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Selasa, 03 April 2012

Rucksack Exped Drypack WB 30


In diesem Artikel möchte ich euch einen weiteren Exped Rucksack vorstellen: den Drypack WB 30 bzw. Torrent 30. Dieser 30 l Rucksack ist kein Ultraleichtrucksack, dafür aber komplett wasserdicht und mit seinen 1050 g Gewicht leichter als einige vergleichbare Rucksäcke. Die robuste Verarbeitung und das sehr gut am Rücken anliegende Tragesystem - welches ich bei den Exped Rucksäcken so schätze - machen den Drypack zu einem wetterfesten und angenehmen Tourenbegleiter.


Design

Schaut man sich den Rucksack das erste Mal an, stellt man fest, dass gar nicht viel dran ist. Keine Außentaschen, kein Deckelfach, kein verstellbares Tragegestell und kein störender Klimmbimm. Der Drypack besteht allein aus einem großen Fach, das mit einem Rollverschluß verschlossen werden kann. Das Außenmaterial ist ein fester Stoff, der äußerst robust erscheint.


Minimalistisch aber äußerst praktisch

Das minimalistische Rucksackdesign glänzt jedoch durch viele praktische Merkmale. Mithilfe des Rollverschlusses lässt sich die Packhöhe variable einstellen. Durch die Daisy Chains und die abnehmbaren Kompressionsriemen kann auch außen am Rucksack Ausrüstung befestigt werden.












Die Schnalle des abnehmbaren Hüftgurt kann variabel - je nach Vorliebe - positioniert werden. Der Exped Drypack WB 30 besteht aus einem großen Fach mit integrierter Innentasche, einer Meshtasche mit Reissverschluss und einem Schlüsselhalter.












Durch den oben schon genannten Rollverschluss, den hochfrequenzverschweissten Nähten und dem TPU-Film laminierten 420-D-Nylonstoff ist der Rucksack komplett wasserdicht - ein Rucksack genau nach meinen Wünschen! Wie auch andere Rucksäcke fluresziert der Rucksack bei Lichtbestrahlung und der Träger ist nachts sofort zu sehen. An den am Rucksack angebrachten Daisy Chains lassen sich noch weitere Ausrüstungsgegenstände befestigen. Der Drypack lässt sich auch problemlos offen tragen, falls ein schneller Zugriff nötig ist.












Fazit zum Exped Drypack WB 30

Der Exped Drypack WB 30 ist ein sehr einfach gehaltener und auf Wasserdichtigkeit fokussierter Rucksack. Er überzeugt trotz und vor allem wegen seiner minimalistischen und dennoch praktischen Ausstattung. Der Tragekomfort ist angenehm, obwohl bei warmen Temperaturen der Rücken schwitzig werden kann. Hier muss aber angemerkt werden, dass dieser Rucksack bei solch schönem Wetter wie auf den Fotos eher unpraktisch ist (wenn man mal Regen braucht, ist keiner da). In nassen Gefilden tut er besser seinen Dienst. Ein gelungener Rucksack für Tages und Wochenendtouren.


Kamis, 27 Januari 2011

Rucksack Exped Mountain Pro 50


Lange habe ich nach einem optimalen Rucksack für mich gesucht. Angefangen von einem >60 l Rucksack für lange Trekkingtouren, über einen Militärrucksack mit Außengestell bis hin zu einem minimalistischen Trinkrucksack für kurze Ausflüge. So richtig zufrieden war ich mit allen nicht. Entweder war der Rucksack doch zu klein oder zu groß, zu unhandlich und sperrig, zu schwer oder mit zuviel Klimbim behaftet. Nach einigem hin und her habe ich nun einen interessanten Rucksack entdeckt der fast zu 100% meine Erwartungen und Bedürfnisse erfüllt.


Anforderungen

Meine Anforderungen waren vielfältig. Der Rucksack sollte ein gewisses Volumen nicht überschreiten (bis maximal 50 l). Er sollte vergleichsmäßig leicht sein (natürlich unterscheidet er sich im Gewicht von den Ultraleichtrucksäcken), sehr robust und vor allem wasserdicht (bei dieser Anforderung ist es schon vergleichsweise schwierig etwas vernünftiges zu finden). Außentaschen sollte er möglichst keine vorweisen (obwohl diese in einem gewissen Rahmen äußerst praktisch sind) und ein einstellbares Tragesystem sollte er auch nicht besitzen. Der Hüftgurt sollte variabel bzw. abnehmbar sein und der Rucksack sollte von alleine stehen und nicht ständig in sich zusammensacken sobald er nicht mehr prall gefüllt ist. Diese für mich zugeschnittenen Anforderungen habe ich in dem - von der Schweizer Firma Exped entwickelten - Mountain Pro Rucksack gefunden.

Exped Mountain Pro 50

Exped Mountain Pro 50

Der wasserdichte Berg-Rucksack Mountain Pro 50 besitzt ein Volumen von 49 l und wiegt 1250 g bis 1650 g (ohne/mit Hüftgurt usw.). Dieser Rucksack ist auf das Wesentlichste reduziert, hat einen schmalen Schnitt (der eine gute Bewegungsfreiheit garantiert) und einen sehr körpernahen Sitz. Wie der Name schon verrät ist er ein Alpin-Rucksack der für Kletter- und Hochtouren optimiert wurde. Der Mountain Pro verfügt über keine Außentaschen, dafür jedoch über außen angebrachte Schlaufen (Daisy Chains) an denen sich vielerlei Dinge befestigen lassen, sowie zwei Eispickelschlaufen am äußeren Boden.

Eispickelschlaufen und zurückgeschnallter Hüftgurt

Der Zugriff zum Hauptfach erfolgt über einen innovativen Einhandverschluss mittels Rapide Hooks oder einem Karabiner die aus bruchfestem Alu gefertigt sind. Somit ist es auch problemlos möglich den Rucksack mit Handschuhen zu bedienen. Das Hauptfach lässt sich zusätzlich wie einen wasserdichten Packsack - durch einen Rollverschluss - verschließen und ein integrierter Kordelzug ermöglich eine Volumenanpassung. Die Deckeltasche besitzt einen Außenzugang mit wetterfesten YKK-Reissverschluss und eine zusätzliche Innentasche. Der Deckel ist mir jedoch ein Dorn im Auge. Besser wäre es gewesen eine abnehmbare Deckeltasche anzubringen, da ich diese nicht immer benötige und diese mich einfach nervt sobald der Rucksack bis oben hin gefüllt ist. Eventuell werde ich dies bei Gelegenheit ändern lassen - den Deckel abschneiden und mittels variablen Reiss- oder Klettverschluss wieder anbringen.

Zugriff über Karabiner...
...oder über Rapide Hooks












Maße

Der Mountain Pro 50 ist ein Einkammer-Rucksack und misst 63 cm in der Höhe, 32 cm in der Breite und an der obersten Stelle 28 cm in der Tiefe. Der Schnitt fällt Richtung Rucksackboden in der Tiefe schmaler aus, ist leicht konkav geformt und bietet einen wackelfreien Sitz. Somit sind auch keine Kompressionsriemen nötig und der Rucksack lässt sich sehr körpernah tragen und bietet eine sehr gute Lastenkontrolle und auch genügend Kopffreiheit. Zu Kaufen gibt es den Mountain Pro als 30, 40 und 50 l Variante in den Größen M (für ca. 170 - 185 cm Körpergrösse) und L (ab ca. 185 cm Körpergrösse). Es ist also nicht möglich ihn durch ein einstellbares Tragesystem an den jeweiligen Rücken anzupassen. Das Material ist ein wasserdichtes, dicht gewobenes 402-D-Nylongewebe mit 3000 mm Wassersäule (hydrolyse-resistente, hellgraue PU-Beschichtung).

Rollverschluss und Hydration Port

Tragesystem

Der Rucksack verfügt über luftdurchlässige Schulterträger und einen höhenverstellbaren Brustgurt. Die spezielle Gurtbandführung der Träger im Bodenbereich garantiert eine sehr gute Kontrolle über den Rucksack - rennen ist so gut möglich ohne das der Rucksack hin und her schleudert. Alle Gurtbänder sind außerdem mit einem Klettverschluss verkürzbar - Klasse, denn das verhindert das lästige herumflattern! Der thermogeformte Hüftgurt ist abnehmbar und erlaubt eine flexible Positionierung der Hüftgurtschnalle - falls es irgendwo drückt. Der Rucksackrücken ist fest und stabil und verhindert so das eventuelle Drücken von Gegenständen.

Eng anliegendes, thermogeformtes Rückensystem

Extras

Ein wasserdicht verschliessbarer Trinkwasserschlauch-Auslass fällt an dem Rucksack sofort durch die Größe auf und hat mich beim ersten Ansehen zum Lachen gebracht. Dies ist wirklich ein Mordsausgang mit zwei Vorteilen: Zum einen für den schon erwähnten Trinkwasserschlauch und zum anderen für die Möglichkeit Luft entweichen zu lassen sobald man den Verschluss einrollt und den Rucksack weiter komprimieren will. Durch die beiliegenden Gurtbänder lassen sich Trekkingstöcke, Ski, Schneeschuhe, Schirm, Eispickel und Snowboard problemlos verstauen. Für Eispickel existiert sogar eine eigene Wegsteck-Funktion die diesen bei Nichtgebrauch seitlich hinter den Rücken nach unten führt. Das hab ich zwar noch nie probiert, hört sich aber ersteinmal gut an. Die Front des Rucksacks bietet eine grosse Tasche mit einem Steckfach und eine weitere integrierte Tasche für Kartenmaterial oder ähnliches.

Integrierte Außentasche
Trinkwasserschlauch-Auslass












Innenansicht

Innen bietet der Rucksack eine hellgraue Packsack-Innenbeschichtung für eine gute Übersicht, sowie Aufhängepunkte und Elastikschlaufen für Kletterhardware und Schaufelstiel. Eine weitere Schlaufe dient als Aufhängepunkt für ein Trinksystem, die ich jedoch noch nie benutzt habe da ich die Trinkblase einfach oben drauf lege. Als Rückenpolsterung dient eine herausnehmbare Biwaknotmatte die ich aber auch nicht benutze, da ich (zusätzlich) eine sehr schmale Evazote-Isomatte als "Innengestell" und Unterlegmatte dabei habe. Als weiteres Extra bringt der Mountain Pro eine transparente, auszippbare und spritzwasserdichte Dokumententasche mit, die aus UV-resistentem TPU-Film besteht.

Innenansicht
Dokumententasche












Fazit zum Exped Mountain Pro 50

Der Mountain Pro von Exped ist für mich ein sehr gelungener und gut durchdachter Rucksack. Er lässt sich äußerst angenehm tragen, ist wetterfest und legt für meine Bedürfnisse eine gute Stabilität und Robustheit an den Tag. Allein das nicht abnehmbare Deckelfach ist für mich Hin und Wieder ein Ärgernis. Der Rucksack kostet zwischen 140€ (30 l) und 180 € (50 l).



Kamis, 20 Januari 2011

Rucksack Eagle Creek Truist


Mein neuer Eagle Creek Truist 55L (M) für ca.160 Euro (-)

Es war nötig geworden einen neuen Rucksack zu kaufen. Lange habe ich gesucht und bin nun endlich fündig geworden. Die Wahl fiel auf einen 55 Liter Rucksack (auf 66 Liter erweiterbar), denn mein Ziel ist es, zukünftig etwas weniger mitzunehmen. Darum wollte ich die rund 60 Liter als Grenze nehmen.


Der Truist ist ein geräumiger Tourenrucksack, mit vielen netten Kleinigkeiten. Er besitzt ein gutes Tragesystem mit Aluminium verstärktem Trägerkreuz (+), eine einstellbare Rückenlänge (+), Lastkontrollriemen (+) und einen recht steifen Hüftgurt. Dieser Gurt nimmt das Gewicht gut auf. Einziger Knackpunkt ist die fehlende weiche Polsterung auf der Innenseite des Gurtes (-) die problematisch sein kann. In den drei kälteren Jahreszeiten kein Problem (mit einer dickeren Kleidungsschicht darunter), nur im Sommer kann es schon mal etwas drücken. Der Beckengurt lässt sich mit einer Art Flaschenzugsystem zuziehen, was die Handhabung sehr einfach und mühelos macht (+).

Vom Tragen her ist der Truist wirklich sehr angenehm. Die Schultergurte lassen sich gut einstellen und der Rücken ist S-förmig vorgeformt. Mir passt das sehr gut, da ich ein recht ausgeprägtes Hohlkreuz habe - das sollte aber jeder für sich beurteilen (+-).


Der Rucksack selber wiegt 2100 g. Das ist recht schwer (-) jedoch wiegt sich dieser Sachverhalt - wie ich finde - durch das stabile Material und die viele Ausstattung auf (+).

Das Deckelfach lässt sich als Hüfttasche umfunktionieren (+), ein Hüftgurt befindet sich dafür auf der Innenseite fest am Deckelfach. Das Fach lässt sich außerdem vorne an den Schultergurten befestigen - so entsteht eine Art Fallschirmspringertasche. Eine super Sache, denn es trägt sich gut und es erleichtert zum Beispiel das Herankommen an einen Fotoapparat.


Im Deckelfach selbst befindet sich ein Ordnungssystem. Der Ruckack ist für Trinksysteme vorbereitet (+) und hat diverse Befestigungsmöglichkeiten für Stöcke oder ähnliches. Was ich sehr gut finde, ist der zusätzliche Tragegriff (+) an der Vorderseite - super beim Transport.


Der Rucksack hat die klassische Aufteilung in ein Hauptfach und ein seperates Schlafsackfach. Man kann von vorne durch eine Klappe direkt in das Hauptfach zugreifen. Alle Reißverschlüsse lassen sich mit einem Schloss verriegeln, wenn nötig. Sehr gelungen ist die Befestigung der Spanngurte an den Seiten. Sie halten den Rucksack schmal wenn nix drin ist und ermöglichen die zusätzliche Befestigung von Gegenständen. Das Gute daran ist, dass diese Gurte auf der Frontöffnung befestigt sind und damit der Rucksack auch noch zusammengehalten werden kann, wenn der Reißverschluss einmal kaputt sein sollte (+).



Die Erweiterung auf 66 Liter ist wie bei allen Rucksäcken oben als eine Art Sack angebracht. Schön an diesem Rucksack ist, dass sich dieses Material unter einem zweiten Reißverschluss verbergen lässt. So ist der Rucksack gut verschlossen, auch wenn das Deckelfach fehlen sollte.


Zuletzt noch die Regenhülle (+): auch sie ist vorhanden und gibt ausreichend Schutz bei wiedrigem Wetter.


Fazit: 11 (+) zu 4 (-) - meine Wertung fällt deutlich positiv aus. Er hat viele positive Eigenheiten und ist universell einsetzbar. Einziger Nachteil ist der dünne und harte Hüftgurt, der drücken kann. Sonst hat er alles was ein Tourenrucksack haben muss und doch viel mehr. Wer ihn dann noch etwas günstiger bekommt als 160 Euro kann eigentlich nicht viel falsch machen. Vorraussgesetzt der Rücken passt zum Rucksack.

Kurt


Rabu, 12 Januari 2011

Der Rucksack als Transportmittel


Die Geschichte des Rucksacks als Transportmittel ist so alt wie die Menschheit selbst. Man musste unabhängig sein und so ökonomisch wie möglich seine sieben Sachen transportieren können. Für den Rücken und die Hüfte als stabilste und kräftigste Bereiche des Körpers bietet sich somit ein Rucksack an. Doch das Tragen auf dem Rücken hat noch weitere Vorteile - freie Hände zum Abstützen oder Klettern und notfalls auch zum Kämpfen.


Etwas Geschichte

Wer nun genau auf die Idee gekommen ist, eine Transporthilfe für den Rücken zu nutzen ist nicht sicher. Mit Beginn der Aufzeichnungen, ob in Ägypten oder in einer Steinzeithöhle, gibt es Abbildungen von Tragehilfen. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts war das Tragen auf einfache Säcke beschränkt, deren Öffnung mit einem einfachen Prusikknoten verschnürt wurde. Die beiden Seilenden wurden an den unteren Sackzipfeln festgeknotet. Der Prusikknoten hält beim Tragen (auf Zug) fest und so hat man einen einfachen Rucksack. Für sperrige und hohe Lasten wurden einfache Tragegestelle verwendet.

Nach der Erfindung und Einführung der Spinning Jenny 1764 war es nun in großem Rahmen möglich feste Stoffe zu fertigen. So konnte sich der Rucksack auch entscheidend weiter entwickeln. Es war nun möglich Fächer und Deckel zu nähen, die durch Gurte und Schnallen miteinander verbunden oder befestigt wurden. Zu dieser Zeit war das Tragen mit dem System der Kraxe schon bekannt. In Gebirgsregionen wurden schon immer Gestängeverstärkte sackartige Rucksäcke gefertigt. Bereits vor Beginn des Ersten Weltkriegs gab es den kaiserlichen Heerestornister. Dieser war ein mit Stoff oder Leder bezogenenr Holzrahmen. Wärend des Zweiten Weltkriegs entstanden verschiedenste Modelle metallverstärkter Rucksäcke.

Obwohl die Lastenverteilung bereits bekannt war sollte man die Verdienste eines bestimmten Mannes würdigen. 1950 kam es in Schweden zu einer weiteren Rucksackentwicklung. Åke Nordin (der damit die Gründung der bekannten Marke Fjällräven einleitete) experimentierte mit Rucksackgestellen aus Holz um das Gewicht besser zu verteilen und experimentierte mit neuen Materialien des Packsacks. Später wurden diese Entwicklungen durch langlebigeres und leichteres Aluminium ersetzt. Der - im heutigen Sinne bekannte - Trekkingrucksack war geboren.

Kurt

Rucksackphilosophie

Wir haben schon viele Rucksäcke ausprobiert - von Trekkingrucksäcken ab 60 Liter, kleinen Tagesrucksäcken, wasserdichten Packsäcken bis hin zu Lastenkraxen mit robusten Fässern bestückt. Natürlich kann man seinen Rucksack auch selber erst in der Wildniss bauen. Zum Beispiel ganz einfach aus seiner Jacke oder aus einem gegabelten Ast, etwas Schnur und ein Stück Plane.

Die Lastenkraxe von Tatonka mit Fässern bestückt

Die Fragen die sich halt jeder stellen muss sind in erster Linie: Für was brauche ich den Rucksack eigentlich? Für welche Tour, was will ich mitnehmen und was muss unbedingt transportiert werden? Mache ich eine Tages- oder eine Wochentour? In welcher Gegend will ich trotten? Lege ich großen Wert auf die Größe und das Gewicht meines Rucksacks - und das sollte man - muss man ganz anders planen und bei der Zusammenstellung der Ausrüstung besonders kreativ sein. Die Antworten zu diesen Fragen ergeben einen für jeden individualisierten Rucksack. Reist man in kalte Regionen, wird der Rucksack wohl etwas größer ausfallen damit der warme Pullover noch Platz hat. Sind unterwegs gefährliche Kletterpassagen zu bewältigen ist ein breiter und mit viel Klimbim behangener Rucksack eher hinderlich und der Trotter bevorzugt eher eine schmale Traghilfe. Ist man mit dem Kanu unterwegs benötigt der Paddler eher eine kleine Tasche und ein wasserdichtes Fass anstatt eines globigen Rucksacks.

Rucksack für Tagestouren mit...
...Tarp, Trinkflasche und mehr














Die Ideen und Möglichkeiten sind vielfältig und leider glaube ich langsam das es keinen perfekten Rucksack für jede Tour geben kann. Natürlich spielt auch der eigenen Geschmack eine wesentliche Rolle und viele werden ihren Rucksack als den perfekten schlechthin bezeichnen. Nun gut, bei den aktuellen Preisen von Rucksäcken ist das ja auch kein Wunder. Der Rucksackkauf kann sehr schwierig sein, denn den Verkäufern kann man sowieso nicht trauen - das ist jedenfalls meine Meinung. Denn jeden Rucksack im Sortiment hat auch der Händler daheim oder letztens erst gekauft und der ist natürlich besonders gut - ist klar!

Wasserdichter Packsack mit Trageriemen

Am besten ist es, wenn man sich der Tour entsprechend seine Ausrüstung zurechtlegt und anschließend die ungefähre Rucksackgröße bestimmt in die das Zeug reinpassen könnte. Zusätzlich ist es hilfreich das ungefähre Gewicht seiner Ausrüstung zu kennen um entscheiden zu können ob ein Rucksack mit umfangreichem Tragesystem/Außengestell/Hüftgurt u.ä. überhaupt nötig ist. Hilfreich ist es außerdem, wenn man Rucksäcke findet die ohne einstellbares Tragesystem passen, denn das spart Gewicht (ist aber bei vielen nicht der Fall). Da wir grundsätzlich davon ausgehen, dass wir unterwegs an keinem Supermarkt und an keiner Tankstelle vorbeikommen, muss die Verpflegung natürlich mit in den Rucksack. Ist der Trotter aber beispielsweise in Skandinavien unterwegs, stellt Wasser kein Problem dar und eventuell ist es möglich eine Weile vom selbstgefangenen Fisch zu leben. Dies sollte man bei der Wahl des Rucksacks zumindest im Hinterkopf haben.

Der Exped Mountain Pro Rucksack im Schnee

In den nächsten zwei Posts werden wir einfach mal unsere primären Trekkingrucksäcke vorstellen und der ein oder andere kann sich ein Bild davon machen oder ein paar Ideen holen, sollte er noch keinen Rucksack haben oder mit seinem unzufrieden sein. Und natürlich sagen wir auch zu unseren Rucksäcken: Der ist perfekt - für uns!

Tagesrucksack von Mammut

Und nun noch ein paar Fragen an unsere fleißigen Leser: Welche Rucksäcke nehmt ihr mit? Und wie zufrieden seid ihr mit eurem Rucksack? Sind die auf dem Markt erhältlichen Rucksäcke - nach eurer Meinung - zufriedenstellend oder baut ihr eure eigenen?

Jaddar


Kamis, 08 April 2010

Marketing & Philosophie


"Wahrscheinlich träumt jeder Outdoor-Mensch von einer wirklich leichten Ausrüstung."

Weniger ist mehr, weniger Gewicht bringt mehr Komfort, Beweglichkeit und Spaß. So und so ähnlich ist das Motto von GoLite, einer kleinen Firma in den USA. Diese orientierte sich nach Ray Jardine (er hat bspw. das Klettergerät "Friend" erfunden), einem Bergsteiger und Abenteurer, der den "Ray-Way" ins Leben rief.

Der "Ray-Way" stellt eine Philosophie dar, die die Reduzierung der Packlast eines Wanderers auf ein Mindestmaß anstrebt ohne jedoch deren Funktion und Sicherheit einzuschränken. Hierbei werden die schwersten Dinge wie Rucksack, Zelt, Isomatte und Schlafsack als erstes auf das absolute Mindestgewicht reduziert. Danach werden weitere Teile die nicht absolut notwendig sind weggelassen.

Die Firma GoLite zum Beispiel lebt diese Philosophie durch ihre ultraleichten und funktionellen Produkte. Über die Philosophie im Detail lässt sich natürlich streiten und jeder muss für sich entscheiden inwieweit er diesen Weg gehen will. Für mich finde ich jedoch immer wieder sehr raffinierte und interessante Ideen die ich in meinen Touren verwirklichen kann. Als Beispiel sei hier folgende diskussionswürdige Idee angemerkt: wer ein leichtes Rucksackgewicht hat und somit auch seine Füße entlastet braucht auch keine schweren und festen Wanderschuhe - dies trifft übrigens genau meinen Geschmack, denn ich bin schon immer mit leichten Wanderschuhen gewandert um Unebenheiten besser zu bemerken und darauf zu reagieren.

Interessant finde ich außerdem, dass die Philosophie des Ultraleicht-Trekkings eine teils starke Abneigung gegenüber der Outdoor-Industrie predigt und ihr eine kommerzielle Verschwörung unterstellt. Also den Outdoor-Interessierten suggeriert wird, ihr braucht einen noch besseren, größeren und ergonomischeren Rucksack (Rüdiger Nehberg ist mit einem wasserdichten Kanister auf dem Rücken durch den Urwald - und das ging auch) für unsere vielen neuen Produkte wie die outdoortaugliche Kaffeemaschine, ultra-teure Regenkleidung die absolut wasserdicht und absolut atmungsaktiv ist (kann mir keiner erzählen das eine Regenjacke absolut wasserdicht und zugleich absolut atmungsaktiv ist), Top-Wanderstiefel die von selbst laufen oder ultra-teure-hochmoderne-Survival-Messer mit so vielen Funktionen das sie jeder braucht!

Natürlich kann man diese Argumente auch der Ultraleicht-Industrie vorwerfen und leider bin auch ich in dieser Marketingspirale gefangen - Schande über mich, aber ich werde mich bessern.