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Senin, 11 Juli 2011

Nachbesprechung zur Tschechientour


In meinem Artikel zur Tourplanung hatte ich schon eingehend berichtet wie wir unsere Tschechientour gestalten wollen und wie wir sie vorher geplant haben. Natürlich weicht man immer etwas von seiner eigentlichen Planung ab und viele Dinge die man sich vorgenommen hat werden letztendlich nicht durchgeführt - auch im Hinblick auf die kurze Dauer der Wandertour. Im eigenen Interesse und auch aufgrund der Leserpost wollen wir in unserer Nachbesprechung auf unsere Planung zurückkommen und berichten was funktioniert hat, was eher schlecht war, welche Ausrüstung wir gebraucht oder nicht gebraucht haben.

Haben die Wanderkarten ihren Zweck erfüllt?

(Jaddar) Die Böhm-Wanderkarten haben mich sehr überzeugt. Sie sind extrem detailliert, zeigen so gut wie jeden noch so kleinen Wanderweg, haben ein kleines Packmaß und sind schön anzuschauen. Mit ihnen konnte ich sehr gut den Anfang und das Ende unserer Tour planen.

Sehr schöne und hilfreiche Wanderkarte

Warum passen die Streckenangabe nicht zu den Höhenprofilen?

(Jaddar) Mittels dem Programm MapSource lese ich die GPS Daten ein und lasse mir die Strecke dort anzeigen. Da wir nicht nur spektakulär auf und ab gewandert sind sondern auch mal einigermaßen gerade Strecken, passiert es das das Höhenprofil natürlich extrem langweilig aussieht (und MapSource es mir - warum auch immer - einfach nur als gerade Linie anzeigt). Somit habe ich den Ausschnitt vergrößert und dadurch wird natürlich nur ein bestimmter Abschnitt angezeigt und nicht die komplette Strecke.

Langweiliges Höhenprofil
Vergrößerter Ausschnitt der Strecke










Hat das GPS durchgehalten?

(Jaddar) Nach und während dieser Wanderung war ich sehr zufrieden mit meinem GPS Gerät. In erster Linie lag das nun an den neu gekauften Lithium Batterien mit dem das Gerät nun endlich die vom Hersteller versprochene Zeit durchhält. Die Batterien hielten von Samstag bis Mittwoch, wobei ich das Gerät an manchen Tagen oft benutzt habe. Bei längeren Pausen und in der Nacht wurde es natürlich ausgeschaltet. Für die Streckennachbereitung, Tourstatistiken und Wegfindung unterwegs hat es wiedereinmal sehr gute Dienste geleistet. Als Karte habe ich die frei verfügbare Reit- und Wanderkarte genutzt. Zwar habe ich festgestellt das einige Wege noch nicht verzeichnet sind, aber das kann ich selbst nachholen da an der Karte mitgearbeitet werden kann.


Wie hat sich die Ausrüstung bewährt?

Rucksack

(Jaddar) Ich war mit den Dingen die ich mitgenommen habe sehr zufrieden. Mein Rucksack Exped Mountain Pro 50 hat sehr gute Dienste geleistet. Auch wenn er keine Außentaschen hat, ist es durch die angebrachten Schlaufen und Schnallen optimal um dort Gegenstände zu befestigen. Das sieht zwar abenteuerlich aus, ist aber ziemlich praktisch.


Isomatte, Biwak- & Schlafsack

(Jaddar) Anders als in der Ausrüstungsliste zur Vorbereitung aufgelistet, habe ich doch noch meinen Biwaksack mitgenommen. Ich musste ihn einfach mal ausprobieren, insbesondere in Kombination mit dem Tarp ist er sehr hilfreich. Aufgrund der Temperaturen habe ich meinen Schlafsack kaum gebraucht und der Biwaksack ist fast immer völlig ausreichend gewesen (zur Not zieht man noch ein Fleece an) - die Ausrüstungsliste kann man für warme Jahreszeiten hier noch gut optimieren. Meine NeoAir Isomatte machte keine Probleme aber sie ist mir auf Dauer nicht zu kurz! sondern eher zu schmal und zu hoch. Hier werde ich mich doch nach einer neuen umsehen.

Schlafsack

(Kurt) Mein Schlafsack (Sommervariante) war viel zu warm. Die ersten zwei Nächte ging es gar nicht und ich war ständig wach. Da es die folgenden Nächte etwas kühler war verbesserte sich die Lage. Im Ganzen muss ich sagen, hätte es eine leichte Decke und ein Biwaksack auch getan. Vom Packmaß her geht es aber nicht kleiner. Es sei denn man schläft in Kleidung und Biwaksack. Aber dazu später mehr.

Tarp

(Jaddar) Die Tarps lassen sich problemlos zusammenknüpfen. Hier hatten wir nur einmal das Problem mit dem Regen an einer undichten Nahtstelle. Woran es jedoch ganz genau lag und warum das zweite Tarp dicht ist, konnten wir zu dem Zeitpunkt nicht feststellen. Der Bivy-Poncho ist ja mit aufquellendem Baumwoll- und Polyesterfaden genäht und sollte prinzipiell auch gestrafft die Nahtlöcher nicht öffnen - soweit zur Theorie.

Die undichte Stelle am Tarp

Regenjacke & -hose, Softshell, Isolation

(Jaddar) Meine Regenjacke und -hose habe ich nicht gebraucht. Ein einfaches Softshell reicht bei solch einem Wetter völlig aus - sofern man nicht im Regen weiterwandern will. Der Primaloftpullover ist unheimlich praktisch - kleines Packmaß und hält sehr warm in kühlen Nächten. Auch kann man diesen als einfaches Kopfkissen verwenden.

(Kurt) Zum Thema Kopfkissen: Es reicht wenn man ein Baumwollsäckchen (oder was sich angenehm anfühlt) mitnimmt. Dort die Kleidung des Tages verstaut und man hat ein sehr nützliches Kissen. Von der Nutzung des Kompressionssacks vom Schlafsack würde ich abraten. Die oft wasserdichten Beutel lassen keine Luft in (und aus dem) Ohr, was sich mitunter sehr unangenehm anfühlt.

(Jaddar)Anonsten kommt man bei einer Wanderung mit sehr wenig Wäsche aus - sofern man unterwegs waschen kann und die Kleidung genug Zeit zum trocknen hat. Hier kann man sehr viel Gewicht und Packmaß einsparen. Das ist vielleicht nicht für jeden was, aber unterwegs riecht man sich selbst eh nicht.

Wie lief die Streckengestaltung ab?

(Jaddar) Mit den täglichen Streckenkilometern bin ich ganz zufrieden. Aufgrund der Hitze und der Durchquerung der sächsischen Schweiz muss man sich vor Augen führen, das hier nur ein langsames Vorankommen möglich war. Allein die täglichen Höhenmeter waren zeitweise ziemlich quälend. Was mir nicht so gut gefallen hat ist die Tatsache das in Tschechien soviele Wanderwege entlang von Straßen führen.


Wie habt ihr die Trinkwasserversorgung geregelt?

(Jaddar) Besonders bei diesem warmen Wetter und den relativ langen Strecken ist es extrem wichtig auf genügend Trinkwasser zu achten. Sobald es in die Berge geht - oder wie hier in die sächsische Schweiz - werden die Quellen meist sehr knapp und Trinkwasser muss mitgeführt werden. Hier muss man bedenken das nicht allein Wasser um den Durst zu stillen mitgeschleppt werden muss, sondern auch um am Abend eine Suppe zu machen oder um sich zu waschen. Rationierung ist also sehr wichtig.

(Kurt) Dazu empfehle ich die Mitnahme eines kleinen Outdoorhandtuches oder eines kleinen Waschlappens. So kann man sich mit wenig Wasser recht gut sauber halten. Den Lappen einfach in eine Tüte und bei nächster Gelegenheit auswaschen und trocknen. So übersteht man bis zu drei Tage, ohne ganz aus der Form zu geraten.

(Jaddar) Es kann also passieren, dass man - wie wir - drei bis vier Liter Wasser auf den Berg trägt. Dadurch wird der Rucksack natürlich nochmal sehr viel schwerer. Am besten ist es also die Tour schnell mit Wasserquellen zu verbinden. Hat man dies geschafft ist nur noch ein Wasserfilter notwendig. Ich habe den Frontier Pro-Wasserfilter der vor allem klein und handlich ist. Mit 57 g ist er vor allem sehr leicht und sowie ich das verstanden habe auch mit Aktivkohle bestückt. Wer der Sache nicht ganz traut, achtet zusätzlich darauf das die Quelle optisch sauber aussieht, fließend ist und benutzt Micropur oder kocht das Wasser zusätzlich ab.

Welcher Gegenstand war der überraschendste während der Tour?

(Jaddar) Der überraschendste Gegenstand während dieser Tour war mein Vargo Titanium Hexagon Wood Stove - Holzkocher. In der Ultraleichtszene werden ja meist Spirituskocher mit genau abgezählten Brennstoff verwendet. Ich wollte noch ein Stufe weitergehen - mit noch weniger Luxus - denn Brennstoff für den Holzkocher gibt es überall und Holz kann man problemlos unterwegs sammeln. Bedenken sollte man natürlich immer - was passiert wenn es regnet und alles nass ist?! Auch kann man nicht immer mit einem Holzkocher gut arbeiten, insbesondere dauert es etwas länger eh er an ist und auf die Waldbrandstufe ist auch zu achten. Nichtsdestotrotz hat er wunderbar funktioniert und ich bin sehr sehr zufrieden mit ihm. Einen Vorteil hat er außerdem in Bezug auf die meisten Hobo- und Bushbuddy-Kocher: Er lässt sich problemlos zusammenfalten und hat somit ein erstklassiges Packvolumen! Wer es also noch etwa mehr naturbelassener und eine Stufe vor dem richtigen Lagerfeuer haben möchte, dem kann ich einen Holzkocher nur empfehlen.


(Kurt) Leider ist mein überraschendster Gegenstand eine Enttäuschung gewesen - meine neue, zum ersten mal benutzte Nalgene 3 Liter Faltflasche. Am fünften Tag war sie hin. Sicher wurde sie geknickt und auch geknauscht, aber sicher nicht schlecht behandelt. Zum Glück hatte ich alles im Rucksack einzeln wasserdicht verpackt und eine kleine Aluflasche zusätzlich mit, sonst wäre meine Laune noch viel mieser gewesen. Ich werde nur noch mit Alu oder Edelstahlflaschen losziehen!

Welcher Gegenstand war der praktischste während der Tour?

(Jaddar) Das vom Kollegen Kurt gebaute Foto-Stativ fand ich am praktischsten. Es hat einfach wunderbar funktioniert und hätte im Notfall auch noch als Brennmaterial nutzen können.


(Kurt) Obwohl ich mein Hemd schon längere Zeit besitze und immer recht zufrieden war, muss ich im Nachhinein wirklich sagen, dass ich mehr als zufrieden bin. Es trocknet unglaublich schnell, hält dank seiner Ausrüstung Mücken fern und lässt sich in allen Varianten dem Wetter anpassen. Bei Hitze Ärmel hoch, bei Kälte Ärmel runter, in der Stadt zugeknöpft und zum trocknen am Rucksack fest gemacht. Hat wirklich überzeugt und riechen tut es auch nicht.

(Jaddar) Für den letzten Satz lege ich nicht meine Hand ins Feuer!


Welcher Gegenstand war der unwichtigste oder unpraktischste während der Tour?

(Jaddar) Meine Regenhose - ich habe sie einfach nicht gebraucht.

(Kurt) Bis jetzt haben mir meine Meindl Wanderstiefel immer gute Dienste geleistet - bis jetzt. Keine Frage: guter Halt, keine Blasen - aber die Wärme war unerträglich. Die Füße kochten und ich wünschte mir jeden Abend einen luftigeren Wanderschuh..... Das nächste Mal.

Gibt es einen Test zur Trekkingnahrung?

(Jaddar) Zur Trekkingnahrung die wir dabei hatten gibt es noch einen gesonderten Bericht. Ich kann nur soviel sagen das mir das selbstgemachte Essen und die Globetrotter Hausmarke am besten geschmeckt haben. Die andere Trekkingnahrung war vergleichsweise nochmal teurer und macht auch nur unzureichend satt.

Wie und wo habt ihr übernachtet?

(Jaddar) Im Nationalpark sollte man mit Übernachtungen und mit dem Feuermachen äußerst vorsichtig sein, denn sonst drohen empfindliche Geldstrafen. In der sächsischen Schweiz nutzten wir noch die Boofen, danach jedoch wurde es schon etwas eng mit dem biwakieren. Somit mussten wir notgedrungen auf eine Mischung von wild-campen, Zeltplatz und Bettenlager zurückgreifen.

Was gibt es sonst noch zu sagen?

(Jaddar) Das Reparaturset haben wir nicht benötigt. Erste Hilfe wurde durch eine fiese Zecke und einer Blase notwendig. Also nix aufregendes. Packbeutel finde ich immer wieder sehr praktisch. Zum einen sind sie wasserdicht und zum anderen ermöglichen sie eine einfache und übersichtliche Organisation im Rucksack und können als Kopfkissen dienen. Ansonsten brauche ich ein größeres Handtuch, meines war eindeutig zu klein. Badelatschen oder etwas ähnliches sind äußerst nützlich, wenn man nach einem langen Marsch vor seinen stinkenden Wanderschuhen fliehen möchte.



Selasa, 28 Juni 2011

Trottert(r)ip Einmal Tschechien und zurück Tag 5 - 9


Dies ist nun der zweite Teil unserer Tschechientour und enthält die Tage 5 - 9 und die Strecke von Jablonne - Kunratice u Cvikova - Cvikov - Radvanec - Sloup v Cechach (Ü) - Novy Bor - Kamenicky Senov (Ü) - Ceska Kamenice - Stara Oleska (Ü) - Srbska Kamenice - Vysoka Lipa - Mezni Louka (Ü) - Edmundsklamm - Hrensko


Tag 5 - Jablonne - Kunratice u Cvikova - Cvikov - Radvanec - Sloup v Cechach

4.44 Uhr wacht der Trotterkollege auf und macht sich auf die Suche nach einem Frühstück. Hier ist nur festzuhalten, dass man den tschechischen Brötchenbus heranwinken muss, um auch welche zu bekommen. Nunja, somit gibt es Milchreis. Auch ist festzuhalten, dass auf einigen tschechischen Toiletten die Regel gilt: Erst in Sicherheit bringen, dann spülen!


Es nieselt und es ist frisch. Wir trotten weiter Richtung Jablonne und anschließend Richtung Westen nach Novy Bor. Gegen Mittag hat sich das Wetter verbessert und die Sonne brennt wiedereinmal wie verrückt. Unterwegs sammeln wir wieder etwas trockenes Holz für den Kocher, der sich wunderbar bewährt hat.












Wieder einmal führt uns der Wanderweg die Straße entlang. Gegen Nachmittag jeodch bessern sich die Wege und wir genießen die schöne Natur mit ihren Wiesen und Tierchen.












Wir steuern diesmal einen Zeltplatz an, müssen jedoch 18.05 Uhr feststellen, dass dieser Punkt 18 Uhr geschlossen hat. Das ist sehr ärgerlich, da es hier kaum Möglichkeiten gibt ein geeignetes Nachtlager aufzuschlagen. Nachdem wir jemanden gefunden haben, den wir fragen könnten ob es möglich sei uns dennoch niederzulassen, hat er uns auch schon in sein Auto gepackt und fährt uns zur nächsten Herberge im Dorf. Da uns die Füße heute besonders schmerzen und es auch noch stark anfängt zu regnen beschließen wir zu bleiben. Die Herberge ist ein absolutes Drecksloch und zu unserem Schrecken hat sich auch noch eine Faltflasche im Rucksack des Trotterkollegen entleert. Durch die separat wasserdicht eingepackten Gegenstände ist die Sache jeodch nicht ganz so schlimm und die Laune steigt wieder. Wir nutzen die Gelegenheit und gehen abends in einem Nahe gelegenen Restaurant ordentlich etwas trinken. Mein GPS Gerät hat es übrigens bis heute durchgehalten und es müssen erst für den nächsten Tag neue Batterien hinein.


Erkenntnis des Tages: Verpacke deine Ausrüstung wasserdicht
Strecke: 30 km


Tag 6 - Novy Bor - Kamenicky Senov

Halb neun geht es weiter und wir gönnen uns unterwegs noch einen Kaffee und bekommen von der Shopinhaberin noch zwei Muffins geschenkt. Die Gastfreundschaft der älteren Personen in Tschechien ist wirklich toll. Die meisten sind sehr freundlich und helfen sehr gerne. Sich auf Englisch zu unterhalten braucht der sprachbegabte Trotter übrigens gar nicht erst versuchen - deutsch oder tschechisch, was anderes kommt nicht in die Tüte.


Nicht so freundlich sind hingegen die Hunde. Wir werden aber auch von jedem angekläfft und sind froh, dass uns meistens ein Zaun trennt. Das Wetter ist frisch und bewölkt - also gut zum wandern. In Kamenicky Senov trinken wir ein frisches Bier und knüpfen Kontakt zur tschechischen Bevölkerung. Und schwupps war der Trotterkollege weg - so schnell konnt ich gar nicht reagieren. Als er wiederkam erfuhr ich, dass der sehr freundliche tschechische alte Mann mit der Vodka Flasche im Auto ihm die nächstbeste Unterkunft gezeigt hatte. Auf die Frage ob er als Dank ein Bier spendiert haben möchte verneinte er, mit dem Hinweis er habe genug Bier...












Erkenntniss des Tages: Sei freundlicher zu Reisenden
Strecke: 18 km

Tag 7 - Ceska Kamenice - Stara Oleska

Über Ceska Kamenice geht es heute an den Stara Oleska. Heute haben wir uns eine kurze Strecke vorgenommen und sind schon gegen 3 Uhr an unserem Tagesziel angelangt.












Wir nutzen die Zeit um zu schnitzen, zu kochen, das Wetter zu genießen und im erfrischenden See zu baden. Auch bin ich auf der Suche nach Grashüpfern und finde jedoch nur viel zu kleine, so dass es nur für einen kleinen Snack reicht.





















Erkenntnis des Tages: Geröstete Grashüpfer schmecken nach verbranntem Gras
Strecke: 15,7 km

Tag 8 - Srbska Kamenice - Vysoka Lipa - Mezni Louka

Bei Sonnenschein ziehen wir weiter, aber schon gegen Mittag zieht eine Regenfront auf und lässt uns Pause machen. Heute geht es nach Mezni Louka, also zurück in die böhmische Schweiz Richtung Deutschland.












Die Landschaft verändert sich wieder und wir durchqueren schöne Wälder und erfrischende Flüsse. Im Laufe des Tages wird es wieder richtig sonnig und schön. Es geht viel bergauf und bergab und wir genießen einfach nur die Natur.





















Unser Tagesziel erreichen wir gegen 5 Uhr und bauen sogleich unsere Tarps auf und lüften unsere Ausrüstung. Wir lassen es uns noch kräftig schmecken und leeren unsere restlichen Lebensmittel bevor ein starker Regen auf uns nieder geht.












Diese Nacht bemerken wir das erste Mal, dass ein Tarp nicht komplett dicht ist und das Wasser durch die zugeschnürte Öffnung des Ponchos tropft. Das ist äußerst ärgerlich und wir können auch den Grund dafür nicht finden. Somit rücken wir etwas näher zusammen und sammeln das einfließende Regenwasser für den nächsten Morgen.


Erkenntnis des Tages: Kaufe ein richtiges Tarp und keines mit doppelter Funktionalität
Strecke: 16,7 km



Tag 9 - Edmundsklamm - Hrensko

Heute wollen wir durch die Edmundsklamm wandern. Es ist jedoch nicht sicher ob diese überhaupt geöffnet hat. Das ist uns aber ersteinmal egal und wir machen uns trotzdem auf den Weg dorthin.


Der Wanderweg ist wirklich sehr schön und die Schlucht eine Augenweide. Leider ist der Fährbetrieb wirklich geschlossen und wir müssen den Weg zurückgehen. Der restliche Weg führt uns Richtung Prebischtor, das wir aufgrund der vielen Touristen aber links liegen lassen. Nur noch wenige Meter sind es von dort bis Hrensko, von wo aus wir die Fähre auf die andere Seite der Elbe nehmen und die Heimfahrt antreten.


Erkenntnis des Tages: Meide die Wege der Touristen
Strecke: 14,1 km



Jumat, 24 Juni 2011

Trottert(r)ip Einmal Tschechien und zurück Tag 1 - 4


Der Bericht zu unserer Tschechien Tour wird in zwei Artikeln erscheinen. In der Trotter-Kurz-Info wurde schon die grobe Tourstatistik erfasst - insgesamt waren wir 9 Tage unterwegs, wobei jeweils der erste und der letzte Tag nur als halbe Tage bzw. An- und Abreise zählen.

Dieser Post enthält die Tage 1 - 4 und die Strecke von Bad Schandau - Nähe Bussardboofe (Ü) - Am Zeughaus - Grenzübergang an der Kirnitzsch - Na Tokani (Ü) - Doubice - Rybniste (Ü) - Jedlova - Nova Hut - Nadeje - Marenice - Hermanice (Ü)


Tag 1 - Bad Schandau - Nähe Bussardboofe

Los ging es in Bad Schandau, sächsische Schweiz - brennende Hitze, Schweiß, Sonne und dazu steile Berge prägten diesen Tag. Steil hinauf ging es zu den Schrammsteinen. Schwitzend quälten wir uns bergauf und bestaunten die wunderbare Landschaft.


An der Schrammsteinaussicht gehen wir vorbei, denn in der Ferne zieht ein schweres Gewitter herauf und wir versuchen eine Boofe zu finden bevor es auf uns niederprasselt. Mit Hilfe der Böhm Wanderkarten und GPSMap 62s manövrieren wir durch die Kletterlandschaft.












Die angestrebte Bussardboofe finden wir auf Anhieb nicht und das Gewitter erwischt uns voll, so dass wir schnellstmöglich einen Unterschlupf finden müssen und ersteinmal ein Stück bergab gehen. Der Regen hält sich in Grenzen, jedoch gibt es höllische Blitze und krachenden Donner über uns. Wir beziehen eine sehr kleine Boofe und warten das Ende des Gewitters ab.


Da die Bussardboofe - wie erwartet - schon besetzt ist, gehen wir etwas zurück und suchen uns einen netten Unterschlupf in einer anderen ruhigen und schön gelegenen Ecke. Nun machen wir uns ein großartiges Abendmahl und bereiten unser Nachtlager mit etlichen Mücken vor.

Erkenntnis des Tages: Bei Gewitter verlasse den Berg
Strecke: 10,2 km

Tag 2 - Am Zeughaus - Grenzübergang an der Kirnitzsch - Na Tokani

Um 7.30 Uhr erwache ich - müde, mit Kreuzschmerzen und zwitschernden Vögeln. Im Juni ist es ausreichend warm um auch ohne Schlafsack wandern zu gehen. Diese Nacht nutzte ich meinen Biwaksack, der völlig ausreichend war. Wird es nachts trotzdem etwas frischer zieht man sich einfach einen Pullover über - ein großer Schlafsack ist somit nicht unbedingt nötig.


Es gibt frischen Kaffee und ich plane die heutige Tour durch etliche Stiegen bis über die Grenze nach Tschechien in die böhmische Schweiz. Unser Wasser geht langsam zur Neige und es wird Zeit eine Quelle zu suchen, um unsere Vorräte aufzufüllen. Hierbei nutze ich gleich meinen Frontier Pro-Wasserfilter (plus Micropur), der schnell und hinreichend funktioniert.












Gegen Mittag erreichen wir das Zeughaus, gönnen uns ein kühles Radler und ein tolles Mittagessen. Wir genießen die kurze Erholungspause, da auch der heutige Tag wieder unglaublich warm ist. Am Zeughaus gibt es übrigens die Möglichkeit die Böhm Wanderkarten direkt zu kaufen - eine schöne Sache.















Nachdem wir die Grenze nach Tschechien überschritten haben und die Bestimmungen für Nachtlager sehr streng und undurchsichtig sind, beschließen wir schweren Herzens uns ein Bettenlager zu suchen und werden auch schon im zweiten Anlauf fündig. Die heutige Strecke war ziemlich anstrengend und lang. Die Hitze und die Anstiege haben uns ziemlich zu schaffen gemacht. Bisher haben wir in den zwei Tagen einen Anstieg von 1.271 m hinter uns heute sind wir 26,5 km durch ein paar wirklich sehr schöne Ecken der sächsischen Schweiz gewandert.


Erkenntnis des Tages: Ein Biwaksack reicht im Sommer völlig aus
Strecke: 26,5 km


Tag 3 - Doubice - Rybniste

Die heutige Tour war ziemlich kurz. Wir trotteten durch das kleine Dörfchen Doubice bis nach Rybniste. Der Weg zog sich hin und uns erwartete an diesem Tag wieder sehr viel Sonne und sehr viel Straße. Das wird uns die nächsten Tage noch öfter erwarten - viele Wanderwege, die sich an den Straßen Tschechiens entlangziehen. Das ist nicht besonders schön.












Wir nutzen die frühe Ankunft an unserem Tagesziel und besuchen die Stadt Krasna Lipa. Hier kaufen wir noch etwas Schokolade und schauen uns die leerstehenden Fabriken an, die es in großer Anzahl gibt.












Erkenntnis des Tages: Das Stadtzentrum kennzeichnet meistens eine Kirche
Strecke: 20,5 km


Tag 4 - Jedlova - Nova Hut - Nadeje - Marenice - Hermanice

Zum Frühstück gibt es Kaffee und Milchreis. Das Wetter ist wie erwartet bewölkt, etwas regnerisch, windig und kühl. Aber das macht nichts, denn eine Tagestour ohne glühende Hitze ist uns ganz recht.












Unterwegs üben wir noch, die GPS Koordinaten auf unsere Wanderkarte zu übertragen. Das funktioniert soweit ganz gut und die Koordinaten lassen sich fast genau abbilden. Mein Navigationsgerät hält auch am 4ten Tag noch prima durch. Die neuen Lithium Batterien sind optimal dafür. Ich bin sehr froh darüber, denn ich hatte schon die Befürchtung, dass das Gerät nach zwei Tagen den Geist aufgibt. Punkt 12 Uhr kommen wir in Jedlova - an einem Bahnhof - an und gönnen uns ein typisches tschechisches Mittagessen mit böhmischen Knödeln und Gulasch - herrlich.












Nach unserem hervorragenden Mahl geht es weiter und wir finden nun in der Umgebung immer wieder Bunker des sogenannten Tschechoslowakischen Walls - einer Grenzbefestigung, die auch als Schöberlinie bezeichnet wird.












Am Nachmittag wird es wieder unheimlich warm. An einem idyllischen Fluss machen wir eine lange Pause mit Kaffee und Müsli und fangen an verschiedene Dinge zu schnitzen.





















Gegen halb neun schlagen wir in Hermanice unser Nachtlager auf. Unsere Tarps knüpfen wir wieder einmal zu einem großen zusammen und lassen den Tag ausklingen.


Erkenntnis des Tages: An unscheinbaren Orten findet man meist das beste Essen
Strecke: 27,6 km