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Senin, 11 Juli 2011

Nachbesprechung zur Tschechientour


In meinem Artikel zur Tourplanung hatte ich schon eingehend berichtet wie wir unsere Tschechientour gestalten wollen und wie wir sie vorher geplant haben. Natürlich weicht man immer etwas von seiner eigentlichen Planung ab und viele Dinge die man sich vorgenommen hat werden letztendlich nicht durchgeführt - auch im Hinblick auf die kurze Dauer der Wandertour. Im eigenen Interesse und auch aufgrund der Leserpost wollen wir in unserer Nachbesprechung auf unsere Planung zurückkommen und berichten was funktioniert hat, was eher schlecht war, welche Ausrüstung wir gebraucht oder nicht gebraucht haben.

Haben die Wanderkarten ihren Zweck erfüllt?

(Jaddar) Die Böhm-Wanderkarten haben mich sehr überzeugt. Sie sind extrem detailliert, zeigen so gut wie jeden noch so kleinen Wanderweg, haben ein kleines Packmaß und sind schön anzuschauen. Mit ihnen konnte ich sehr gut den Anfang und das Ende unserer Tour planen.

Sehr schöne und hilfreiche Wanderkarte

Warum passen die Streckenangabe nicht zu den Höhenprofilen?

(Jaddar) Mittels dem Programm MapSource lese ich die GPS Daten ein und lasse mir die Strecke dort anzeigen. Da wir nicht nur spektakulär auf und ab gewandert sind sondern auch mal einigermaßen gerade Strecken, passiert es das das Höhenprofil natürlich extrem langweilig aussieht (und MapSource es mir - warum auch immer - einfach nur als gerade Linie anzeigt). Somit habe ich den Ausschnitt vergrößert und dadurch wird natürlich nur ein bestimmter Abschnitt angezeigt und nicht die komplette Strecke.

Langweiliges Höhenprofil
Vergrößerter Ausschnitt der Strecke










Hat das GPS durchgehalten?

(Jaddar) Nach und während dieser Wanderung war ich sehr zufrieden mit meinem GPS Gerät. In erster Linie lag das nun an den neu gekauften Lithium Batterien mit dem das Gerät nun endlich die vom Hersteller versprochene Zeit durchhält. Die Batterien hielten von Samstag bis Mittwoch, wobei ich das Gerät an manchen Tagen oft benutzt habe. Bei längeren Pausen und in der Nacht wurde es natürlich ausgeschaltet. Für die Streckennachbereitung, Tourstatistiken und Wegfindung unterwegs hat es wiedereinmal sehr gute Dienste geleistet. Als Karte habe ich die frei verfügbare Reit- und Wanderkarte genutzt. Zwar habe ich festgestellt das einige Wege noch nicht verzeichnet sind, aber das kann ich selbst nachholen da an der Karte mitgearbeitet werden kann.


Wie hat sich die Ausrüstung bewährt?

Rucksack

(Jaddar) Ich war mit den Dingen die ich mitgenommen habe sehr zufrieden. Mein Rucksack Exped Mountain Pro 50 hat sehr gute Dienste geleistet. Auch wenn er keine Außentaschen hat, ist es durch die angebrachten Schlaufen und Schnallen optimal um dort Gegenstände zu befestigen. Das sieht zwar abenteuerlich aus, ist aber ziemlich praktisch.


Isomatte, Biwak- & Schlafsack

(Jaddar) Anders als in der Ausrüstungsliste zur Vorbereitung aufgelistet, habe ich doch noch meinen Biwaksack mitgenommen. Ich musste ihn einfach mal ausprobieren, insbesondere in Kombination mit dem Tarp ist er sehr hilfreich. Aufgrund der Temperaturen habe ich meinen Schlafsack kaum gebraucht und der Biwaksack ist fast immer völlig ausreichend gewesen (zur Not zieht man noch ein Fleece an) - die Ausrüstungsliste kann man für warme Jahreszeiten hier noch gut optimieren. Meine NeoAir Isomatte machte keine Probleme aber sie ist mir auf Dauer nicht zu kurz! sondern eher zu schmal und zu hoch. Hier werde ich mich doch nach einer neuen umsehen.

Schlafsack

(Kurt) Mein Schlafsack (Sommervariante) war viel zu warm. Die ersten zwei Nächte ging es gar nicht und ich war ständig wach. Da es die folgenden Nächte etwas kühler war verbesserte sich die Lage. Im Ganzen muss ich sagen, hätte es eine leichte Decke und ein Biwaksack auch getan. Vom Packmaß her geht es aber nicht kleiner. Es sei denn man schläft in Kleidung und Biwaksack. Aber dazu später mehr.

Tarp

(Jaddar) Die Tarps lassen sich problemlos zusammenknüpfen. Hier hatten wir nur einmal das Problem mit dem Regen an einer undichten Nahtstelle. Woran es jedoch ganz genau lag und warum das zweite Tarp dicht ist, konnten wir zu dem Zeitpunkt nicht feststellen. Der Bivy-Poncho ist ja mit aufquellendem Baumwoll- und Polyesterfaden genäht und sollte prinzipiell auch gestrafft die Nahtlöcher nicht öffnen - soweit zur Theorie.

Die undichte Stelle am Tarp

Regenjacke & -hose, Softshell, Isolation

(Jaddar) Meine Regenjacke und -hose habe ich nicht gebraucht. Ein einfaches Softshell reicht bei solch einem Wetter völlig aus - sofern man nicht im Regen weiterwandern will. Der Primaloftpullover ist unheimlich praktisch - kleines Packmaß und hält sehr warm in kühlen Nächten. Auch kann man diesen als einfaches Kopfkissen verwenden.

(Kurt) Zum Thema Kopfkissen: Es reicht wenn man ein Baumwollsäckchen (oder was sich angenehm anfühlt) mitnimmt. Dort die Kleidung des Tages verstaut und man hat ein sehr nützliches Kissen. Von der Nutzung des Kompressionssacks vom Schlafsack würde ich abraten. Die oft wasserdichten Beutel lassen keine Luft in (und aus dem) Ohr, was sich mitunter sehr unangenehm anfühlt.

(Jaddar)Anonsten kommt man bei einer Wanderung mit sehr wenig Wäsche aus - sofern man unterwegs waschen kann und die Kleidung genug Zeit zum trocknen hat. Hier kann man sehr viel Gewicht und Packmaß einsparen. Das ist vielleicht nicht für jeden was, aber unterwegs riecht man sich selbst eh nicht.

Wie lief die Streckengestaltung ab?

(Jaddar) Mit den täglichen Streckenkilometern bin ich ganz zufrieden. Aufgrund der Hitze und der Durchquerung der sächsischen Schweiz muss man sich vor Augen führen, das hier nur ein langsames Vorankommen möglich war. Allein die täglichen Höhenmeter waren zeitweise ziemlich quälend. Was mir nicht so gut gefallen hat ist die Tatsache das in Tschechien soviele Wanderwege entlang von Straßen führen.


Wie habt ihr die Trinkwasserversorgung geregelt?

(Jaddar) Besonders bei diesem warmen Wetter und den relativ langen Strecken ist es extrem wichtig auf genügend Trinkwasser zu achten. Sobald es in die Berge geht - oder wie hier in die sächsische Schweiz - werden die Quellen meist sehr knapp und Trinkwasser muss mitgeführt werden. Hier muss man bedenken das nicht allein Wasser um den Durst zu stillen mitgeschleppt werden muss, sondern auch um am Abend eine Suppe zu machen oder um sich zu waschen. Rationierung ist also sehr wichtig.

(Kurt) Dazu empfehle ich die Mitnahme eines kleinen Outdoorhandtuches oder eines kleinen Waschlappens. So kann man sich mit wenig Wasser recht gut sauber halten. Den Lappen einfach in eine Tüte und bei nächster Gelegenheit auswaschen und trocknen. So übersteht man bis zu drei Tage, ohne ganz aus der Form zu geraten.

(Jaddar) Es kann also passieren, dass man - wie wir - drei bis vier Liter Wasser auf den Berg trägt. Dadurch wird der Rucksack natürlich nochmal sehr viel schwerer. Am besten ist es also die Tour schnell mit Wasserquellen zu verbinden. Hat man dies geschafft ist nur noch ein Wasserfilter notwendig. Ich habe den Frontier Pro-Wasserfilter der vor allem klein und handlich ist. Mit 57 g ist er vor allem sehr leicht und sowie ich das verstanden habe auch mit Aktivkohle bestückt. Wer der Sache nicht ganz traut, achtet zusätzlich darauf das die Quelle optisch sauber aussieht, fließend ist und benutzt Micropur oder kocht das Wasser zusätzlich ab.

Welcher Gegenstand war der überraschendste während der Tour?

(Jaddar) Der überraschendste Gegenstand während dieser Tour war mein Vargo Titanium Hexagon Wood Stove - Holzkocher. In der Ultraleichtszene werden ja meist Spirituskocher mit genau abgezählten Brennstoff verwendet. Ich wollte noch ein Stufe weitergehen - mit noch weniger Luxus - denn Brennstoff für den Holzkocher gibt es überall und Holz kann man problemlos unterwegs sammeln. Bedenken sollte man natürlich immer - was passiert wenn es regnet und alles nass ist?! Auch kann man nicht immer mit einem Holzkocher gut arbeiten, insbesondere dauert es etwas länger eh er an ist und auf die Waldbrandstufe ist auch zu achten. Nichtsdestotrotz hat er wunderbar funktioniert und ich bin sehr sehr zufrieden mit ihm. Einen Vorteil hat er außerdem in Bezug auf die meisten Hobo- und Bushbuddy-Kocher: Er lässt sich problemlos zusammenfalten und hat somit ein erstklassiges Packvolumen! Wer es also noch etwa mehr naturbelassener und eine Stufe vor dem richtigen Lagerfeuer haben möchte, dem kann ich einen Holzkocher nur empfehlen.


(Kurt) Leider ist mein überraschendster Gegenstand eine Enttäuschung gewesen - meine neue, zum ersten mal benutzte Nalgene 3 Liter Faltflasche. Am fünften Tag war sie hin. Sicher wurde sie geknickt und auch geknauscht, aber sicher nicht schlecht behandelt. Zum Glück hatte ich alles im Rucksack einzeln wasserdicht verpackt und eine kleine Aluflasche zusätzlich mit, sonst wäre meine Laune noch viel mieser gewesen. Ich werde nur noch mit Alu oder Edelstahlflaschen losziehen!

Welcher Gegenstand war der praktischste während der Tour?

(Jaddar) Das vom Kollegen Kurt gebaute Foto-Stativ fand ich am praktischsten. Es hat einfach wunderbar funktioniert und hätte im Notfall auch noch als Brennmaterial nutzen können.


(Kurt) Obwohl ich mein Hemd schon längere Zeit besitze und immer recht zufrieden war, muss ich im Nachhinein wirklich sagen, dass ich mehr als zufrieden bin. Es trocknet unglaublich schnell, hält dank seiner Ausrüstung Mücken fern und lässt sich in allen Varianten dem Wetter anpassen. Bei Hitze Ärmel hoch, bei Kälte Ärmel runter, in der Stadt zugeknöpft und zum trocknen am Rucksack fest gemacht. Hat wirklich überzeugt und riechen tut es auch nicht.

(Jaddar) Für den letzten Satz lege ich nicht meine Hand ins Feuer!


Welcher Gegenstand war der unwichtigste oder unpraktischste während der Tour?

(Jaddar) Meine Regenhose - ich habe sie einfach nicht gebraucht.

(Kurt) Bis jetzt haben mir meine Meindl Wanderstiefel immer gute Dienste geleistet - bis jetzt. Keine Frage: guter Halt, keine Blasen - aber die Wärme war unerträglich. Die Füße kochten und ich wünschte mir jeden Abend einen luftigeren Wanderschuh..... Das nächste Mal.

Gibt es einen Test zur Trekkingnahrung?

(Jaddar) Zur Trekkingnahrung die wir dabei hatten gibt es noch einen gesonderten Bericht. Ich kann nur soviel sagen das mir das selbstgemachte Essen und die Globetrotter Hausmarke am besten geschmeckt haben. Die andere Trekkingnahrung war vergleichsweise nochmal teurer und macht auch nur unzureichend satt.

Wie und wo habt ihr übernachtet?

(Jaddar) Im Nationalpark sollte man mit Übernachtungen und mit dem Feuermachen äußerst vorsichtig sein, denn sonst drohen empfindliche Geldstrafen. In der sächsischen Schweiz nutzten wir noch die Boofen, danach jedoch wurde es schon etwas eng mit dem biwakieren. Somit mussten wir notgedrungen auf eine Mischung von wild-campen, Zeltplatz und Bettenlager zurückgreifen.

Was gibt es sonst noch zu sagen?

(Jaddar) Das Reparaturset haben wir nicht benötigt. Erste Hilfe wurde durch eine fiese Zecke und einer Blase notwendig. Also nix aufregendes. Packbeutel finde ich immer wieder sehr praktisch. Zum einen sind sie wasserdicht und zum anderen ermöglichen sie eine einfache und übersichtliche Organisation im Rucksack und können als Kopfkissen dienen. Ansonsten brauche ich ein größeres Handtuch, meines war eindeutig zu klein. Badelatschen oder etwas ähnliches sind äußerst nützlich, wenn man nach einem langen Marsch vor seinen stinkenden Wanderschuhen fliehen möchte.



Selasa, 31 Mei 2011

Weiterführende Gedanken zur Tourplanung


Im ersten Teil der Tourplanung wurden die Route grob umrissen und die Grundausstattung der Ausrüstung festgelegt. Im zweiten Teil wird es nun etwas detaillierter zugehen und die restliche Ausrüstung aufgelistet. Wir sind zwar nur für kurze Zeit unterwegs, jedoch können die Informationen für jede andere Tour auch angewandt werden.

Wichtig bei der Tourplanung ist es, sich vorher einige Gedanken darüber zu machen, wieviel Strecke man pro Tag ungefähr zurücklegt, welche Schlafmöglichkeiten am Ende des Tages angesteuert werden sollen und wo der durstige Trotter Trinkwasser herbekommt.


Tageskilometer und Orientierung

Normalerweise laufen wir gute 30 bis 40 Kilometer am Tag (oder auch 3 - 5 km pro Stunde), jedoch sollte man Höhenmeter, unwegsames Gelände und das Wetter berücksichtigen (Der belesene Trotter kann sich hier an ein paar einfachen Regeln für Gehzeiten orientieren: 5 km Gehzeit pro Stunde; plus 30 Minuten Gehzeit je 300 m Aufstieg; minus 10 Minuten Gehzeit je 300 m Abstieg). Besonders am Anfang unserer Tour in der sächsichen Schweiz wird es nicht so schnell vorangehen, da wir einige der Klettersteige begehen werden und viele Höhenmeter zu bewältigen sind.
Um viel zu sehen werden wir einer Art ZickZack-Kurs folgen. Das Schlafen in einer öffentlichen Boofe ist auch schon eingeplant. Die Tour ist in kleine Abschnitte eingeteilt, um die gesamte Wegstrecke überschaubarer zu machen und mehrere Erfolgserlebnisse für die geschaffte Etappe zu haben.

Gutes Schuhwerk ist für lange Touren unerlässlich

Kochen

Feuer - sofern es aufgrund der Waldbrandstufe erlaubt ist - werden wir jedoch nur an den vorgegebenen Feuerstellen machen. Diese können während der Planung bereits in die Route integriert werden. Wenn wir kochen, dann mit einem Holzkocher und einem Feuerstahl-Set. Etwas Zunder wird mitgenommen und der Rest unterwegs gesammelt, so auch Pflanzen/Kräuter/Pilze und ähnliches, was wir unterwegs als nahrhaft empfinden.


Das soll aber nicht heißen, dass wir uns nur davon ernähren, denn wir greifen auch auf handelsübliche Trekkingnahrung zurück. Diesmal aber etwas bewusster, was bedeutet, dass wir unterschiedliche Produkte (von günstig bis teuer) ausprobieren werden und testen wie nahrhaft das Ganze ist.

Die gute alte Trekkingnahrung - entweder man liebt sie oder...

Trinkwasser

Spätestens nach dem ersten Tag ist die Tour an einen Fluss gekoppelt, um ständig frisches Wasser bei sich zu haben. Da wir jedoch bei der Wasserqualität äußerst vorsichtig sind, werden wir das Wasser abkochen und einen Wasserfilter sowie Micropur-Tabletten dabei haben. Das schmeckt zwar zum Teil widerlich und der arme Trotter könnte Durchfall bekommen, aber besser als sich irgendwas einzufangen - zumal vielleicht auch einige wie wir auf die Idee kommen, einen Fluss zu durchschwimmen. Für welche Methode wir uns letztendlich entscheiden wird spontan vor Ort entschieden. Ausprobieren möchte ich vor allem den kleinen und handlichen Frontier Pro-Wasserfilter mit dem man direkt aus dem Fluss mittels eines Strohhalmes trinken oder in Kombination mit Schlauch und zwei Faltflaschen das Wasser durchfließen lassen kann. Ich bin gespannt.

Sauberes Wasser mittels Filterung

Die böhmische Schweiz schließt sich nahtlos an die sächsische an und spätestens hier überqueren wir die Grenze nach Tschechien. Die genauen Daten der Tour und die Strecke werden wir nach der Tour hier dokumentieren - da wir unterwegs sicher etwas vom Plan abweichen werden.

Ein Fluß in der Nähe der Route sichert das Trinkwasser

Erste Hilfe & Reparaturset

Ein kleines Erste Hilfe Paket wird auch unsere Reise begleiten. Es wird sehr klein ausfallen und mit einem Reparaturset gekoppelt sein, da wir nicht davon ausgehen, dass etwas passieren wird. Aber unsere Erfahrung sagt uns: sicher ist sicher! Neben einer Mullbinde, ein paar Pflastern, Kopfschmerztabletten, Zeckenzange und einem Isomattenreparaturset war es das auch schon.

Ein kleines Erste Hilfe Set sollte man dabei haben -
es muss ja nicht für einen selbst sein

Technische Dinge

Bevor es losgeht sollte man sicher gehen, dass alle technischen Geräte einsatzbereit und aufgeladen sind. Notfalls sind zusätzliche Batterien für Handy, GPS, Fotoapparat und Kopflampe einzuplanen. Auch sollten diese Dinge - sofern nötig - wasserdicht verpackt sein. Dazu gibt es wieder unterschiedliche Varianten: Einige Trotter nehmen extra wasserdichte Beutel für ihre wasseranfälligen Sachen und andere - so auch ich - nehmen gleich einen wasserdichten Rucksack oder zumindest einen wasserdichten Packsack im Rucksack für alle Gegenstände.

Packbeutel erleichtern den Überblick im Rucksack

Diverses

Das Outdoormesser sollte vor der Tour noch geschärft werden und sicherlich kann es auch sehr nützlich sein eine Art "Notfallinfokarte" dabei zu haben (am besten wasserdicht). Auf dieser steht dann der Trottername, Anschrift, Telefonnummer von jemanden, der im Notfall erreichbar ist und ggf. die Blutgruppe. Für die Hygiene unterwegs sollte der umweltfreundliche Wanderer "biologisch abbaubare Seife" nutzen und eine Zahnbürste sollte auch nicht fehlen. Wir sind zwar auf Tour und sozusagen im Wald, jedoch sollte hier trotzdem nicht auf Sauberkeit verzichtet werden - zumal die Gefahr von Infektionen bei einer Outdoortour größer ist als im Alltag.

Ausrüstungsüberblick

Nachfolgend ist meine Ausrüstungsliste abgedruckt, die ich mit dem Rucksackplaner-Tool erstellt habe. Sie ist noch nicht final, insbesondere im Bereich "Verbrauch" und "Sonstiges". Alles in allem etwas über 10 kg. Das ist im Moment vollkommen okay für mich und ich werde sie auch noch weiterhin optimieren. Da ich das erste Mal wirklich explizit darauf achte, was ich genau mitnehme und wie schwer jeder einzelne Ausrüstungsgegenstand ist, finde ich es sehr gelungen.

Ausrüstungsliste

Das Tortendiagramm zeigt einen Gesamtüberblick der einzelnen Kategorien. An diesem ist gut zu erkennen, wo die "Schwerpunkte" im wahrsten Sinne des Wortes liegen und wo der Grammjäger optimieren könnte. Bei mir zum Beispiel in der Kategorie "Sonstiges".

Mittels Diagramm lassen sich leicht die "Schwerpunkte" herausfinden

Damit sind wir nun auch mit unserer Planung fertig und es kann losgehen!


Selasa, 24 Mei 2011

Grundgedanken zur Tourplanung


Für unsere im Juni anstehende "große" Trottertour werden wir hier im Vorfeld berichten, wie wir uns vorbereiten und wie solch eine Planung für den ungeübten Trotter aussehen könnte. Nach der Tour werden wir natürlich über diese ausführlich berichten. Für uns ist das ganz neu die Tourplanungen vorher hier zu dokumentieren, da unsere Berichte immer erst nach der Wanderung geschrieben wurden - und somit erhöht sich natürlich auch der Aufwand für die Planungen - aber wir probieren es mal.


Da wir meistens keine vorgefertigten Wanderwege begehen sondern uns selbst eine Route zusammenschneidern, ist es anfangs natürlich erstmal wichtig zu wissen wo wir eigentlich hin wollen?! Fest steht, es soll nach Tschechien gehen. Das ist nicht allzu weit entfernt und relativ günstig - zwei Dinge, die bei dieser Tour für uns wichtig sind. Da ich bisher nicht nochmal dazu kam, die sächsische Schweiz zu besuchen, will ich dies gleich damit verknüpfen. Wir beginnen also im schönsten Klettergebiet Deutschlands und arbeiten uns bis nach Tschechien vor und sehen mal wie weit wir kommen. Wir haben neun Tage zur Verfügung, in denen wir viele Kilometer machen können. Da die sächsische Schweiz zu dieser Zeit sicherlich überlaufen sein wird und die strengen Naturschutzbestimmungen zusätzliche Einschränkungen enthalten, werden wir versuchen sie schnell hinter uns zu lassen und einsame tschechische Wälder zu erreichen (zu beachten ist die Waldbrandstufe und die Regeln der Boofen).


Als erstes heißt es Karten besorgen - für die sächsische und böhmische Schweiz sowie für Tschechien. Für den Anfang der Tour nutzen wir die Böhm-Wanderkarten. Diese sind sehr detailliert, günstig und sehen auch noch gut aus. Mal sehen wie sie während der Planung und der anschließende Wanderung abschneiden.












Neben den ausführlichen Wanderkarten soll mein GPS Gerät natürlich auch mit. Mit diesem werde ich die Tour vorher detailliert planen und am heimischen PC bearbeiten. Einzige Sorge macht mir im Moment die Laufzeit des Gerätes. Damit bin ich bisher völlig unzufrieden und schiebe es zur Zeit auf die Batterien. Ein paar neue Lithium Batterien werden dieses Problem hoffentlich beseitigen.
Mit dem Programm MapSource und einer geeigneten Wanderkarte lassen sich Touren problemlos vorplanen und anschließend auf ein GPS Gerät übertragen. Wie schon im GPS Bericht geschrieben, gibt es genug kostenlose Karten für unterschiedliche Bereiche (Rad-, Reit- und Wanderkarten), um nicht auf teure kommerziellen Karten zurückgreifen zu müssen.

Tourplanung mittels MapSource und detaillierten Wanderkarten

Zusätzlich ist eine genaue Auflistung der Ausrüstung während der Planungsphase äußerst hilfreich - und das nicht nur für Grammjäger, sondern auch für den normalen Trotter, der einfach nur mal sehen möchte was er denn da überhaupt mitschleppt. Und man glaubt gar nicht, wie gut das für die Organisation ist. Als tolles Hilfsmittel können wir hier nur den Beitrag über die Rucksackplaner Packlisten Tools empfehlen, ganz einfach zu bedienen und für sich individuell anpassbar.

Modifizierter Rucksackplaner von ausgeruestet.com

Um einen beispielhaften Überblick über meine Grundausstattung zu bekommen, ist dieser nachfolgend mit Gewichtsangabe und weiterführenden Links aufgelistet. Dabei sind drei Grundkategorien entscheidend: Schlafen, Klamotten/Schutz und Küche.

Rucksack Exped Mountain Pro 50 1250 g
Tarp + Heringe Bivy-Poncho Extreme 420 g












Schlafsack Exped Wallcreeper 900 g
Isomatte ThermaRest NeoAir 250 g
Isomatte/Unterlegmatte Evazote 100 g












Regenjacke Marmot Super Mica 233 g
Regenhose Jack Wolfskin 210 g
Fleecepullover Mammut 200 g
Primaloftpullover Patagonia Nano Puff 290 g





















Holzkocher Vargo Hexagon Wood Stove 125 g
Topf & Löffel MSR Titanium 125 g
Zunder & Feuerstahl - 100 g













Trotterhut - 200 g


Mit dieser ~4,5 kg wiegenden Grundausstattung ist der Trotter gut unterwegs. Die Liste ist natürlich nicht komplett - einiges kommt hinzu, vieles ist optimierbar und letztendlich muss alles in den Rucksack passen. Auch ist vieles Geschmackssache - wie zum Beispiel mein Holzkocher. Ein anderer hat lieber seinen Gaskocher dabei oder baut sich - wie Trotterkollege Kurt - seinen Holzkocher selbst. Hinzu kommen schließlich noch Essen und Trinken, da wir immer möglichst autark unterwegs sein wollen. Technische Spielereien (GPS, Fotoapparat) und Hilfsmittel (Wasserfilter, Messer) sind nicht in der Beispielrechnung enthalten. Ob die Liste nun gut oder schlecht ist, sei erst einmal dahin gestellt - für mich stellt sie bei dieser Wanderung die Grundausstattung dar.

Platypus Faltflasche mit Wasserfilter
Frontier Pro Wasserfilter







Helle Viking
GPSmap 62s















Jede Tour ihre Eigenheiten und die Ausrüstung muss daran angepasst werden. Eine clevere Planung kommt dem Trotter also sehr zu Gute - egal wohin die Wanderung geht!


Rabu, 14 Juli 2010

Bivy-Poncho Extreme


Meine neueste Errungenschaft ist der Tarp Poncho der Marke Exped aus silikonisiertem Ripstop-Nylon. Hierbei handelt es sich um einen sehr leichten und vielseitig einsetzbaren Poncho aus reißfesten und wasserdichten UV-beständigen Kunststoff. Der große Vorteil dieses Ponchos ist, dass er Regenschutz, Unterstand und Biwaksack in einem ist.

Der Poncho

Zum Tragen des Ponchos ist nicht viel zu sagen. Das Tarp wird genau in der Mitte gefalted und an den Seiten mittels der Knöpfe fixiert. Um den Bauchgurt zu befestigen muss er von Innen, unterhalb der Armöffnungen zwischen zwei Knöpfen, herausgefädelt werden. Dann einfach vor dem Bauch binden und fertig.


Er sieht nun so aus wie jeder andere Poncho, lässt sich aber in der Länge noch kürzen. Gut zugebunden hat auch der Wind weniger Angriffsfläche. Die Ärmel sind wie üblich eher kurz (also Jacke / Pullover hochkrempeln, dann bleibt alles trocken). Ein mittelgroßer Rucksack passt auch noch darunter. Eine feste Schildkapuze erlaubt eine gute Sicht und hält den Kopf trocken. Ich empfehle trotzdem eine leichte Regenhose oder Gamaschen um bei starkem Regen ausreichend geschützt zu sein. Und wer den Poncho etwas lockerer trägt schwitzt recht wenig, was ein großer Vorteil ist.

Der Biwaksack

Durch Falten und durch die angebrachten Druckknöpfe lässt sich der Poncho zu einem 2 m x 0,75 m Biwaksack umfunktionieren. Es handelt sich aber eher um eine Notlösung für Morgentau, Schlamm oder leichten Regen. Bei starkem Regen reichen die Überlappungen nicht aus. Auch schwitzt man je nach Wetterlage nachts sehr stark, was in dem absolut wasser- und auch wasserdampfundurchlässigen Material ein Problem werden kann. Darum sollte man eher den luftigen Schalfplatz unter dem Tarp wählen.

Das Tarp

Mittels zwei Wanderstöcken (die im Bild sind auf 1,10m eingestellt), Zeltschnur und Heringen verwandelt sich der Poncho in ein Nachtlager.


Mit 2,40 m Länge und 1,50 m Breite ist das Tarp für eine normal große Person völlig ausreichend. Auch für Individualisten setzt der Poncho keine Grenzen: 8 fixe Laschen und eine Lasche an der Öffnung, ermöglichen das Aufspannen an nahezu jedem Ort und in jeder Form (ich finde es sehr gelungen).


Für Extremreisende ein Tipp: den Poncho an vier Ecken aufspannen und die Kapuze offen nach unten hängen lassen. So schafft man es, bei mittlerem Regen in einer Minute ca. 1/4 Liter Wasser zu sammeln. Durch den festen Kapuzenschirm kann man direkt aus dieser trinken oder in die Flasche laufen lassen.

Kapuze zuziehen und mit dem Band mehrfach 
umwickeln ... wasserdicht.

Um den Aufbau schneller und bequemer zu gestalten bietet es sich an, 6 kleine Karabiner und 4 Zeltgummies zusätzlich zu den 6 Heringen und zwei Abspannleinen mitzunehmen. Die Zeltgummies ca. 50 cm lang zuschneiden, beide Enden zusammenknoten und doppelt einschlagen. Mittels Karabiner an den vier Ecken befestigen (so spart man sich das ständige an- und abbinden). Somit hat man die Wahl zwischen kurzer und langer Abspannung, je nach den Gegebenheiten.

Zusätzlich noch eine Unterlegplane von Tatonka -
recht nützlich zur Isolation und gegen den Schmutz

Fazit:

Das Tragen eines Ponchos ist praktisch, aber nicht sehr schön. Der Poncho von Exped punktet mit Gewicht, Luftigkeit und Anpassbarkeit (alles von mir aufgezählte ergibt im Set 600 g - der Poncho allein wiegt ca. 390 g). Regenschutz von unten sollte trotzdem nicht fehlen. Die Biwaksackfunktion ist die unpraktischste Umwandlungsform des Ponchos. Ansonsten ist das Tarp sehr überzeugend: Es kann mit jedem teuren Solotarp locker mithalten und man hat noch ein Regencape dabei, zusammen für ca. 60 - 95 Euro. Was den (zusätzlichen) Kauf eines reinen Tarps in ähnlicher Größe kaum noch rechtfertigt.

Von mir definitiv ein Kauftipp ... für Ponchotragerfahrene und Allrounder!

Kurt


Selasa, 30 Maret 2010

Ultralight Items die Erste


Ich habe nun erstmals einige ultraleichte Ausrüstungsgegenstände erstanden um für mich persönlich auszuprobieren ob das funktioniert. Da in meinem Umfeld die Ausrüstung dazu neigt aus unerklärlichen Gründen kaputt zu gehen bin ich sehr gespannt wie robust die neuen Sachen sind. Natürlich wird der korrekte Umgang damit vorausgesetzt. Doch von welchen Gegenständen rede ich eigentlich.


Zum einen von der so oft gepriesenen leichtesten Windjacke der Welt, der Montane Featherlite Smock. Mit 90g und zusammengepackt fast kleiner als ein Apfel bin ich gespannt was diese fast wasserdichte ultraleichte Wetterschutzjacke kann. In meinen Händen fühlt sie sich an als würde sie schon beim Anprobieren zerreissen. Ein anderer Umgang als mit konventionellen Kleidungsstücken ist somit dringend empfohlen. Das Tragegefühl, sofern man davon sprechen kann, ist hervorragend da man die Jacke fast nicht spürt. Bisher habe ich die Jacke nur für alltägliche Sachen genutzt und die Regen- und Kältetests stehen noch an.












Zum anderen einen ultraleichten Regenschirm, den Swing liteflex. Mit einem geringen Gewicht von 200g soll dieser zwecks hoch flexibler Glasfaserteile zudem eine gute Stabilität aufweisen. Nachdem ich mehrere Diskussionen über Regenschirme beim wandern verfolgt habe und ich zudem die Erfahrung gemacht habe dass man bei längerem fiesen Regen immer irgendwann nass ist, sowie beim Kauf einer guten Regenjacke arm werden kann, habe ich mir eben diesen zugelegt.


Die Benutzung eines Regenschirms ist trivial, absolut sinnig und praktisch. Oma würde sagen, ist doch ganz logisch! Ich habe jedoch noch nie einen Wanderer abseits der Wege mit einem Regenschirm gesehen, eher mit einer Spezial-Mega-wasserdichten-vorallemteuren-Regenjacke. Zeiten und Weltbilder ändern sich eben.