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Rabu, 01 Mei 2013

Husch husch, ab in's Gemüseregal!

Franzi versucht uns nämlich mit einem Gewinnspiel von den fehlenden Sonnenstrahlen abzulenken, indem sie uns mit Schokolade ködert. Klappt wunderbar, zumindest bei mir! Vor allem wenn es sich um solch eine schöne Idee handelt. 



Kamis, 31 Januari 2013

Go Franzi!

Habt ihr es schon mitbekommen? Meine liebe Freundin Franzi ist mit ihrem Gemüseregal umgezogen. Und der Umzug hat sich gelohnt, denn der neue Anstrich steht dem Regal richtig gut! Franzis Blog besticht durch zauberhafte Bilder (mehr davon könnt ihr hier bewundern) und abwechslungsreiche vegetarische und vegane Genüsse. Und wenn man ihre Texte liest, möchte man ihr am liebsten in die Wange kneifen; jedenfalls möchte ich das andauernd, so viel Liebenswürdigkeit strahlt sie aus! 

Liebe Franzi, ich wünsche dir und deinem Gemüseregal viel Spaß im neuen Heim! Ich freue mich schon auf jede Menge Rezeptideen, aber noch viel mehr auf die Franzi'sche gute Laune. 

Schaut bei ihr vorbei, guckt euch die neue "Einrichtung" an und grüßt sie schön von mir! 

www.gemueseregal.de


Sabtu, 25 Agustus 2012

Carry your food! LunchBots Uno & Klean Kanteen Reflect




Ich verbringe einen beachtlichen Teil meiner Zeit in Bibliotheken zwischen Stapeln aus alten und neuen Büchern und auch wenn die Stadt vor der Türe allerbeste Möglichkeiten für's Mittagessen bietet, nehme ich doch immer noch einen Tick lieber etwas Leckeres von zu Hause mit. Und gerade dieser Tage, wenn draußen ordentlich die Sonne vom Himmel brennt, kann ich mich mittags nur selten dazu bringen einen Teller dampfende Pasta zu bestellen. Umso mehr freue ich, wenn wir vom Vorabend noch etwas Tabouleh, Linsensalat oder etwas ähnlich Leckeres und Transportables übrig haben. 

Da ich mich auf dem Fahrrad durch die Stadt bewege müssen diese Leckereien dann natürlich vor allem rucksackkompatibel transportiert werden. Zudem war mir wichtig etwas aus lebensmittelechtem Edelstahl anstatt aus vor Weichmachern strotzendem Plastik zu verwenden und letztlich sollte es auch etwas robustes, langlebiges und etwas das man wirklich gerne benutzt sein. Da diese Überlegungen zu einer etwas umfangreicheren Suche geführt haben, möchte ich nun allen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, meine Transportlösungen präsentieren. Nebenbei gesagt spielte das Warmhalten oder Kühlen von Speisen und Getränken für mich wegen meiner relativ kurzen Wege und der verwendeten Speisen keine besondere Rolle; der Vollständigkeit halber sei allerdings erwähnt, dass meine beiden favorisierten Hersteller auch Produkte für diese Anwendungen im Programm haben.

Für den Transport meines Essens bin ich bei LunchBots fündig geworden; einem kleinen kalifornischen Unternehmen, das eine ehemalige Apple-Mitarbeiterin vor ein paar Jahren in ihrer Garage gegründet hat und seitdem von dort aus einfache, robuste und wirklich süße Edelstahl-Lunchboxen vertreibt. Die LunchBots gibt es mit lustigen farbigen Deckeln sowie in verschiedenen Größen und Unterteilungsvarianten für das Trennen verschiedener Speisekomponenten. Da ich aber vor allem Salate & Co. transportiere habe ich die Variante "Uno" ohne Unterteilungen im einheitlichen Edelstahllook gewählt


Für meine Getränke benutze ich die immens praktische und superschöne Flasche "Reflect 800ml" vom ebenfalls in Kalifornien beheimateten Hersteller Klean Kanteen in einer matt gebürsteten Variante mit Bambusdeckel. Eine bessere und schönere Trinkflasche habe ich noch nie benutzt; zur Umrüstung für andere Zwecke (etwa Sport) sind auch andere Deckelvarianten verfügbar.

Ich kann nur jedem Auswärts-gerne-homemade-stuff-Esser empfehlen ein kleines bisschen Zeit und Mühe in die Auswahl seiner "Transportausrüstung" zu investieren. Für mich hat es sich mehr als gelohnt, ich freue mich inzwischen jeden Tag nicht nur wegen den leckeren Inhalten wie ein Schulkind auf's Pausenbrot. Leckeres Essen verdient ein anständiges Behältnis!

Selasa, 03 April 2012

Neu in der Lieblingsliste: Nicky & Max

Okay, ich will völlig offen sein: Ich bin neidisch! Das ist sicher nichts womit man angeben kann, aber schaut Euch den Blog von Nicky & Max an und versucht, nicht bass erstaunt zu sein, nicht zu sabbern und Euch zu wünschen, das wären Eure Kreationen. Das ist absolut unmöglich! Die beiden verstehen jedenfalls ihr Handwerk und bin sehr gespannt, womit sie ihre Leser weiterhin in Verzückung bringen werden. Der Start ist ihnen jedenfalls äußerst gut gelungen und ich freue mich auf mehr. 

http://nickyandmax.com/

Senin, 20 Februari 2012

Das muss man gesehen haben: Sweet Trolley

Katies Blog Sweet Trolley hat schon seit dem ersten Tag einen festen Platz auf unserer Lieblingsliste und das absolut zu Recht. Ihre Leidenschaft gilt zweifellos der süßen Bäckerei und ihre Kreationen sind so schön, dass man meinen könnte, sie mache das hauptberuflich. Ebenso über jeden Zweifel erhaben ist ihr feines Näschen für die neuesten Backtrends. Ich habe inzwischen aufgehört zu zählen, wie oft ich mich schon zu ihr beamen wollte. Das darf man wirklich nicht verpassen!

An einer soliden Leserschaft mangelt ihr es zwar glücklicherweise nicht, aber für den Fall, dass hier der ein oder andere herumschwirrt, der ihren Blog noch nicht entdeckt hat, und natürlich um unsere Begeisterung auszudrücken, ist dieser Beitrag gedacht. Mach uns weiterhin den Mund wässrig, Katie! 


http://sweet-trolley.blogspot.com/

Kamis, 26 Januari 2012

Let's talk coffee, guys!

Die Sache mit dem Kaffee spukt uns schon eine Weile im Kopf herum; ein Thema das uns viel Spass macht, aber ebenso sehr immer wieder zum Nachdenken bringt. Um es vorwegzunehmen: wir trinken sehr gerne eine gute Tasse Kaffee. Allerdings betrachten wir das schmackhafte Röstbohnengetränk mehr als Genussmittel denn als "Treibstoff um den Tag zu überleben." Da wir damit auch nicht gezwungen sind Kaffee in rauen Mengen ranzuschaffen, konnten wir uns eingehender mit grundlegenden Fragen nach der Qualität und dem verantwortungsvollen Konsum beschäftigen.

Wie zu erwarten, findet man sich bei dieser Frage allzu bald in einem klassischen Zielkonflikt zwischen Preis, Qualität und Herstellungsbedingungen wieder. Und da sich für unsere ohnehin überdurchschnittlich an Nahrungsmitteln interessierte Leserschaft ein Hinweis auf das sozioökonomischen Desaster, welches die Geschäftspolitik der großen Kaffeproduzenten, -händler und -verkäufer in den Erzeugerländer bereits angerichtet hat und weiterhin anrichtet, ohnehin erübrigt, soll sich dieser Beitrag nicht in einen endlose Besinnungsaufsatz verwandeln sondern auf eine einzige interessante Möglichkeit konzentrieren, welche über den, zugegebenermaßen auch schon recht hilfreichen, Hinweis "Kauft bitte Faitrade-Kaffee!" hinausgeht.

Wir möchten dabei mit der gebotenen blog-journalistischen Distanz, aber auch nicht ohne eine Quäntchen Begeisterung, auf ein junges Unternehmen aufmerksam machen, welches mit dem Anspruch angetreten ist seinen eigenen Weg zur besten Vereinbarkeit von außerordentlicher Qualität und verantwortungsvollem Konsum zu gehen. Und zudem steckt eine tolle Geschichte dahinter. Die Gründer des Berliner Unternehmens Coffee Circle sind ehemalige Consultants einer weltbekannten Unternehmensberatung, die nach einigen Jahren steiler Karriere ins Grübeln kamen wohin die unzähligen Präsentationen und Meetings mit gestelzten Vertretern gesichtsloser Konzerne führen sollen und ob schnieke Anzüge, teure Hotelzimmer und tonnenweise Sozialprestige auf Klassentreffen und Familienfeiern wirklich alles waren wofür es sich zu leben lohnt.

Und so warfen sie die Schlips und Blackberry in die Ecke und machten mit großem Elan und unternehmerischen Ehrgeiz ihre Vision vom Handel mit verantwortungsvoll erzeugten und gehandelten Premium-Kaffee wahr. Der Clou besteht hierbei darin, dass die Jungs ihren Kaffee selbst vor Ort in Äthiopien einkaufen und von da an die gesamte Produktions- und Lieferkette bis zum Verkauf in Deutschland in der eignen Hand behalten. Am anderen Ende derselben stellen sie eine anständige Bezahlung der Kaffeebauern aus den Erlösen sicher und finanzieren und überwachen vor Ort ganz konkrete Hilfsprojekte für die Dorfgemeinschaften, in denen ihre Geschäftspartner leben.

Das Unternehmen belegt in seiner jungen Geschichte damit eindrucksvoll, dass Marktmechanismen und soziale Verantwortung sich eben nicht ausschließen und widerlegen somit in ihrer täglichen Arbeit  eindrucksvoll die immer noch gegenwärtigen, aber ewig gestrigen Stimmen, die jedes Quäntchen sozialer Verantwortung im Wirtschaftsleben als sozialistische Tagträume abtun.

Und ganz nebenbei bemerkt: wir tun uns wirklich schwer, uns an einen Kaffee zu erinnern, der es in bezauberndem Duft und voluminösen Geschmack mit diesen äthiopischen Spezialitäten aufnehmen könnte.


Coffee Circle bietet in seinem Online-Shop zwei exzellente Kaffee-Sorten (Lima und Sidamo) und einen Espresso an, nach Wunsch als ganze Bohne oder in vorgemahlenem Zustand. Letzteres kommt gerade uns sehr gelegen, da wir mit unserer Zuwendung zu Kaffee als Genussmittel unseren blinkenden Kaffee-Vollautomaten gegen einen einfachen Espressokocher und eine French-Press für Kaffee eingetauscht haben. Die Zubereitung fühlt sich mit diesen Geräten so wunderbar direkt an; wir kommen bei der Zubereitung mit allen Sinnen in Berührung mit dem tollen Produkt und wissen inzwischen jede einzelne Tasse zu schätzen.

Auch wenn das natürlich Geschmacksache ist, möchte wir bei dieser Gelegenheit eine Lanze für diese Form der Zubereitung brechen und jeden ermutigen es zumindest einmal auszuprobieren. Sie ist günstig, viel einfacher als man denkt, macht riesig Spaß und wirklich tollen Kaffee.


Nebenbei erwähnt: auch Coffee Circle bietet entsprechende Geräte neben anderem praktischen (und lustigen) Kaffeezubehör im Online-Shop an.

Also, falls Ihr Euch selbst einmal etwas Gutes tun möchtet oder Euch einmal die Inspiration für ein Last-Minute-Geschenk fehlt schaut in den Shop der Jungs rein. Wir jedenfalls sind begeistert - von ihrem Unternehmenskonzept und dem köstlichen Kaffee!




Selasa, 22 November 2011

Neu in der Lieblingsliste: Joy the Baker

Joy the Baker ist mir innerhalb kürzester Zeit an's Herz gewachsen. Eigentlich geht es auf ihrem Blog darum, was Joy so kocht und backt - ausschließlich Köstlichkeiten - aber so richtig hat sie mich mit einer Liebeserklärung an ihre Katze gekriegt. 

Den Link habe ich übrigens dank einer sehr lieben Erwähnung unseres Blogs bei Das Stadtgeflüster entdeckt. Nochmals vielen Dank für die lieben Worte. 

Rabu, 21 September 2011

Neu in der Lieblingsliste: The Vegan Stoner

Einfache, vegane Rezepte mit entzückender Gestaltung. Dieser Blog musste unbedingt in unsere Liste aufgenommen werden:  The Vegan Stoner



Senin, 22 Agustus 2011

Kochuniversität Band 1: Tomaten, Jürgen Dollase

"Die beliebten Strauchtomaten riechen oft sehr verführerisch "nach Tomate". Was dort so intensiv riecht, ist allerdings meist das Grün, das wohl aus diesem Grund an den Tomaten belassen wird. Über die Qualität der eigentlichen Tomate sagt das wenig."


Das meistverkaufte Gemüse in Deutschland ist die Tomate. Als großer Tomaten-Fan ist das keine Überraschung für mich. Wie vielseitig sie aber ist, wird einem erst bewusst, wenn man in Jürgen Dollases "Kochuniversität Band 1: Tomaten" blättert. Hervorragende Rezepte für altbekannte Zubereitungsarten wie Saucen, Suppen und Salate findet man hier ebenso wie Tomateneis, verschiedene Schäumchen und sogar eine Dessertvariante. 

Doch das ist nicht das Besondere an diesem Buch. Vielmehr geht es darum das Kochen zu erlernen; der 
Titel ist nicht aus der Luft gegriffen. Ziel der Kochuniversität ist laut Autor "der Aufbau kulinarischer Kompetenz, die den Leser in die Lage versetzen soll, sehr viel selbstständiger zu denken und so das Beste aus seinen Möglichkeiten zu machen". So gibt er die Gelegenheit zu verstehen, was genau beim Kochen passiert. Dafür ist es wichtig das Produkt kennen- und den Umgang damit zu erlernen.

Auch wenn dieses Buch mit seinen 112 Seiten eher zu den Fliegengewichten unter den Kochbüchern zählt, wiegt der Inhalt schwer und kann dem Anfänger über den ambitionierten Hobbykoch bis zum Profi neue Perspektiven auf einen Gemüseklassiker eröffnen. Ich kann stundenlang darin blättern, in Rezepten schmökern und mir neue Anregungen holen. Ein äußerst lehrreiches und anspruchsvolles  Buch, welches eine eigene Nische im Reigen der Kochliteratur besetzt, in meiner Kochbibliothek nicht fehlen darf und das sich keiner entgehen lassen sollte der vom Kochen mehr erwartet als das schlichte Nachkochen von Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Mit Dollases Kochuniversität schult der Leser seinen Geschmack, lernt das Zusammenspiel von Texturen und Temperaturen kennen und erhält die Chance seine Fähigkeiten in der Küche auf eine neue Stufe zu heben.



Selasa, 09 Agustus 2011

Hungersnot am Horn von Afrika

Wenn ich dieser Tage die allgegenwärtigen Bilder der Menschen sehe, die in Ostafrika hungern, überwältigen mich ich als rundum versorgten Mitteleuropäer meine Gefühle. All diese Menschen, völlig abgemagert, am Ende ihrer Kräfte. Ich kann kaum hinsehen und es nicht ertragen, dass dort Menschen verhungern. Es ist fürchterlich! Durch die aktuelle humanitäre Katastrophe wird die Welt wieder einmal auf dramatische Weise aufmerksam auf die menschenunwürdigen Umstände unter denen die Menschen auf dem schwarzen Kontinent - und in anderen Teilen der Welt - tagtäglich zu leiden haben. Und doch haben wir uns bereits viel zu sehr an dieses dauerhafte Leid gewöhnt und sind innerlich gegenüber diesen Bildern bereits sogar weitgehend abgestumpft.

Natürlich sind für diese Armut strukturelle Probleme verantwortlich, Umstände, die die westlichen Industrienationen früher durch Kolonialismus und Merkantilismus geschaffen haben und heute durch die unverminderte Verhinderung des fairen Weltmarktzugangs für die Staaten der Dritten Welt und eine kurzsichtige Wirtschafts- und Handelspolitik ungebrochen aufrecht erhalten; gigantische Strukturreformen, zu denen nach wie vor der politische Wille und der internationale Konsens fehlen, wären notwendig um das Elend bei der Wurzel zu packen. Spenden sind dabei ein Tropfen auf den heißen Stein, tragen kaum zur Lösung dieser Grundprobleme bei und werden von sarkastischen Besserwissern nur allzu oft nur als Gutmenschentum und Gewissensberuhigung diffamiert.

Doch am schlimmsten ist es, in Sarkasmus oder Hilflosigkeit zu verharren und es dabei zu belassen, die Menschen am Horn von Afrika allenfalls zu bemitleiden. Jeder von uns kann gerade in solchen akuten Notlagen mit geringsten Mitteln helfen! Als Foodblogger empfinden wir es als Teil unserer Aufgabe neben all der Lebensqualität, welche uns das Essen vermittelt, auch auf dessen globale, elementare Bedeutung aufmerksam zu machen und an die zu denken, die es nicht so gut haben wie wir.

Daher haben wir uns dazu entschieden, zusätzlich zu den Spenden, die wir auf regelmäßiger Basis tätigen, 10% unseres Einkommens zu spenden. Ich schränke mich gerne etwas ein, wenn dadurch auch nur ein einziges Menschenleben gerettet werden kann, denn ich werde mit Sicherheit nicht verhungern. Und wenn ich nur 5 € hätte spenden können, dann hätte ich eben 5 € gespendet. Es ist unglaublich was auch nur die allerkleinsten Beträge bewirken können. Und alles ist besser, als nur zuzuschauen! 

Aus diesem Grund möchten wir an unsere lieben Leser appelieren: Werdet in Zeiten wie diesen aktiv, wenn Ihr es nicht schon längst seid! Werdet Teil der dringend benötigten Hilfe und lasst Eure Menschlichkeit bestimmen, nicht Euer Sparschwein! Solltet Ihr unsicher sein, an welche Organisation Ihr Euch wendet sollt, legen wir Euch die UNICEF oder das deutsche Bündnis Aktion Deutschland hilft an's Herz. Diese Organisationen sind zertifiziert, arbeiten transparent und werden regelmäßig überprüft, damit ist sichergestellt, dass Euer hart verdientes Geld nicht auf dem Weg zu den Not leidenden Menschen in undurchsichtigen Strukturen versickert!


Jumat, 01 Juli 2011

Les Halles Cookbook, Anthony Bourdain


Zugegeben, vor allem betrinkt er sich im kambodschanischen Dschungel mit den Einheimischen und seiner Kamera-Crew, feiert auf Kosten des Fernsehsenders ausufernde Feste in der Pampa Mexicos und schmipft pausenlos auf seine Produzenten, Geldgeber und die Medien im Allgemeinen. Dies ist aber nur die eine Seite des US-amerikanischen Fernsehkochs Anthony Bourdain. 

Ganz besonders aber schätzt er die günstige und ehrlichen Gerichte auf der Straße und in den Küchen der einfachen Leute, zieht die nicht ganz so eleganten und nicht ganz so zarten Fleischstücke, die ungeliebten Innereien, Entenfüße, Schweineschnauzen und sonstige in den westlichen Industrienationen nicht allzu populären Nahrungsmittel, den ewig gleichen Filetsteaks, Putenbrüsten und Kalbsbraten vor. Und das nicht alleine aus Showzwecken für seine Food & Travel Sendung 'No Reservations' sondern vor allem aus der Überzeugung heraus, dass die allgegenwärtige Beschränkung auf Brust und Filets und die damit einhergehende strikte Ablehnung des vermeintlichen übrigen "Abfalls" einen unerträglichen Teil westlicher Dekadenz darstellt, eine Ohrfeige ist für die weniger Privilegierten auf dieser Welt und nicht zuletzt auch von zutiefst mangelnder Respekt zeugt vor dem Tier, das für eine Mahlzeit sein Leben lassen musste. Wenn irgendwo auf den Philippinen, in Peru, in der Mongolei oder im Sudan eine Bauernfamilie eines ihrer Tiere schlachte, komme niemand auch nur auf die Idee die nahrhaften Innereien, Muskelfleisch und alles andere nicht zu verwerten. Aus Respekt vor dem Leben des Tieres, den anderen Menschen und aus schlichter Notwendigkeit heraus. Und ganz nebenbei erstünden dabei überaus schmack- und nahrhafte Gerichte, die das große Herz und den fantastischen Einfallsreichtum in der Küche der armen Leute wiederspiegelten. Recht hat er.

Neben all dem kann der in New Jersey aufgewachsene, aber - wie er stets betont - in einem Krankenhaus auf der anderen Seite des Hudson zur Welt gekommene, New Yorker mit französischen Wurzeln immer noch kochen. Nach wilder Jugend und einer Ausbildung am renommierten Culinary Institute of America (CIA) war er Jahrzehnte lang Chefkoch in der New Yorker Institution 'Les Halles', wo er mit seiner aus illegal eingewanderten Mittel- und Südamerikanern rekrutierten Küchencrew ehrliche, glücklichmachende Bistroküche servierte, bevor er mit seinem Enthüllungsbuch über die Gastronomieszene New Yorks berühmt wurde und schließlich ins Fernsehen wechselte.

Im 'Les Halles Cookbook' ist seine umfangreiche Expertise aus der Zeit im Les Halles eingefangen. Hier findet man neben den absolut unvermeidlichen Klassiker wie boeuf bourguignon, coq au vin und veal tenderloin in ihren allerbesten Ausführungen, auch eine reiche Auswahl an Rezepten, die sich den eingangs beschriebenen, weniger geliebten tierischen Produkten zuwenden. Gerade diese Rezepte zeigen eindrucksvoll die Stärke und das Herzblut der französischen Bistroküche und belegen, dass herzhafte rognons de veau und ein dampfender pot-au-feu jedem Rinderfilet und jeder Putenbrust den Rang abzulaufen im Stande sind. Des weiteren wartet Bourdain mit unerwartet einfachen Geschmacksbomben wie fruchtigen Tomatensalaten und kräftigen Pâtés auf, zeigt klassische Schnecken- und Muschelzubereitungen und feiert die von ihm geradezu vergötterte vichyssoise im Suppenkapitel, bietet aber zudem auch ein Grundlagenkapitel mit beurre blanc, sauce gribiche und Teigrezepten und lüftet letztlich sogar das Geheimnis der legendären goldenen Les Halles Fries und seines einmaligen cassoulets.

Zudem führt Bourdain zu Beginn des Buches in grundlegende Fragen der Produktauswahl und des Einkaufs ein und widmet den elementaren Fragen nach dem richtigen Messer sowie der perfekten Brühe eigene kleine Kapitel.

Nicht zuletzt sei erwähnt, dass dieses Buch zudem brilliant geschrieben und eine Freude zu lesen ist. Bourdains trockener Humor erscheint immer wieder zwischen den Zeilen und man kommt unweigerlich ins Schmunzeln, wenn er den Leser hin und wieder mit einem Augenzwinkern anzublaffen scheint. Vollkommen zu Recht meint die NY Times über das Les Halles Cookbook und seinen Autor:
"A literary chef, as appreciated for his quips as for steak frites"
Ein einzigartiges Buch für jeden, der sich für die handfeste, ehrliche Bistroküche begeistern kann, für den es nicht immer nur Schweinelendchen mit Rahmsauce sein müssen und der bereit ist den Worten des Meister zu lauschen. Getreu Bourdains Motto: 
"Cook free or die!"

Selasa, 28 Juni 2011

Water Carafe von Arian Brekveld, Royal VKB


"Clevere Idee!" dachten wir, als wir zufällig diese Karaffe aus Terrakotta entdeckten. Der Hersteller verspricht, dass die Flasche ihren Inhalt selbst kühlen kann; einfach nach dem Prinzip der Verdunstungskälte. Fanden wir einleuchtend.

Vor allem, weil wir kurz zuvor in einem Buch auf eine intelligente Kühlmethode gestoßen sind, welche auf zwei ineinander gestellten Tontöpfen basiert und nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert. Und da wir gute Ideen mögen (Ha!), konnten wir uns das nicht entgehen lassen. 
Daheim angekommen, machten wir gleich die Probe aufs Exempel. Langer Rede, kurzer Sinn: Es funktioniert wunderbar! Während die Flasche äußerlich leicht schwitzt, wird eingefülltes Wasser nach rund einer Viertelstunde angenehm kühl. Da wir ohnehin auf unser gutes Leitungswasser setzen, um nicht aktiv die Privatisierungstendenzen auf dem Wassermarkt zu unterstützen, war sie von da an dauerhaft im Einsatz.



Wochenlang lebten wir glücklich und zufrieden in der wunderbaren Welt des wohl temperierten Wassers. Dann jedoch der erste Dämpfer: das Wasser wurde von dem einen auf den anderen Tag nicht mehr richtig kühl. Da wir wissen, dass das Trinkwasser in unserer Gegend ziemlich kalkhaltig ist, hatten wir auch direkt einen entsprechenden Verdacht, fragten aber sicherheitshalber elektronisch beim niederländischen Hersteller nach. Ein paar Tage später erhielten wir auch eine kompetente, freundliche Antwort mit der Empfehlung, die Karaffe fünf Minuten in kochendes Essigwasser zu legen um die Poren des Tons vom Kalk zu befreien. Rat befolgt, Problem behoben. In weniger kalkbelasteten Versorgungsgebieten sollte dies deutlich seltener bis garnicht vorkommen, die Verwendung von gefiltertem Wasser vermeidet es freilich vollständig.
Tolle Idee, tolles Produkt, toller Service. Wir können und wollen nicht mehr ohne sie!


Kamis, 23 Juni 2011

Slow Food Messe 2011


Ich mag keine Messen. Deshalb versuche ich sie möglichst zu umgehen, aber für Slow Food mache ich gerne eine Ausnahme. Es gibt so viel zu entdecken und so viele Leckereien zu probieren, das kann ich mir nicht entgehen lassen!

Die Messe fand schon im April statt, aber da ich eben zufällig auf die Bilder gestoßen bin, muss ich sie jetzt auch zeigen.

Der Stand für Schweizer Käse. Wir haben hier Gruyère gekauft. 


Nougat in Hülle und Fülle. 

Das Mittagessen war köstlich!

Und anschließend... eine Bierprobe!

Unsere Ausbeute bestehend aus Kren, Trüffelbutter, Bauernbrot und verschiedenem Käse.