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Jumat, 25 November 2011

Wie lerne ich Spurenlesen?


Wer genauso wie ich daran interessiert ist einer (Tier)spur zu folgen, aus einem Abdruck ein Tier zu deuten und vielleicht sogar daraus das Verhalten abzuleiten, dem kann ich folgendes Buch von Hans-Jörg Kriebel empfehlen: Wie lerne ich Spurenlesen?: Ein praktischer Ratgeber zur Wiederentdeckung einer alten Kunst.


Nach diesem Buch sehe ich viele Dinge während einer Wanderung mit ganz anderen Augen. Ständig schweift mein Blick Richtung Boden um ja keine Tierspur zu übersehen. Besonders im Winter - sobald Schnee liegt - ist es für einen Laien wie mich, sehr interessant und relativ einfach Tierspuren zu finden und mich damit zu beschäftigen. Das Ganze ist natürlich schwierig und bedarf verdammt viel Übung, aber es macht sehr viel Spaß und das Buch hilft dem Trotter systematisch dabei vorzugehen.

Für den Laien fängt die Spurensuche am besten im Schnee an

Mit der Beschreibung und der Systematik wie der Autor dem Leser die Spurensuche näher bringt, ist es nicht nötig jede Tierspur auswendig zu lernen, sondern durch die Bestimmung von Merkmalen erst auf eine Tierkategorie zu schließen und dann speziell das Tier zu bestimmen. Das Buch bietet also mehr als nur eine einfache Auflistung von Tierspuren bzw. Trittsiegelsammlungen. Außerdem ist es sehr verständlich geschrieben und bietet dem Lesenden viele praktische Übungen zum Ausprobieren.

Verfolgung einer Tierspur in der sächsischen Schweiz

Nur mit den Bildern und Zeichnungen hätte sich der Autor mehr Mühe geben können, denn diese sind eher schlecht bis fast gar nicht erkennbar. Schade eigentlich. Aber: nach dem Lesen - oder besser gesagt schon während des Lesens - möchte man unbedingt in die Natur und loslegen! Wie schon oben beschrieben, funktioniert das Ganze natürlich am besten im Winter :-)


Selasa, 30 November 2010

Abenteuer Polarkreis


Mike Horn muss man eigentlich nicht vorstellen - wir tun es aber trotzdem, vor allem für unsere Leser die nicht so eng mit der Materie vertraut sind. Und natürlich für alle anderen auch ;-) Der 1966 in Johannesburg geborene Extremsportler hat es uns einfach angetan - seine Extremtouren sind faszinierend, gefährlich und inspirierend zugleich. Aufmerksam bin ich auf ihn durch sein Buch Breitengrad Null: Auf dem Äquator um die Welt geworden. In diesem erzählt er von seiner 18-monatigen Tour um die Welt entlang des Äquators und ohne motorische Hilfsmittel. Dabei passieren ihm wirklich ein paar krasse Sachen wie zum Beispiel die ständig präsenten und äußerst gefährlichen Begegnungen mit den Rebellen aus den Bürgerkriegsgebieten Afrikas. Mike Horn wanderte, segelte, schwamm, radelte und paddelte letztendlich über 46.000 km.

Mike Horn auf dem Äquator um die Welt

Das Buch ist jedoch, ich gebe es zu, verdammt schlecht geschrieben! Ich habe die deutsche Version gelesen und es war ehrlich gesagt eine echte Qual! Ich kann nicht nachvollziehen was den Verlag dazu gebracht hat, das Buch in so einer Form auszuliefern. Aber sei es drum - trotzdem gab ich seinem zweiten Buch Abenteuer Polarkreis: Zwei Jahre Kälte, Eis und Einsamkeit noch eine Chance, da mich dieser Mensch und seine Expeditionen sehr faszinierten und ich mehr wissen wollte. Ich wurde nicht enttäuscht! Das Buch ist einer der interessantesten Tourenberichte die ich je gelesen habe (und der Sprachstil ist um ein Vielfaches besser!). Nach diesem Buch hatte ich übrigens kein Problem mehr mit Kälte während einer Trottertour - zumindest hab ich mir das eingeredet.

Mike Horns besseres Buch - Abenteuer Polarkreis

Über zwei Jahre lang umrundet Mike Horn im Alleingang den nördlichen Polarkreis. Dabei zieht er einen 100 bis 130 kg schweren Schlitten hinter sich her, benutzt bei günstigen Windverhältnissen Lenkdrachen um schneller voran zu kommen und holt sich eine Menge Erfrierungen (bei Temperaturen bis minus 62 Grad). Das krasseste Erlebnis wie ich finde war folgendes: Aufgrund einer zu großen Temperaturdifferenz zwischen Draußen und im Zelt, spritzt sein Brennstof quer über ihn und über die Ausrüstung durch das Zelt. Anschließend explodiert der Kocher und hat das ganze Zelt, 80% der Ausrüstung und ihn halb abgefackelt. In dem zum Buch gehörigen Film Arktos - Mike Horns Umrundung der Arktis sagt er nur trocken und sinngemäß: Ich stand halb nackt in der Kälte und habe mir ersteinmal ein Iglu gebaut. Drei Kerzen hatte ich noch in Reserve und habe es damit geheizt. Es waren zum Glück nur minus 30 Grad und somit konnte ich gut zwei bis drei Tage überleben... Da sag ich jetzt mal nix zu.

Weitere faszinierende Touren von Mike Horn waren folgende: 1997-1998 durchschwamm er den gesamten Amazonas und 2006 führte er die erste Nordpol-Winterexpedition während der Polarnacht durch (Polarnacht! - d.h. 3 Monate in kompletter Dunkelheit!). 2007 machte er eine Himalaja-Expedition, bei der zwei Achttausender ohne zusätzlichen Sauerstoff bezwungen wurden.
Seine neueste Expedition entspricht ganz dem Motto von Rüdiger Nehberg: Abenteuer mit Sinn! Die Pangaea-Expedition – eine Weltreise zum Schutze der Umwelt. Die Expedition dauert vier Jahre (2008 - 2012) und es werden alle Jugendlichen und junge Erwachsene, aller Kontinente im Alter von 15 bis 20 Jahren, eingeladen Mike Horn zu begleiten (YEP - YOUNG EXLORERS PROGRAM - PANGAEA). Teilnehmer müssen sich bewerben und eine Eignungsprüfung ablegen. Die Tour wird weitestgehend auf einem 35 m langen Segelschiff stattfinden. Diese größte segelnde Expeditionsyacht der Welt bietet für 30 Personen Platz und wurde von Mike Horn selbst entwickelt. Das Boot wird überall dort, wo es weltweit vor Anker liegt, für Umwelt-, Unterrichts- und Forschungsprojekte genutzt.

Segelyacht der Pangaea Expedition

Trotten mit Hut unterstützt dieses Vorhaben von ganzem Herzen - kann aber aufgrund der Altersbegrenzung nicht mehr teilnehmen.

Minggu, 20 Juni 2010

Pflanzenkunde - Löwenzahn, Klette & Co.


Das Buch von Fleischhauer, Guthmann und Spiegelberger ist meiner Meinung nach das beste Bestimmungsbuch für die echte TrotterKüche. Es erklärt mit 200 Arten der bekanntesten Pflanzen Europas alles was die Natur bietet, um satt zu werden und kleine medizinische Probleme in den Griff zu bekommen.


Außerdem ist es sehr übersichtlich aufbereitet, mit Zeichnungen und Bildern macht das Suchen und Bestimmen Spaß. Es ist leider zum Mitnehmen zu schwer....aber gelernt ist eh besser. Lesen muss man trotzdem mit Verstand, die Giftigkeit der Pflanzen wird in diesem Buch recht unproblematisch behandelt. Es geht hier ja um die Bestimmung, und jeder weiß "alles ist Gift - nur die Dosis macht, dass es kein Gift ist". Wer also nicht vor hat, sich eine Woche nur von Breit-Wegerich zu ernähren, macht auch nichts verkehrt und wird erstaunt sein, was man mit Gänseblümchen, Klette und Waldmeister alles anstellen kann.


Jumat, 12 Maret 2010

Trekking Ultraleicht: Basiswissen für draussen


Durch Zufall bin ich über das Buch Trekking ultraleicht von Stefan Dapprich gestossen. Es enthält alle Themengebiete über die ich zu diesem Zeitpunkt mehr erfahren wollte. Dieses einfache, schnörkellose und auf den Punkt gebrachte Schreibweise des gut 160 Seiten umfassenden Buches gefiel mir sofort.


Der Autor geht kurz auf die Vorteile ultraleichter Ausrüstung ein und gibt Tipps für den Umstieg. Allein bis hier dürfte es für viele Trekker eine Offenbarung darstellen. Mir bestätigte es meine darüber bereits gemachten Gedanken und Befürchtungen und zeigte mir das ich auf dem richtigen Weg bin. Weiter geht der Autor auf die Ausrüstung (Rucksack, Zelt, Schlafsack, Kocher und Brennstoff, Wasser, Proviant, Bekleidung, Sonstiges) ein und erklärt Schritt für Schritt welche Möglichkeiten es für eine Gewichtsreduzierung geben könnte. Am Ende eines jeden Kapitels werden Produktbeispiele genannt, die natürlich aufgrund des schnelllebigen Marktes mehr oder weniger verfügbar sind. Normalerweise machen solche Beispiele wenig Sinn, da viele Produkte nicht mehr produziert werden oder veraltet sind. Mir hat dies trotzdem sehr geholfen, allein dadurch das Herstellerlinks angegeben sind und man die Möglichkeit zum vergleichen hat, bspw. mit den im Buch abgebildeten Produkten und den neueren auf der Herstellerseite.

Fazit: Die Idee der ultraleichten Ausrüstung ist nicht neu, jedoch gibt das Buch einen sehr guten deutschsprachigen Einstieg in diese neue Welt und läd sowohl durch den sympathischen Autor als auch durch die Gestaltung des Buches zum ausprobieren ein.