, dass die Klamotten am Körper bei einer guten Wetterperiode auch in den Rucksack passen müssen.

Eventuell kann auch eine Kleidungsschicht wegfallen, wenn man einen vielseitigen Schlafsack besitzt. Mein Exped Schlafsack bspw. ist dafür ideal, da ich durch ihn noch Arm- und Beinfreiheit besitze und ihn sozusagen als Daunenjacke/mantel nutzen kann. Wenn man im Wald unterwegs ist, ist ein Fernglas oder Fernrohr meist auch unsinnig - im Fjäll mit endlosen Weiten ist dies schon nützlicher. Wie oben schon erwähnt kann man sich eine Laterne sparen, wenn schon eine Stirnlampe vorhanden ist. Eines dieser riesigen Messer macht für mich derzeit auch keinen Sinn. Ich kann mich kaum erinnern während einer Wanderung groß ein Messer gebraucht zu haben. Somit reicht hier ein kleines vollkommen aus.

Ein kleines Messer reicht meist vollkommen aus

Ausrüstung mehrfach verwenden

Wie oben schon erwähnt ist es sehr hilfreich Ausrüstung mehrfach und für verschiedene Dinge zu verwenden. Ein Schlafsack kann zum Beispiel eine Daunenjacke ersetzen oder der Topf als Tasse genutzt werden. Ein Regenschirm kann vor Sonne und vor Regen schützen. Nachteilig ist beim Regenschirm natürlich, dass man eine belegte Hand (sofern man den Schirm nicht an sich befestigt) hat. Bei stürmischem Wetter oder auf einem Berg - wo man beide Hände benötigt - kann das zum Problem werden. Auch im Wald ist ein Schirm nicht immer sinnvoll, da die Bäume einen genügend vor Regen schützen können. Auch Wanderstöcke können mehrfach verwendet werden - sie können als Tarpgestell fungieren oder für einen stundenlangen Abstieg von einem Berg die Knie gut entlasten. Ein Poncho kann auch multifunktional genutzt werden. Zum einen ist es möglich ein Tarp daraus zu basteln und zum anderen ist es ein Regenschutz. Wir haben damit aber nicht so die prima Erfahrung gemacht, denn wir haben nach ein paar Metern tierisch angefangen zu schwitzen und anschließend in unserer eigenen Suppe geschwommen. Von uns aus nur bedingt empfehlenswert. Sandalen sind zwar ein zusätzliches Ausrüstungsteil, können aber sehr nützlich sein. Besonders für Flußdurchquerungen, duschen in unsauberen Herbergen oder um abends einfach aus seinen Wanderschuhen rauszukommen sind sie ideal. Eine feste und rutschsichere Sohle kann hier vor Stürzen schützen.

Fazit

Wie man sieht kann man sehr viel optimieren, insbesondere wenn die Wanderregion genau studiert wurde und die Ausrüstung dafür optimiert ist. Wichtig sind vor allem die Erfahrungen, die man während einer Tour sammelt und dass man danach die Sachen durchgeht, die man überhaupt nicht und sehr oft benutzt hat. Leichtwandern setzt somit eine kritische Auseinandersetzung mit seiner Ausrüstung und der Reiseregion voraus und idealerweise sollte so das Rucksackgewicht nach jeder Wanderung schrumpfen.


Kamis, 08 September 2011

Biwaksack - selbst gemacht!


Nachdem ich lange gesucht und viele Varianten von verschiedensten Biwaksäcken ausprobiert habe, stand nun das Selbermachen am Ende einer langen Odyssee. Da gab es PU beschichtete Plastikhüllen, gewachste Baumwollsäcke, atmungsaktive Markensäcke und den guten alten Bundeswehrbiwaksack.

Braucht man einen Biwaksack überhaupt?

Das Für und Wieder eines (Über)sacks über den Schlafsack - zum Schutz gegen Funken, Regen oder Schmutz - ist ein kompliziertes Thema. Dazu kommen Aspekte wie Gewicht, Preis, Komfort und vieles mehr. Klar ist: ein Biwaksack sollte schützen, wärmen, möglichst trocken bleiben (und den Trotter trocken halten) sowie robust sein.

PU beschichtete Biwaksäcke


Nach meinen Erfahrungen sind PU beschichtete Säcke nicht (oder nur für die Not) zu gebrauchen. Nachteile sind der viel zu viele Schweiß, Kondenswasser und der daraus resultierende nasse Schlafsack.

Die von mir getesteten Biwaksäcke von Jack Wolfskin (JW) und (ein geliehener) GoreTex könnten unterschiedlicher nicht sein: Die Preise liegen bei 80 und knapp 300 Euro. Die Kondenswasserbildung bei JW ist fatal und bei dem Biwaksack von GoreTex gleich null. Ich war darüber sehr enttäuscht, da ich von JW bisher besseres gewöhnt war. Und ein Preis von 300 Euro - mal ehrlich - da gibt es schon leichte Einmannzelte oder Tarps. Das kann es also auch nicht sein.

Biwaksäcke aus Baumwolle


Zu den Baumwollsäcken muss ich sagen, dass diese immer gut funktioniert haben. Ich besitze einen Biwaksack aus Teflon beschichtetem Möbelbezugsstoff und ein gewachstes gekauftes Modell. Mit etwas Mühe und Sorgfalt bewähren sich die Säcke aus Baumwolle recht gut bei Nässe, sind aber immer viel zu schwer.

Immer mit dabei!

Generell sollte man sich bei einer Tour zu zweit oder mit mehr Leuten überlegen, ob sich so etwas wie ein Biwaksack wirklich lohnt. Drei Biwaksäcke und Unterlegplanen plus ein entsprechendes Tarp wiegen mindestens genau so viel wie ein gutes Zelt. Man macht da also nicht wirklich was gut. Für mich ist ein Biwaksack jedoch so etwas wie das NonPlus Ultra im Bereich Trotten und Trekking. Für mich gibt es nichts schöneres, als so direkt in der Natur zu sein wie beim Schlafen in einem Biwaksack.

Überlegungen für den Bau eines Biwaksackes

Mir ging es nun darum die Vorteile von atmungsaktiven Stoffen zu nutzen, ohne viel Geld ausgeben zu müssen. Dabei galt es die Grenze von 70 Euro nicht zu überschreiten, denn dafür bekommt man ein Modell der Bundeswehr. Wenn man Glück hat und dieses vor 2005 gekauft wurde hat man etwas Gutes in der Hand. Die Modelle danach sind zwar atmungsaktiv aber wesentlich schlechter als die alten Varianten. Diese Bivy-Modelle sind ok aber eben nicht perfekt.

Also suchte ich nach einer Möglichkeit atmungsaktive Stoffe zu bestellen. In einem Forum stieß ich auf einen Anbieter von funktionalen Stoffen und Meterware verschiedenster Art. Das Angebot ist überraschend umfangreich und die Preise - da es oft Restbestände sind - recht günstig.

Ich entschied mich für eine einfache und unanfällige Variante in Trapezform ohne Reißverschluss. Reißverschlüsse erhöhen zwar den Komfort, lassen sich aber als Leihe sehr schwer verarbeiten und sind störanfällig. Mein Biwakack sollte groß genug sein um eine Isomatte mit hinein nehmen zu können und genug Platz für einen Schlafsack sowie Ein- und Ausstieg bieten. Ein einfacher Tunnelzug am Kopfende ersetzt die Kapuze, dabei sollte der Sack aber mindesten 20 cm länger sein als man selbst. So kann man sich darunter verkriechen und auch den Kopf bei Regen ohne Unterstand schützen. Optional kann man auch das Bodenteil am Kopfende länger lassen und so eine Kapuze entstehen lassen.

Schnittmuster

Nun ging es an die Arbeit:

Ich bestellte mit also je 2 laufende Meter eines 3 Lagen Laminatstoffes für das Oberteil und ein robustes, flexibles Lagenlaminat für das Unterteil. Dazu Garn und Tape um alles wasserdicht zu bekommen. Die Lieferung und die Ware sind wirklich top - da blüht das Trotterherz.

Schnelle und problemlose Lieferung

Der Vorteil eines 3 Lagen Laminates ist, dass es nicht abgefüttert (also mit einem zweiten Stoff versehen) werden muss, damit die Membran (die meist mikroporösen Beschichtungen lassen Wasserdampf entweichen, Wassertropfen aber nicht hindurch) nicht auf der Haut klebt. Dies ist unangenehm und verhindert auch die Atmungsaktivität. Zusätzlich benötigte ich noch einen Tanka (oder auch Kordelstopper) und eine 2 m lange Kordel.

Die Grundkenntnisse des Nähens sollten beherrscht werden. Wenn man aber Hilfe hat oder sich etwas auskennt, ist die von mir genähte Variante recht einfach herzustellen. Wer grob geradeaus nähen kann, der schafft auch den Saum und die drei Seiten.

Bauanleitung Schritt für Schritt!

Ober- und Unterteil wurden mit Nahtzugabe und Saumzugabe zugeschnitten.

Der Zuschnitt

An das Ende des Tunnels am Kopfteil habe ich je eine Öse angebracht. Diese soll den leichten Schnurzug gewärleisten und verhindern, dass der Stoff an dieser Stelle ausreißt. Jetzt wurde der Saum doppelt eingeschlagen und vernäht.

Ösen anbringen

Dann werden beide Stoffe auf links gelegt und die drei Seiten zusammen genäht.


Nun noch die Kanten versäubern (also im ZickZack Stich umnähen) und wenden. Zuletzt wird die Kurdel eingefädelt und Stopper befestigt. Fertig!

Kanten einfassen oder versäubern.

Tanka und Kordel

Nach etwa zwei Stunden Arbeit war es geschafft und auf den ersten Blick war alles super gelungen.


Genug Platz zum hineinschlüpfen.

Breit genug um eine Isomatte hinein zu legen.

Der erste Test: Die Badewanne!

Also ab damit in die Badewanne. Noch ließ ich die Nähte ungetapet (besteht als Option noch). Ich verwendete beim Nähen spezielles Garn, dass beim nass werden aufquillt und die Nähte verschließen soll. Aus Erfahrung weiß ich, dass das nur bedingt gut funktioniert. Aber diese Garn ist sehr stabil und schaden kann es nicht.


Und das Ergebniss?

Tropfen perlen gut ab.
Und auch Pfützen sind kein Problem.











Den Duschtest hat der Biwaksack gut bestanden. Kein Wasser im Sack. Wenn man ihn jedoch wendet und mit Wasser füllt, dringt es durch die Nähte. Diese werde ich wohl noch abtapen, wenn ich etwas Zeit übrig habe. An den Stellen an denen ich auf dem Stoff gestanden habe wurde die Innenseite des Sacks feucht. Das waren aber auch 70 Kilo auf ca. 10 cm² - da kann das passieren. Das Sitzen auf feuchtem Untergrund war kein Problem, allerdings handelte es sich nur um ca. fünf Minuten. Gespannt bin ich auf die erste Nacht im Sack als Dauertest. Wie ist das Klima und der Schlafkomfort? Klappt alles? Dazu aber später mehr.

Fazit zum Biwaksack selber bauen

Für ca. 77 Euro etwas teurer als gewollt (habe mich vom Stoff verführen lassen). Es ginge aber auch vergleichbar in schlichterer Farbe für 50 Euro komplett. Dazu ca. zwei Stunden Arbeit und bekommen habe ich einen schlichten aber praktischen Biwaksack. Atmungsaktiv, wasserdicht und winddicht. Ohne anfällige Reißverschlüsse zum einfachen zuziehen am Hals ohne Kapuze. Eine Isomatte passt mit hinein und auch für Winterschlafsäcke ist noch genügend Platz übrig. Insgesamt bei 550 g und einem vertretbaren Packmaß (ca. eine halbe Filmdose höher als die Abgebildete - ließ sich schlecht darstellen - also 26x8 cm).

Packmaß

Für mich hat sich der Aufwand auf jeden Fall gelohnt. Man bekommt zwar bereits atmungsaktive Säcke für um die 70 Euro zu kaufen, aber dann nicht mit dieser Stoffqualität und Funktionalität und so individuell gestaltet.

Ich bin gespannt auf Eure Meinungen und den Test in der Praxis.

Euer Kurt.


Senin, 18 Juli 2011

Frontier Pro Wasserfilter


Der Aquamira Frontier Pro ist der erste Wasserfilter den ich benutze und er gefällt mir nach einem praktischen Einsatz ziemlich gut. Er besitzt so ziemlich alle Eigenschaften die ich gesucht habe: geringe Anschaffungskosten und ein kleines und leichtes Packmaß. Somit ein ultraleichter Tipp.


Direkt aus der Quelle

Der an die 30 € teure Filter besteht aus dem primären Filterelement, einem Vorfilter - sowie vier Ersatzvorfilter - und einem Ansaugschlauch. Der Vorfilter verhindert es das Schmutz in den eigentlichen Filter dringt. Mittels des Ansaugschlauchs ist es möglich den Frontier Pro als eine Art Strohhalm mit integriertem Filter zu nutzen. Dazu wird der Schlauch an dem Wasserfilter befestigt, die Vorkappe abgenommen (diese ist durch eine Gummihalterung befestigt und kann somit nicht verloren gehen) und anschließend mittels des darunter befindlichen Beißventils aus einer Wasserquelle getrunken. Einfach und praktisch.

Fließen und filtern lassen

Die von mir bevorzugte zweite Art der Filterung geschieht mittels der Schwerkraft. Aufgrund des angebrachten 28 mm Gewindes passt der Wasserfilter auf die meisten Faltflaschen und somit benötigt man nur noch einen zusätzlichen Schlauch plus eine weitere (Falt)flasche. Also, Filter mittels des Gewindes auf die Faltflasche schrauben, das Beißventil entfernen und den zweiten Schlauch - der zur zweiten Wasserflasche führt - auf den Filter stecken - fertig. Anschließend die Flasche mit dem verschmutzten Wasser aufhängen und das Wasser fließen und filtern lassen. Der Wasserdurchlauf geht dabei sehr zügig von statten und der ungeduldige Trotter muss nicht lange auf sein Trinkwasser warten.














Fazit zum Frontier Pro Wasserfilter

Die vom Hersteller angegebene Höchstfiltermenge beträgt (je nach Verschmutzung) ca. 190 l Wasser. Der rund 60 g leichte Frontier Pro Wasserfilter enthält nach unseren Recherchen und laut Hersteller auch Aktivkohle, filtert jedoch nur bis zu 3 µm (also 0,003 mm) große Teilchen. Da viele Viren/Bakterien usw. aber meist viel kleiner sind raten wir dringend zusätzliche Hilfsmittel wie z.B. Micropur zu verwenden. Außerdem legen wir immer zusätzlich Wert auf einigermaßen optisch sauberes Wasser. Das ist natürlich alles sehr aufwendig - besonders wenn man durstig ist - aber es ist sicherer. Denn wer einmal durch unsauberes Wasser in eine unangenehmene Lage gekommen ist, versteht das sicher. Bei sehr verschmutzten und unsicheren Wasserquellen sollte hier eine bessere Wasserfiltervariante bevorzugt oder die Quelle gewechselt werden.

Guten Durst!