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Selasa, 28 Juni 2011

Trottert(r)ip Einmal Tschechien und zurück Tag 5 - 9


Dies ist nun der zweite Teil unserer Tschechientour und enthält die Tage 5 - 9 und die Strecke von Jablonne - Kunratice u Cvikova - Cvikov - Radvanec - Sloup v Cechach (Ü) - Novy Bor - Kamenicky Senov (Ü) - Ceska Kamenice - Stara Oleska (Ü) - Srbska Kamenice - Vysoka Lipa - Mezni Louka (Ü) - Edmundsklamm - Hrensko


Tag 5 - Jablonne - Kunratice u Cvikova - Cvikov - Radvanec - Sloup v Cechach

4.44 Uhr wacht der Trotterkollege auf und macht sich auf die Suche nach einem Frühstück. Hier ist nur festzuhalten, dass man den tschechischen Brötchenbus heranwinken muss, um auch welche zu bekommen. Nunja, somit gibt es Milchreis. Auch ist festzuhalten, dass auf einigen tschechischen Toiletten die Regel gilt: Erst in Sicherheit bringen, dann spülen!


Es nieselt und es ist frisch. Wir trotten weiter Richtung Jablonne und anschließend Richtung Westen nach Novy Bor. Gegen Mittag hat sich das Wetter verbessert und die Sonne brennt wiedereinmal wie verrückt. Unterwegs sammeln wir wieder etwas trockenes Holz für den Kocher, der sich wunderbar bewährt hat.












Wieder einmal führt uns der Wanderweg die Straße entlang. Gegen Nachmittag jeodch bessern sich die Wege und wir genießen die schöne Natur mit ihren Wiesen und Tierchen.












Wir steuern diesmal einen Zeltplatz an, müssen jedoch 18.05 Uhr feststellen, dass dieser Punkt 18 Uhr geschlossen hat. Das ist sehr ärgerlich, da es hier kaum Möglichkeiten gibt ein geeignetes Nachtlager aufzuschlagen. Nachdem wir jemanden gefunden haben, den wir fragen könnten ob es möglich sei uns dennoch niederzulassen, hat er uns auch schon in sein Auto gepackt und fährt uns zur nächsten Herberge im Dorf. Da uns die Füße heute besonders schmerzen und es auch noch stark anfängt zu regnen beschließen wir zu bleiben. Die Herberge ist ein absolutes Drecksloch und zu unserem Schrecken hat sich auch noch eine Faltflasche im Rucksack des Trotterkollegen entleert. Durch die separat wasserdicht eingepackten Gegenstände ist die Sache jeodch nicht ganz so schlimm und die Laune steigt wieder. Wir nutzen die Gelegenheit und gehen abends in einem Nahe gelegenen Restaurant ordentlich etwas trinken. Mein GPS Gerät hat es übrigens bis heute durchgehalten und es müssen erst für den nächsten Tag neue Batterien hinein.


Erkenntnis des Tages: Verpacke deine Ausrüstung wasserdicht
Strecke: 30 km


Tag 6 - Novy Bor - Kamenicky Senov

Halb neun geht es weiter und wir gönnen uns unterwegs noch einen Kaffee und bekommen von der Shopinhaberin noch zwei Muffins geschenkt. Die Gastfreundschaft der älteren Personen in Tschechien ist wirklich toll. Die meisten sind sehr freundlich und helfen sehr gerne. Sich auf Englisch zu unterhalten braucht der sprachbegabte Trotter übrigens gar nicht erst versuchen - deutsch oder tschechisch, was anderes kommt nicht in die Tüte.


Nicht so freundlich sind hingegen die Hunde. Wir werden aber auch von jedem angekläfft und sind froh, dass uns meistens ein Zaun trennt. Das Wetter ist frisch und bewölkt - also gut zum wandern. In Kamenicky Senov trinken wir ein frisches Bier und knüpfen Kontakt zur tschechischen Bevölkerung. Und schwupps war der Trotterkollege weg - so schnell konnt ich gar nicht reagieren. Als er wiederkam erfuhr ich, dass der sehr freundliche tschechische alte Mann mit der Vodka Flasche im Auto ihm die nächstbeste Unterkunft gezeigt hatte. Auf die Frage ob er als Dank ein Bier spendiert haben möchte verneinte er, mit dem Hinweis er habe genug Bier...












Erkenntniss des Tages: Sei freundlicher zu Reisenden
Strecke: 18 km

Tag 7 - Ceska Kamenice - Stara Oleska

Über Ceska Kamenice geht es heute an den Stara Oleska. Heute haben wir uns eine kurze Strecke vorgenommen und sind schon gegen 3 Uhr an unserem Tagesziel angelangt.












Wir nutzen die Zeit um zu schnitzen, zu kochen, das Wetter zu genießen und im erfrischenden See zu baden. Auch bin ich auf der Suche nach Grashüpfern und finde jedoch nur viel zu kleine, so dass es nur für einen kleinen Snack reicht.





















Erkenntnis des Tages: Geröstete Grashüpfer schmecken nach verbranntem Gras
Strecke: 15,7 km

Tag 8 - Srbska Kamenice - Vysoka Lipa - Mezni Louka

Bei Sonnenschein ziehen wir weiter, aber schon gegen Mittag zieht eine Regenfront auf und lässt uns Pause machen. Heute geht es nach Mezni Louka, also zurück in die böhmische Schweiz Richtung Deutschland.












Die Landschaft verändert sich wieder und wir durchqueren schöne Wälder und erfrischende Flüsse. Im Laufe des Tages wird es wieder richtig sonnig und schön. Es geht viel bergauf und bergab und wir genießen einfach nur die Natur.





















Unser Tagesziel erreichen wir gegen 5 Uhr und bauen sogleich unsere Tarps auf und lüften unsere Ausrüstung. Wir lassen es uns noch kräftig schmecken und leeren unsere restlichen Lebensmittel bevor ein starker Regen auf uns nieder geht.












Diese Nacht bemerken wir das erste Mal, dass ein Tarp nicht komplett dicht ist und das Wasser durch die zugeschnürte Öffnung des Ponchos tropft. Das ist äußerst ärgerlich und wir können auch den Grund dafür nicht finden. Somit rücken wir etwas näher zusammen und sammeln das einfließende Regenwasser für den nächsten Morgen.


Erkenntnis des Tages: Kaufe ein richtiges Tarp und keines mit doppelter Funktionalität
Strecke: 16,7 km



Tag 9 - Edmundsklamm - Hrensko

Heute wollen wir durch die Edmundsklamm wandern. Es ist jedoch nicht sicher ob diese überhaupt geöffnet hat. Das ist uns aber ersteinmal egal und wir machen uns trotzdem auf den Weg dorthin.


Der Wanderweg ist wirklich sehr schön und die Schlucht eine Augenweide. Leider ist der Fährbetrieb wirklich geschlossen und wir müssen den Weg zurückgehen. Der restliche Weg führt uns Richtung Prebischtor, das wir aufgrund der vielen Touristen aber links liegen lassen. Nur noch wenige Meter sind es von dort bis Hrensko, von wo aus wir die Fähre auf die andere Seite der Elbe nehmen und die Heimfahrt antreten.


Erkenntnis des Tages: Meide die Wege der Touristen
Strecke: 14,1 km



Jumat, 24 Juni 2011

Trottert(r)ip Einmal Tschechien und zurück Tag 1 - 4


Der Bericht zu unserer Tschechien Tour wird in zwei Artikeln erscheinen. In der Trotter-Kurz-Info wurde schon die grobe Tourstatistik erfasst - insgesamt waren wir 9 Tage unterwegs, wobei jeweils der erste und der letzte Tag nur als halbe Tage bzw. An- und Abreise zählen.

Dieser Post enthält die Tage 1 - 4 und die Strecke von Bad Schandau - Nähe Bussardboofe (Ü) - Am Zeughaus - Grenzübergang an der Kirnitzsch - Na Tokani (Ü) - Doubice - Rybniste (Ü) - Jedlova - Nova Hut - Nadeje - Marenice - Hermanice (Ü)


Tag 1 - Bad Schandau - Nähe Bussardboofe

Los ging es in Bad Schandau, sächsische Schweiz - brennende Hitze, Schweiß, Sonne und dazu steile Berge prägten diesen Tag. Steil hinauf ging es zu den Schrammsteinen. Schwitzend quälten wir uns bergauf und bestaunten die wunderbare Landschaft.


An der Schrammsteinaussicht gehen wir vorbei, denn in der Ferne zieht ein schweres Gewitter herauf und wir versuchen eine Boofe zu finden bevor es auf uns niederprasselt. Mit Hilfe der Böhm Wanderkarten und GPSMap 62s manövrieren wir durch die Kletterlandschaft.












Die angestrebte Bussardboofe finden wir auf Anhieb nicht und das Gewitter erwischt uns voll, so dass wir schnellstmöglich einen Unterschlupf finden müssen und ersteinmal ein Stück bergab gehen. Der Regen hält sich in Grenzen, jedoch gibt es höllische Blitze und krachenden Donner über uns. Wir beziehen eine sehr kleine Boofe und warten das Ende des Gewitters ab.


Da die Bussardboofe - wie erwartet - schon besetzt ist, gehen wir etwas zurück und suchen uns einen netten Unterschlupf in einer anderen ruhigen und schön gelegenen Ecke. Nun machen wir uns ein großartiges Abendmahl und bereiten unser Nachtlager mit etlichen Mücken vor.

Erkenntnis des Tages: Bei Gewitter verlasse den Berg
Strecke: 10,2 km

Tag 2 - Am Zeughaus - Grenzübergang an der Kirnitzsch - Na Tokani

Um 7.30 Uhr erwache ich - müde, mit Kreuzschmerzen und zwitschernden Vögeln. Im Juni ist es ausreichend warm um auch ohne Schlafsack wandern zu gehen. Diese Nacht nutzte ich meinen Biwaksack, der völlig ausreichend war. Wird es nachts trotzdem etwas frischer zieht man sich einfach einen Pullover über - ein großer Schlafsack ist somit nicht unbedingt nötig.


Es gibt frischen Kaffee und ich plane die heutige Tour durch etliche Stiegen bis über die Grenze nach Tschechien in die böhmische Schweiz. Unser Wasser geht langsam zur Neige und es wird Zeit eine Quelle zu suchen, um unsere Vorräte aufzufüllen. Hierbei nutze ich gleich meinen Frontier Pro-Wasserfilter (plus Micropur), der schnell und hinreichend funktioniert.












Gegen Mittag erreichen wir das Zeughaus, gönnen uns ein kühles Radler und ein tolles Mittagessen. Wir genießen die kurze Erholungspause, da auch der heutige Tag wieder unglaublich warm ist. Am Zeughaus gibt es übrigens die Möglichkeit die Böhm Wanderkarten direkt zu kaufen - eine schöne Sache.















Nachdem wir die Grenze nach Tschechien überschritten haben und die Bestimmungen für Nachtlager sehr streng und undurchsichtig sind, beschließen wir schweren Herzens uns ein Bettenlager zu suchen und werden auch schon im zweiten Anlauf fündig. Die heutige Strecke war ziemlich anstrengend und lang. Die Hitze und die Anstiege haben uns ziemlich zu schaffen gemacht. Bisher haben wir in den zwei Tagen einen Anstieg von 1.271 m hinter uns heute sind wir 26,5 km durch ein paar wirklich sehr schöne Ecken der sächsischen Schweiz gewandert.


Erkenntnis des Tages: Ein Biwaksack reicht im Sommer völlig aus
Strecke: 26,5 km


Tag 3 - Doubice - Rybniste

Die heutige Tour war ziemlich kurz. Wir trotteten durch das kleine Dörfchen Doubice bis nach Rybniste. Der Weg zog sich hin und uns erwartete an diesem Tag wieder sehr viel Sonne und sehr viel Straße. Das wird uns die nächsten Tage noch öfter erwarten - viele Wanderwege, die sich an den Straßen Tschechiens entlangziehen. Das ist nicht besonders schön.












Wir nutzen die frühe Ankunft an unserem Tagesziel und besuchen die Stadt Krasna Lipa. Hier kaufen wir noch etwas Schokolade und schauen uns die leerstehenden Fabriken an, die es in großer Anzahl gibt.












Erkenntnis des Tages: Das Stadtzentrum kennzeichnet meistens eine Kirche
Strecke: 20,5 km


Tag 4 - Jedlova - Nova Hut - Nadeje - Marenice - Hermanice

Zum Frühstück gibt es Kaffee und Milchreis. Das Wetter ist wie erwartet bewölkt, etwas regnerisch, windig und kühl. Aber das macht nichts, denn eine Tagestour ohne glühende Hitze ist uns ganz recht.












Unterwegs üben wir noch, die GPS Koordinaten auf unsere Wanderkarte zu übertragen. Das funktioniert soweit ganz gut und die Koordinaten lassen sich fast genau abbilden. Mein Navigationsgerät hält auch am 4ten Tag noch prima durch. Die neuen Lithium Batterien sind optimal dafür. Ich bin sehr froh darüber, denn ich hatte schon die Befürchtung, dass das Gerät nach zwei Tagen den Geist aufgibt. Punkt 12 Uhr kommen wir in Jedlova - an einem Bahnhof - an und gönnen uns ein typisches tschechisches Mittagessen mit böhmischen Knödeln und Gulasch - herrlich.












Nach unserem hervorragenden Mahl geht es weiter und wir finden nun in der Umgebung immer wieder Bunker des sogenannten Tschechoslowakischen Walls - einer Grenzbefestigung, die auch als Schöberlinie bezeichnet wird.












Am Nachmittag wird es wieder unheimlich warm. An einem idyllischen Fluss machen wir eine lange Pause mit Kaffee und Müsli und fangen an verschiedene Dinge zu schnitzen.





















Gegen halb neun schlagen wir in Hermanice unser Nachtlager auf. Unsere Tarps knüpfen wir wieder einmal zu einem großen zusammen und lassen den Tag ausklingen.


Erkenntnis des Tages: An unscheinbaren Orten findet man meist das beste Essen
Strecke: 27,6 km