Kamis, 01 Juli 2010

Orientierung(slos)


Unterwegs mit Karte und Kompass... Karte ja klar, aber warum Kompass - für was brauch ich den? Warum muss ich eine Karte norden? Solche und so ähnliche Aussagen habe ich schon von trotterfernen Menschen zu hören bekommen. Natürlich ist ein Kompass für einen Kurztrip meist unnötig und in Gebieten mit Zivilisationsstrukturen natürlich auch, denn der gesprächsfreudige Trotter fragt einfach nach dem Weg (Der Rat von Einheimischen ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, man sollte sich darauf nicht verlassen!).

Trotzdem ist die Orientierung und der Umgang mit Karte und Kompass von hoher Bedeutung für eine erfolgreiche Trottertour in unbekannten Gebieten. Dieses Wissen gerät bei vielen Menschen immer mehr in Vergessenheit oder ist nur teilweise bis gar nicht vorhanden. Für diese beiden Kategorien und für den interessierten Trotter soll dieser Beitrag dienen.


Durch die GPS Navigation ist die Orientierung und Wegfindung sehr viel einfacher geworden und jedes Kind kann damit umgehen. Ganz klar - GPS ist eine wirklich geniale Erfindung! Aber was ist, wenn dieses ausfällt, weil es kaputt geht, man keinen Empfang hat, es verliert oder im Kriegsfall abgeschaltet wird?! Man kann sich darauf nicht 100%ig verlassen und ihm blind vertrauen - so wie auf alle technischen Geräte, die man immer nur als Hilfsmittel und Werkzeug sehen sollte. Deshalb benötigt der umsichtige Trotter zumindest ein gewisses Grundwissen in der Orientierung und Navigation - besonders wenn er sich verirrt hat und sich fragt, wie er wieder nach Hause findet! Nichtsdestotrotz sollte man sich zusätzlich das Wissen aneignen wie man ein GPS bedient.

Himmelsrichtungen

Nordri, Austri, Sudri, Westri sind die vier Zwerge aus der nordischen Mythologie, die den Himmel stützen der aus dem Schädel des Riesen Ymir von Odin, dem Gott der Götter, geschaffen wurde. Sie entsprechen den vier Himmelsrichtungen und heißen bei uns Norden, Osten, Süden und Westen.

Es ist recht einfach die Himmelsrichtungen ohne Kompass anhand der Sonne zu ermitteln. Im Osten geht die Sonne auf, im Süden hat sie ihren höchsten Stand und im Westen geht sie unter. Wem es schwerfällt sich das zu merken dem sind folgende Tipps mit auf den Weg gegeben:

- Japan liegt (von uns aus gesehen) im Osten und ist das Land der aufgehenden Sonne.
- Der Westen wird auch als Abendland bezeichnet und gibt somit das Untergehen der Sonne an.
- Im Süden liegen die warmen Länder und im Norden die Kälteren bzw. der Nordpol ist (meist) oben.


Die Reihenfolge bzw. die Position der Himmelsrichtungen kann der reimende Trotter sich auch anhand zweier Sprichwörter merken (im Uhrzeigersinn zu verstehen):

- Nie Ohne Seife Waschen
- Nie Ohne Schuhe Wandern

Orientierungshilfen

Als einfachen Kompass kann man seine Armbanduhr benutzen. Man richtet den Stundenzeiger auf die Sonne (Alle Tipps beziehen sich auf die nördliche Erdhalbkugel). Anschließend halbiert man den kleineren Winkel zwischen dem kleinen Zeiger und der Zwölf und hat somit die winkelhalbierende Linie, die nach Süden weist (mit einer Digitaluhr ist dieses Verfahren auch anwendbar - man zeichnet die entsprechende Zeigerstellung einfach auf ein Blatt Papier).

Eine weitere Orientierungshilfe liefert uns die Schattenstabmethode. Hierfür sucht man einen Stock und steckt diesen in die Erde. Das Ende des Schattens, der nun auf den Boden fällt, wird mit einem Stein markiert und nach einiger Zeit markiert man den neuen Punkt, an dem der Schatten den Boden berührt. Anschließend verbindet man die beiden Punkte mit einer gedachten geraden Linie oder einem zweiten Stock und hat so eine fast genaue West-Ost Linie (der erste Punkt zeigt die westliche Richtung).

In unseren Regionen weht der Wind meist von West nach Ost (bzw. die Hauptwetterrichtung ist Nordwest), somit haben Grasbüschel und Moos ihre Hauptwuchsrichtung zur windabgewandten Seite und auch Äste sind auf der windabgewandten Seite länger (mit Vorsicht zu genießen!). Zudem sind in Deutschland anscheinend die meisten Satellitenschüsseln auf Astra-Satelliten ausgerichtet und somit 19.2° nach Ost verdreht. Die Türme älterer Kirchen stehen meist auf der Westseite, Kirchenaltäre sind nach Osten ausgerichtet und Ameisenhaufen finden sich meist auf der Südseite von Bäumen und Büschen.

Die Sonne geht im Westen unter - der Trotterfotograf
befand sich somit an der Südseite des Sees

In der Nacht orientiert man sich bei wolkenlosem Himmel an den Sternen. Hier bildet auf der Nordhalbkugel der Polarstern eine gute Orientierung. Hierbei darf nicht vergessen werden, dass der Polarstern keinesfalls der hellste Punkt am Abendhimmel ist! Zu finden ist dieser an der Spitze der Deichsel des "kleinen Wagens" oder wenn man die Hinterachse des "großen Wagens" um das Fünffache verlängert.

Mit diesem Wissen haben wir einige Grundlagen für die Orientierung bei idealem Wetter erworben. Meist ist gutes Wetter natürlich nicht vorhanden, insbesondere wenn man sich verlaufen hat.

Orientierung mit Karte und Kompass

Was kann ich mit diesem Wissen anfangen wird sich der wissbegierige Trotter nun fragen. Ganz einfach: ich kann mich orientieren! Zum Beispiel indem ich meine Karte einnorde, um zu wissen, ob ich an einer Kreuzung nach links oder nach rechts trotten muss. Und ich kann in einem übersichtlichen Gelände auf diese Weise herausfinden, wo ich mich auf der Karte befinde. Ohne Karte kann ich das Wissen nutzen, um eine gewisse Wanderrichtung einzuhalten, wenn ich zum Beispiel weiß, dass sich im Osten Hilfe befindet oder ein anderer Punkt, den ich erreichen möchte.

Kirchenaltäre stehen meist im Osten und ältere Kirchen haben
eine Ost-West-Ausrichtung - der Weg führt somit voraussichtlich Richtung Westen

Bei schlechtem Wetter und ungeeignetem Gelände nützen uns die meisten oben genannten Orientierungshilfen aber wenig, so wie wir es in den Highlands von Schottland erlebt haben. Literweise Regenwasser und Nebel mit Sichtweiten unter 5 m können in den Bergen schnell zur Katastrophe führen. Es hört sich vielleicht komisch an, aber es kann sehr schwierig sein den richtigen oder überhaupt einen Weg von einem Berg ins Tal zu finden. Doch was macht der geübte Trotter in solch einer Situation? Richtig - er packt seinen Kompass aus und orientiert sich mit diesem. Da man im Nebel kein übersichtliches Gelände vorfindet ist es natürlich schwierig seine Position auf der Karte zu bestimmen. In diesem Fall müssen die Himmelsrichtungen und das ungefähre Wissen über den eigenen Standort notfalls ausreichen. Man sollte jedoch immer seine Wanderstrecke grob im Kopf haben und ungefähr wissen, ob das soeben passierte Dorf im Westen liegt oder nördlich eine Autobahn oder ein bekannter Fluss verläuft.

Abstieg in den schottischen Highlands ohne Orientierungshilfen

Zum Kompass sollte man wissen, dass sich dieser nach den magnetischen Feldlinien der Erde ausrichtet und besonders nahe der Polkappen zum magnetischen Pol weist anstatt zum geografischen. Deklination (Missweisung) und auch Inklination (Neigungswinkel) sollten also beachtet werden und sind in der einschlägigen Literatur näher beschrieben. Metallische Gegenstände beeinflussen die Kompassanzeige und müssen in großzügigem Abstand gehalten werden. Da sich das Bild der Landschaft ständig ändert sollte man auch die Karte und das Gelände möglichst oft abgleichen.

Das Einnorden einer Karte funktioniert ganz einfach, indem man die Seitenkante des Kompasses parallel zu den senkrechten Gitterlinien der Karte legt und anschließend die Karte samt Kompass solange dreht bis die Kompassnadel mit der Nordmarkierung deckungsgleich ist.

 Einnorden der Karte mittels handelsüblichen 
Kompass oder ...

... durch eine Multifunktionsuhr wie der von Suunto

Durch Vergleich von markanten Punkten im Gelände mit der Karte ist es möglich, seinen Standpunkt (es sei denn man hat sich total verirrt) zu ermitteln und/oder ggf. eine gewünschte Kursrichtung einzuschlagen. Wenn man weiß, wo man sich befindet, kann man folgendermaßen vorgehen: Den Kompass legt man auf die Karte und verbindet mit der Seitenkante den eigenen Standort und das Ziel. Anschließend bleibt der Kompass liegen und man dreht den Gradeinteilungsring des Kompasses so, dass die Nordlinien parallel zu den Gitterlinien in der Karte ausgerichtet sind. Nun ist der Kurswinkel (Marschkompasszahl) eingestellt und muss nicht mehr neu ermittelt werden. Um nun den Kurswinkel in das Gelände zu übertragen, nimmt man den Kompass von der Karte und hält ihn waagerecht vor sich hin, bis das Nordende der Nadel genau auf die Nordmarke zeigt. Der Richtungspfeil bzw. das vordere Ende des Kompasses zeigt nun die Zielrichtung an. Nun peilt man ein bestimmtes (Hilfs-)Ziel an und marschiert drauf los.

Um die gewünschte Kursrichtung zu ermitteln, werden die Nordlinien des 
Kompasses parallel zu den Gitterlinien in der Karte ausgerichtet.

Ohne alles

Rüdiger Nehberg schreibt in seinem Buch Überleben ums Verrecken, dass es im Notfall genügt eine Billig-Kompassnadel mitzunehmen und diese mit Hilfe eines Korkscheibchens oder eines Blattes auf Wasser schwimmen zu lassen oder an einen Faden aufzuhängen, um die Himmelsrichtungen zu ermitteln. Wenn man kein Wasser oder einen Faden hat, baut man sich Rüdis-Pipi-Kompass - man pinkelt sich auf die Hand und lässt die Kompassnadel drin schwimmen. Hat man keine Kompassnadel, funktioniert dies auch mit einer einfachen Nadel, indem man diese magnetisch auflädt und oben beschriebenes Prinzip anwendet.

Hat man sich komplett verlaufen und will den Heimweg finden, sind folgende Tipps hilfreich. Erstens sollte man talwärts zu gehen und zweitens sich einen Bach oder Fluss suchen und diesen abwärts folgen - sie führen immer zu Menschen. In Wüsten sollte man eher flussaufwärts Richtung Quelle gehen. Werden Wege enger und spärlicher führen sie von Menschen weg, werden sie hingegen deutlicher und breiter führen sie zu Menschen hin. Außerdem sollte man auf den Linksdrall als Rechtshänder (bzw. Rechtsdrall als Linkshänder) achten, d.h. bei Rechtsfüßern ist das rechte Bein stärker als das linke und man macht somit unweigerlich einen linken Bogen beim "Geradeausgehen".


Sabtu, 26 Juni 2010

Messerkunde - Statussymbol und Werkzeug


Ein Messer ist Statussymbol und Werkzeug zugleich. Man kann schnell zwischen 20 und 2.000 Euro für ein Messer bezahlen. Aber was ist wirklich gut und was darf es kosten? Sicher ist, ein Messer ist wohl das wichtigste Ausrüstungsteil eines Trotters. Aus diesem Grund kommt der richtigen Wahl eine enorme Bedeutung zu.

Griff/Heft

Es gibt verschiedene Messerarten und Heftformen. Der Heft (Griff) des Messers erfüllt nur einen Zweck: er soll das Messer gut in der Hand liegen lassen und einen artgerechten und sicheren Umgang ermöglichen. Welches Material verbaut wurde spielt dabei eine recht kleine Rolle. Es gibt viele Vor- und Nachteile von diesen oder jenen Materialien. Endlose Diskussionen ob natur- oder doch witterungsbeständig, rutschfester Gummi oder doch lieber leichter Kunststoff. Wichtig ist, der Griff sollte gefallen, möglichst robust sein und pflegeleicht. Er soll aber vor allem gut und sicher in die eigene Hand passen. Es ist von entscheidender Bedeutung wie tief die Klinge im Heft versenkt ist. Gute Messer zeigen am Heftende Schrauben oder Nieten, dadurch wird verhindert, dass die Klinge locker wird und irgendwann herausfällt.

Klingenformen

Es sind je nach Land viele Klingenformen und damit Einsatzbereiche bekannt, die Grenzen unter ihnen sind oft fließend. Nachfolgend eine Auswahl:

Die bekannteste Klingenform ist die DropPoint Klinge. Sie besitzt eine sehr robuste Spitze und lässt sich sicher führen. Das Schneiden ist durch die leicht konvexe (bauchige) Schneide sicher und punktgenau. Es handelt sich hier um eine sehr langlebige Klinge

Die ClipPoint Klinge ist die bekannte Form des Bowiemessers. Eine leicht nach oben gebogene und angeschärfte Spitze ermöglicht punktgenaues Stechen. Die Spitze ist in der Regel länger (flacherer Bauch der Klinge) was sie schärfer macht. Hierbei handelt es sich um ein gutes Arbeitsmesser.

Der Schaffuß weist eine gerade Schnittfläche auf. Der Klingenrücken ist größtenteils parallel und läuft an der Spitze recht stumpf zusammen. Eine stumpfe Spitze ist immer dann gut, wenn man nichts zerstechen möchte. Die gerade Schnittfläche lässt langes gerades Schneiden zu. Hier handelt es sich um ein Küchen- oder Rettungsmesser.

Messerstahl

Es gibt im Grunde zwei grundlegende Arten von Legierungen. Dabei handelt es sich immer um verschieden zusammengesetzte Bestandteile. Mal mehr, mal weniger, mal dies, mal das. Ich unterscheide hier nur die grundlegenden Sorten Kolenstoffstahl und Inoxstahl (Nierosta). Der Unterschied liegt in der Höhe der Anteile Chrom und Kohlenstoff. Ist der Chromanteil hoch ist der Stahl rostfrei, aber auch weicher. Die bekanntesten rostfreien Bezeichnungen sind 420er und 440er Stahl. Je härter, desto besser. Der "rostende" klassische Kohlenstoffstahl ist spröder und härter, dafür aber länger schnitthaltig. Allerdings ist die Bezeichnung rostend eher verunsichernd als zutreffend. Das Metall läuft grau bis schwarz an, die Nutzung wird dabei jedoch nicht beeinflusst.

Gute und teure Messer verbinden beide Vorteile der beiden Stahlsorten miteinander. In sogenannten Laminat- oder Schichtstahl werden verschiedene Materialien miteinander verbunden. Das Ergebnis ist eine flexible (bruchsichere) Klinge mit enorm scharfer und schnitthaltiger Schnittkante.

Schliff

Der Schliff, also der Winkel der Schneide, ist genauso wichtig für ein scharfes Messer wie das Metall der Klinge. Ein neues Messer aus hartem Stahl hält recht lange. Früher oder später muss jedes Messer nachgeschliffen werden (spätestens vor der geplanten Trottertour). Dazu sollte man die Paar Euro in Kauf nehmen und einen Messerschärfer aufsuchen. Denn das Schärfen einer Klinge ist eine Kunst für sich.

Wer jedoch selber Hand anlegen möchte sollte auf Schärfesysteme zurückgreifen, die dem Nutzer den richtigen Klingenwinkel vorgeben. Hierzu bietet die Firma Lansky sehr gute Möglichkeiten. Auf keinen Fall sollte man einen Wetzstahl mit einem Schleifsystem verwechseln. Ein Wetzstahl hat eher den Zweck leichte Grade auf der Klinge zu entfernen. Das Messer erscheint kurzzeitig schärfer. Ein Wetzstahl ersetzt aber keinesfalls einen Schliff.

Messerart

Ob Klappmesser, Einhandmesser, Springmesser oder Fahrtenmesser - auch hier entscheidet der Einsatzzweck. Ein Klapp- oder Einhandmesser lässt sich sicher verstauen und eher unauffällig mitführen. Der Klapp- und Haltemechanismus ist aber pflegebedürftig und stellt eine zusätzliche Fehlerquelle dar.

Achtung - nach neuem Waffengesetz dürfen Einhandmesser nicht mehr ohne Grund mitgeführt werden. Diese Regelung wird jedoch von den Beamten individuell gehandhabt. Ein Grund besteht für Handwerker, Wanderer, Feuerwehrmänner usw. Aber auch im Alltag sollte ein Messer immer als Werkzeug verfügbar sein. Diesen Nutzen will das neue Waffengesetz auch gar nicht bergrenzen. Eine große feststehende Klinge zum Beispiel wird durch das neue Gesetz nicht berücksichtigt. Damit wird klar welchen Zweck diese Gesetzesänderug anstrebt. Der Beamte sollte sehr wohl unterscheiden können zwischen dem 47-jährigen Herren mit Einhandmesser in der Jackentasche beim Gassi gehen und dem 17-jährigen Jugendlichen mit Einhandmesser am Spielplatz in der Hand. Wer also ein Messer als Werkzeug verdeckt und "schlecht" zugänglich bei sich hat, sollte eigentlich nichts zu befürchten haben.

Das Fahrtenmesser, oder das Messer mit fester Klinge, hat einige Vorteile. Es ist robuster, leichter zu pflegen und umfangreicher einzusetzen. Auch haben Fahrtenmesser oft einen breiteren Messerrücken. Das ist wichtig, falls das Messer als Spaltkeil zum Holzspalten eingesetzt werden muss.

Ich gebe hier einmal drei Empfehlungen in der Preisklasse von unter 30 Euro und über 60 Euro.

1. Das Mora 2010 BushCraft Forest für 30 Euro ist ein robustes Messer aus rostfreiem Kohlenstoffstahl mit DropPoint Klinge. Sehr scharf und stabil. Die Klinge verjüngt sich nach vorn hin, daher ist das Messer sehr verschieden einsetzbar. Der Griff ist rutschfest und recht groß. In guter Kunststoffscheide fest verankert. Ein Spitzenmesser für den Allroundeinsatz!

2. Das Mora 2010 BushCraft Triflex für 30 Euro. Fast wie das Forest nur aus geschichtetem Carbon- und  rostfreiem Stahl. Die Lagen ergeben, in Verbindung miteinader, ein scharfes aber flexibles Messer. Die Klinge ist gleich stark mit einem breiten Rücken. Dieses Messer ist wirklich etwas für den wahren Trotter!

3. Das Helle Nr. 75 Eggen für 60 Euro. Ein Messer mit DropPoint Klinge aus Laminatstahl. Sehr lange schnitthaltig und dabei rostfrei. Robust und dabei trotzdem sehr schön, mit einem Heft aus Wurzelholz in Echtlederhülle. Eine sinnvolle Schönheit.

Fazit:

Wer ein robustes scharfes Messer zum Trotten auf Tour sucht, sollte auf ein Messer mit fester und breiter DropPoint Klinge aus Carbonstahl zurückgreifen. Wer ein Allroundmesser für Wanderung, Freizeit und Schnitzerei sucht, sollte sich für eine Laminatstahl Klinge in der ClipPoint Form entscheiden. Und wer nur ein Alltagsmesser für Jackentasche und Auto sucht, ist mit einem Einhand- oder Klappmesser aus 440er rostfreiem Stahl gut beraten. Was Material und Form und Gestaltung des Hefts angeht sollte man sich auf jeden Fall von seinem Geschmack leiten lassen, denn wie gesagt: Ein Messer ist ein Werkzeug, es kann aber auch ein sehr schönes Werkzeug werden.

Hier meine vier Messer: 1. Alltag und Jackentasche, 2. Kurztrip, 3. Auto und Radtour, 4. die TrotterTour


Hier könnt ihr euch einen Überblick verschaffen.

Viel Spaß dabei!

Kurt


Rabu, 23 Juni 2010

Gipfeltreffen


Dieses Jahr waren wir das erste Mal beim Gipfeltreffen im malerischen Reit im Winkl. Das Gipfeltreffen ist ein jährlich stattfindendes Outdoor-Testevent, bei dem der gesellige und testgierige Trotter die Möglichkeit hat, mehr oder weniger die aktuellste Ausrüstung bekannter Outdoorhersteller ausgiebig zu testen. Dieses Outdoorevent wird von Intersport und Hauser-Exkursionen angeboten und bietet zudem eine vielfältige Auswahl an interessanten und spannenden Aktivitäten.


Neben Erlebniswanderungen, Canyoning und alpinen Touren hat man auch die Möglichkeit für einen Fotoworkshop, Geocaching bzw. GPS-Orientierungs-Kurs, Nordic Walking und etlichen Mountainbiketouren, jeweils meist in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.


Von diesen gibt es 3 - vom interessierten Anfänger bis Fortgeschrittenen - die jedoch sehr unterschiedlich ausfallen und sofern man (auf einigen Touren) schwindelfrei und einigermaßen fit ist, sollte auch der höchste Anforderungsgrad problemlos machbar sein. Zudem stehen einem sehr erfahrene Guides zur Seite die alle Fachfragen klären, Ängste beseitigen und auch niemanden zurücklassen (Zumindest haben wir das nicht erlebt!).






















Das Canyoning fand ich am faszinierendsten und kann ich absolut empfehlen. In Neoprenanzügen seilten wir uns mehrmals von 20 m hohen Wasserfällen ab und rutschten, sprangen und kletterten eine sehr beeindruckende Schlucht (bis zu 50 m hohe Wände) hinab. Anders als die Schluchtenwanderung bei der man einen kleinen Gebirgsbachs von unten nach oben entlangwandert und die eher gemütlich ausfällt.


Weiter ging es mit etlichen Wandertouren, wie zum Beispiel einer Almwanderung zum Taubensee mit atemberaubenden Ausblicken und steilen Anstiegen. Einer gemütlichen Heimat- und Kulturwanderung um etwas über die Geschichte und Kultur von Reit im Winkl zu erfahren. Und einer Gipfeltour zur Eggenalm, die trotz 2ter Schwierigkeitsstufe gar nicht so schwierig war wie gedacht (Evtl. wurde hier die Trinkfestigkeit eingestuft, da es auf der Alm immer Schnaps gibt).

Interessant und fordernd waren außerdem die Mountainbiketouren, u.a. Technikschule, und der GPS-Kurs mit einem aktuellen Gerät und anschließendem Geocaching.












Im Mittelpunkt des Gipfeltreffens stand natürlich das Testen der Ausrüstung. Leider hat hier die Ultraleichtbewegung noch nicht vollends Einzug erhalten (insbesondere was das Schuhwerk und die Rucksäcke angeht) und auch allgemein war ich etwas enttäuscht, dass recht wenig Hersteller anwesend waren und auch die Vielfalt (bzw. auch die Anzahl der vorhandenen Dinge) nicht sonderlich groß war.

Zum Beispiel waren einige Trail-Running-Schuhe, die ich unbedingt ausprobieren wollte, ständig ausgeliehen und als Alternative gab es nur schwere Bergstiefel. Auch gab es nicht einen einzigen wasserdichten Rucksack und nicht mehr als drei GPS Geräte (z.B. eine günstigere Alternative als die Top-Modelle) zur Auswahl. An einigen Ständen gab es auch Ausrüstungsgegenstände die erst nächste Jahr erscheinen, diese durften jedoch nicht getestet werden. Schade. Trotzdem muss ich natürlich sagen dass es viele tolle Sachen zu sehen, zu bestaunen und natürlich zu testen gab. Die Hersteller waren zudem äußerst freundlich und für Fragen aller Art offen.






















Trotz der kleineren Kritikpunkte und des verblüffend hohen Altersdurchschnitts hat uns das Gipfeltreffen sehr gut gefallen. Die Repräsentaten der Hersteller, die professionellen Guides sowie die meisten Teilnehmer waren allesamt sehr sympathisch, hilfsbereit und einfach toll.

Vielen Dank dafür - uns hat es sehr viel Spaß gemacht!


Selasa, 22 Juni 2010

Trotten mit Boot - im Ilmen von Triton


Klar ist: Trotten macht Spaß... aber was wenn unvorhergesehen ein Fluss den Weg kreuzt, oder gar ein viel größeres Gewässer? Ein Boot muss her und zwar schnell! Aber welches ist das Richtige und wer hat schon ein Boot auf Tasche???

Gibts nicht!? Gibts wohl!! - Nämlich ein Faltboot.

Zugegebener Maßen in die Tasche passt es nicht, aber gut zu transportieren ist es dennoch! Aber was gibt es da alles auf dem Markt und zu welchem Preis.

Generell muss ich sagen, dass Faltboote im Schnitt schon doppelt so teuer werden können wie ein vergleichbares Festboot, was aber eigentlich klar ist bei dem Knowhow was für ein stabiles Boot von Nöten ist. Zuerst sollte man sich fragen ob es ein Schlauch- oder Faltboot sein soll. Beide haben Packmaß und Gewicht als Vorteil.


Ein Faltboot ist stabiler und trägt mehr. Es ist jedoch meist schwer aufzubauen. Darüberhinaus sollte man beachten aus welchem Material die Spanten und Senten (Waagerechten Verbindungen der Längs- und Querspanten z.B. die Bretter eines einfachen Bootes) gefertigt sind. Denn Achtung: Aluminium und Salzwasser geben eine nahezu unlösbare Verbindung ein. Einmal gerostet (besser korrodiert) ist das Material oft hinüber. Wer die Küsten befahren will sollte hier lieber auf ein Faltboot mit Holzgerüst oder auf ein selbstlenzendes Schlauchboot zurückgreifen.

Schlauchboote nutzen oft die gleichen Materialien für die Bootshaut wie Faltboote. Sie sind also ähnlich fest, wobei Schlauchboote mehr nachgeben und so für Wildwasser und Flachwasser besser geeignet sind. Es gibt aber auch Schlauchboote auf dem Markt die eine gelunge Mischung abgeben zwischen Fahreigenschaft und Stabilität.

Packsack und Tragekomfort


Der gezeigte Packsack (für den Faltkanadier Ilmen von Triton) ist beim Kauf dabei. Für einen komfortablen Transport sind nur einige kleine Änderungen nötig gewesen. Der Hüftgurt ist zum abnehmen, was aber doof ist da er beim Laufen auch abgeht... also hab ich ihn einfach festgenäht. Außerdem habe ich noch einen zusätzlichen Spanngurt außenrum gemacht um auch allein mit Stechpaddeln unterwegs sein zu können (die passen mit 1,55 m nicht in den Sack). Ich besitze auch eine Lastenkraxe von Tatonka, mit der sich das Boot auch super bequem über längere Zeit tragen lässt.

Die Lastenkraxe von Tatonka mit Fässern bestückt.

Im mitgelieferten Sack ist das Tragen möglich, sollte aber selbst mit hoher Leidensgrenze 2h nicht überschreiten. Für eine normale Nutzung vom Auto zur Einsetzstelle und zurück ist er allemal geeignet. Dazu gibt es noch ein Spritzdeck mit drei Öffnungen, das sogar mit (wenn vorhanden) Schürzen abgedichtet werden könnte. Einmal sorgfältig mit Klett befestigt ist auch eine Fahrt bei Regen gut möglich.

Hersteller

Vorweg, es geht mir nicht um Werbung und ich möcht hier nichts verkaufen, aber es gibt einfach Hersteller die es nach meiner Meinung nach wert sind erwähnt zu werden und welche die ich lieber gar nicht erwähnen möchte. Wobei ich hier nicht den Anspruch der Vollständigkeit erheben möchte.

Hier eine kurze Liste der bekanntesten Hersteller.
Gumotex, Triton, Klepper, Pouch, Seavivor, Bergans(Ally), Grabner, Packboats

Trottererfahrungswerte

Ich muss sagen das ein Falt- oder Schlauchboot doch robuster ist als man es denkt. Natürlich ist es ein Boot mit Haut also nicht unkaputtbar, aber die Haut ist weich und gibt oft dort nach wo Festboote die ersten Kratzer bekommen. Auf einer gedachten Skala der Dicke der Bootshäute (je mehr umso stabiler) von 1, weniger stabil, bis 5, sehr stabil, liegen Grabner, Packboats, Gomotex, Klepper und Pouch bei 5, Ally und Seavivor bei 4 und Triton bei 3. Bei einer erdachten Preisskala verhält es sich dann etwa andersherum. Es kommt wie überall darauf an was man braucht und was man für Möglichkeiten offen hat. Ich selbst habe ein Triton Typ Ilmen Faltkanadier und bin damit sehr zufrieden.

Mit dem Triton-Ilmen an der Mecklenburger Seenplatte.

Man kann mit ihm kein Wildwasser befahren (wie z.B. mit Ally, Grabner, Seavivor) aber er fährt sich dafür auch bei Wind und wenig Zuladung wie ein Boot. Ally hingegen ist allein ohne Ladung kaum fahrbar. Die Schlauchboote Grabner, Packboats, Seavivor fahren nur mit Steueranlage wirklich gerade aus. Dafür ist mein Ilmen halt anfälliger von außen und innen (zwei Luftschläuche spannen die Außenhaut von den Senten weg), ist aber preislich wesentlich günstiger. Als Ausstellungsstück fast halb so teuer gekauft wie ein Ally. Alles in allem ein gutes Boot mit kleinen Macken... russische Herstellung, nichts was sich mit Spanngurt und Kleber nicht beheben lassen würde. Auch der Aufbau ist recht einfach - einmal markiert ergibt alles eine Sinn.


Fazit zum Ilmen von Triton

Ich habe ein gutes und eher preiswerteres Boot als Schnäppchen bekommen. Für den Trotter mit kleiner Geldbörse, keinen zwei linken Händen und etwas Sorgfalt ist das Triton sehr zu empfehlen. Wer etwas mehr Geld zur Verfügung hat oder ein pflegeleichteres Boot sucht, sollte auf Ally oder Packboads umschwenken. Wer eher traditionelle und deutsche Produkte bevorzugt ist bei Klepper und Pouch gut beraten. Für Wildwasser oder Flussfahrten abwärts kann ich das Gumotex Boot BARAKA empfehlen. Freunde von mir haben damit den Berounka befahren. Und das ohne große Probleme, obwohl das Gesicht des Flusses sehr stark variiert.

Ich empfehle den Händler um die Ecke (auch wenn er nicht gleich um die Ecke liegt), denn es lohnt sich verschiedene Boote mal auszuprobieren und sich gut beraten zu lassen. Und wer nach einem guten Gespräch für sein perfektes Boot einige Euro mehr bezahlt als im Netz, der hat denke ich trotzdem alles richtig gemacht.

Kurt


Senin, 21 Juni 2010

Tranig läuft es weiter...

Hi @ all,

lange schon liegt mein letzter Bericht zurück. Das liegt leider einzig daran, dass es nicht allzuviel zu berichten gibt. Nach wie vor haben die Schneidertage die deutliche Mehrheit gegenüber den Fangtagen und wegen jedem Schniepel muss ich ja hier keinen Bericht schreiben.

Eine gescheite Bachforelle aus der Lahn kann ich noch nachreichen, die 42er schneppte sich einen ABU-Bleikopfspinner am Hechtgeschirr und sorgte so für einen Schenider frei.



Die 4 Tage am Möhnesee waren superschön und ruckzuck vorbei. Es herrschte zu dieser Zeit Kaiserwetter mit strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Tempereaturen, was den Fischen auf den Appetit zu schlagen schien. Ich konnte in dieser Zeit lediglich 3 Hechte fangen. 2 Schniepel gingen mir beim EWerfen an sinkende 14 cm Zalt-Wobbler, dieser gut 70er Hecht schnappte sich eine Castaiac Sardine beim Schleppen im Freiwasser...





Es folgten diverse Schneidertage, von denen es nichts besonderes zu berichten gibt.

Gestern war ich unterwegs mit kleinen Ködern (Wobbler) im schnellen Wasser unterhalb eines Lahnwehres und fing an, echt zu verzweifeln. Neben diversen Fehlbissen kassierte ich der Reihe nach Drillaussteiger von nem guten Hecht, fettem Döbel, einer guten Barbe und wohl einem richtig mächtigen Rapfen. Ich war ja sowas von angepißt, dass ich schließlich ne Nase reißen mußte, um nicht Schneider zu bleiben ;)



Bin dann nochmal eine andere Stelle angefahren und habs dort intensiv mit kleinen Gummis an hauchzartem Gerät versucht. Siehe da, das war keine schlechte Entscheidung. Nach 2 Fehlbissen konnte ich schließlich wenigstens erst einen Barsch erwischen...



Dann gabs einen Minirapfen, dem ich das Foto ersparte, dann wurde es etwas besser...





Zwar keine großen Zander, aber immerhin...

Gehe gleich noch einmal mit kleinen Gumkmis los und verspreche, euch weiter auf dem Laufenden zu halten. Hechte gehen derzeit irgendwie überhaupt nicht bei mir, aber auch bei den Kumpels läuft es diesbezüglich äussert schlecht. Wir sind uns einig, dass wir einen solch schlechten Saisonstart seit vielen Jahren nicht erlebt haben.

Es kann nur besser werden und darauf hoffen wir.

In diesem Sinne,

euer Lahni

Minggu, 20 Juni 2010

Pflanzenkunde - Löwenzahn, Klette & Co.


Das Buch von Fleischhauer, Guthmann und Spiegelberger ist meiner Meinung nach das beste Bestimmungsbuch für die echte TrotterKüche. Es erklärt mit 200 Arten der bekanntesten Pflanzen Europas alles was die Natur bietet, um satt zu werden und kleine medizinische Probleme in den Griff zu bekommen.


Außerdem ist es sehr übersichtlich aufbereitet, mit Zeichnungen und Bildern macht das Suchen und Bestimmen Spaß. Es ist leider zum Mitnehmen zu schwer....aber gelernt ist eh besser. Lesen muss man trotzdem mit Verstand, die Giftigkeit der Pflanzen wird in diesem Buch recht unproblematisch behandelt. Es geht hier ja um die Bestimmung, und jeder weiß "alles ist Gift - nur die Dosis macht, dass es kein Gift ist". Wer also nicht vor hat, sich eine Woche nur von Breit-Wegerich zu ernähren, macht auch nichts verkehrt und wird erstaunt sein, was man mit Gänseblümchen, Klette und Waldmeister alles anstellen kann.


Rabu, 09 Juni 2010

Wetterkunde - Mit Schirm, Schal und Höhenmesser...


Für eine faszinierende und erfolgreiche Trottertour spielt die Information wie das Wetter wird eine entscheidende Rolle. Tourenverlauf, Unterschlupf und Nahrungsbeschaffung hängen im großem Maße vom Wetter ab. Um hier im Vorteil gegenüber der Natur zu sein, helfen einfache Beobachtungen und Schlussfolgerungen die der umsichtige Trotter während seiner Tour vornehmen sollte. Insbesondere sind es verschiedene Veränderungen (Wolken, Wind, Tiere und Pflanzen) die auf einen Wetterwechsel hindeuten können.


Als Beispiel dienen mit einem Mal tief fliegende Vögel (z.B. Schwalben) die auf der Jagd nach Insekten sind die sich kurz vor dem Regen unter Blättern in Sicherheit bringen wollen. Oder stark wehender Wind der innerhalb kürzester Zeit die Richtung wechselt. Eine genaue Beobachtungsgabe für Veränderungen und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen sind somit essentiell für eine gelungene Tour.


Zudem gilt eine einfache Regel - Langsame Veränderungen des Wetters führen zu anhaltenden Wetterlagen und schnelle Veränderungen deuten auf unbeständiges Wetter hin. Trottertipp: Wenns nass von oben kommt, dann ist das Schlechtwettergebiet ganz nah!

Nachfolgend sollen einige Zeichen aus der Natur dem wissbegierigen Trotter nähergebracht werden von denen noch unzählige in der einschlägigen Literatur zu finden sind. Für den angehenden Hobby-Meteorologen kann noch die Webseite der Waldläufer, die mehr als nur eine Seite zur Wetterkunde bieten empfohlen werden.


Die Zeichen der Natur


Wind

Für eine Wetterverschlechterung spricht ein starker oder zunehmender Wind. Dabei gilt, das Wind aus Südwest bis Nordwest meist kühles und regnerisches Wetter bringt. Wind aus Ost oder Nordost hingegen bringt trockene Luft, was im Winter starke Kälte und im Sommer große Hitze bedeutet.

Feuchtigkeit

Die Wahrscheinlichkeit einer Verschlechterung des Wetters ist umso größer, je mehr Feuchtigkeit in der Luft vorhanden ist. Ein Indiz dafür sind zum Beispiel aufsteigende Nebelschwaden. Liegt der Nebel jedoch in den Tälern und die Dämmerung erscheint grau, dann wird das Wetter meist gut. Auch wenn es Morgentau gibt ist dies ein Zeichen für gutes Wetter.

Himmel

Mit schlechtem Wetter ist zu rechnen, wenn der Morgenhimmel eine rote Färbung (bei wolkenarmen Himmel) aufweist. Gutes Wetter bleibt meist bestehen, wenn der Abendhimmel rot gefärbt ist und es kalte und klare Nächte gibt. Kühlt es hingegen nachts nicht ab zieht vermutlich eine Warmfront mit Regen auf. Das gleiche gilt für Schönwetterwolken die sich nicht auflösen wollen, sie deuten auf schlechtes Wetter.


Pflanzen

Viele Pflanzen schließen ihre Blüten sobald sich eine Kaltfront nähert. So zum Beispiel der Löwenzahn, der seine Blüten bei einer Temperatur unter 10 Grad schließt.

Tiere

An Seen und Flüßen ist ein guter Indikator für ein kommendes Schlechtwettergebiet Moskitos und Schwarze Fliegen. Diese treten meist 12 Stunden vor dem Unwetter in großen Schwärmen auf. Sobald das Unwetter beim umsichtigen Trotter angekommen ist, verschwinden die Insekten um sich in Sicherheit zu bringen. Zusätzlich sollen Frösche die Eigenschaft haben einige Stunden vor einem Unwetter verstärkt zu quaken und Fische springen vermehrt im Wasser umher. Hochfliegende Schwalben hingegen sind ein Indiz für gutes Wetter.

Luftdruck

Die Entwicklung eines Schlechtwettergebietes oder Tiefdruckgebietes kündigt sich durch fallenden Luftdruck an. Im Gegensatz zum steigenden Luftdruck, der eine Schönwetterphase oder ein Hochdruckgebiet ankündigt. Der Luftdruck kann durch ein Höhenmesser/Barometer abgelesen werden. Für den findigen Trotter kann es durchaus sinnvoll sein so ein Messinstrument bei sich zu haben, natürlich gewichtssparend integriert in seine Multifunktionsuhr. Der sich ändernde Luftdruck ist ein hervorragendes Indiz für Wetteränderungen und kann auch ohne technische Spielereien aus der Natur abgelesen werden. Beispielsweise ist ein Luftdruckabfall an den aufsteigenden Gasblasen in Teichen zu erkennen, die an der Oberfläche als Schaum auftreten (gemeint sind hier keine Gewässer in der Nähe von Industrieanlagen). Oder am Rauch des Lagerfeuers der bei einem niedrigen Luftdruck eher schlecht aufsteigt. Schlechter werdendes Wetter ist auch meist am Geruch zu erkennen, da beim Luftdruckabfall die Feuchtigkeit zunimmt und die Natur anfängt stark zu duften.


Für das Messen von Luftdruckänderungen bietet sich ein Höhenmesser oder ein Barometer an, wobei ein Höhenmesser eigentlich auch ein Barometer ist. D.h. wenn man einen Berg besteigt, steigt die Anzeige des Höhenmessers und umso geringer wird der Luftdruck. Oder anders, steigt der Luftdruck so fällt die Anzeige auf dem Höhenmesser. Dies sollte man wissen und verstehen, wenn man solch ein Gerät nutzt. Ein fallender Luftdruck und zunehmende Höhenwerte sind somit ein Indiz für eine Wetterverschlechterung. Dabei gilt wieder: langsame Veränderungen des Luftdrucks (egal ob fallend oder steigend) führen zu anhaltenden Wetterlagen und schnelle Veränderungen deuten auf unbeständiges Wetter hin. Eine Sturmfront ist beispielsweise zu erwarten, wenn ein Luftdruckabfall von mehr als 3 hPa innerhalb von 3 Stunden auftritt(*).

Um nun kein unhandliches Barometer mit auf Tour zu nehmen bietet sich, wie oben schon erwähnt, eine Multifunktionsuhr an. Empfehlen kann ich die hochpräzisen Uhren von Suunto aus Finnland, speziell die Suunto Core. Diese 65 g schwere und anscheinend bis zu 30 m wasserdichte Uhr vereint Höhenmesser mit Höhenspeicher und Höhendifferenzmessung, Barometer mit *Sturmalarm und Wettertrendanzeige, Tiefenmesser, Thermometer und einen Kompass mit digitaler Peilung. Natürlich kann diese Uhr auch die üblichen Dinge wie Zeit-, Datums-, Alarmfunktionen, Dualzeit, Sonnenauf- und untergang usw. Ein nettes Spielzeug für den wissbegierigen Trotter also!